Blick ins Buch
Über das Buch
Thomas Morus' "Trost gegen Leid" entfaltet in dialogischer Form eine theologisch-philosophische Meditation über Schmerz, Bedrängnis und geistige Standhaftigkeit. Das Werk verbindet scholastische Argumentation, biblische Exegese und humanistische Gesprächskunst zu einer eindringlichen Reflexion über die Prüfung des Menschen im Angesicht äußerer Gewalt. Sein Stil ist zugleich gelehrt, seelsorgerlich und von feiner rhetorischer Disziplin geprägt; im literarischen Kontext der europäischen Renaissance steht es zwischen Erbauungsschrift, Gewissensdrama und moralphilosophischem Traktat. Thomas Morus, englischer Staatsmann, Jurist, Humanist und Autor der "Utopia", schrieb dieses Werk vor dem Hintergrund politischer und religiöser Erschütterungen des 16. Jahrhunderts. Seine eigene Erfahrung von Gewissenskonflikt, Machtanspruch und drohender Verfolgung verleiht dem Text besondere Autorität. Als Denker, der klassische Bildung mit christlicher Frömmigkeit verband, suchte Morus nicht bloß Trost zu spenden, sondern eine Schule innerer Freiheit zu entwerfen. Empfohlen sei dieses Buch allen Leserinnen und Lesern, die historische Theologie, Renaissance-Humanismus oder Literatur des Widerstands gegen seelische Verzweiflung studieren. Es bietet keine billige Beruhigung, sondern eine anspruchsvolle Kunst des Leidens, die Vernunft, Glauben und Gewissen zu einer bleibend aktuellen Form geistiger Stärke verbindet.
ISBN9788028390860
VerlagCopycat
Erscheinungsdatum23.06.25
Seitenzahl188
Haupt-GenreFachbücher
Sub-GenreReligion & Glaube
FormatTaschenbuch
SpracheDeutsch
Preis13.00 €
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