Traumbrand: Morpheus Kuss

Traumbrand: Morpheus Kuss

E-Book
3.82

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Buchinformationen

Haupt-Genre
N/A
Sub-Genre
N/A
Format
E-Book
Seitenzahl
188
Preis
7.99 €

Beiträge

2
Alle
4

Wenn Träume zu Albträume werden

*Rezensionsexemplar* Ich bin ja tatsächlich überhaupt kein Freund von Horror oder Geschichten, die es darauf anlegen, dass man sich gruselt 🙈 Deswegen war ich auch sehr froh, dass die Geister, die es hier gibt zwar ein bisschen Gänsehaut beschert haben, aber der Fokus auf was anderes lag, somit war noch alles im Bereich des Erträglichen. Der Klappentext hat einen da nicht so vorgewarnt 🤭 Das Hauptaugenmerk liegt auf Benjamin, der ein altes Haus erwirbt, um dieses zukünftig als Pension zu betreiben und bei der Renovierung feststellt, dass in Conni, wie er es liebevoll nennt, scheinbar bereits ungefragt Gäste eingezogen sind, die vor allem nachts ihr Unwesen treiben. Gerade die erste Hälfte des Buches schafft einen Spannungsbogen und beschäftigt sich vorwiegend mit den nächtlichen Erscheininungen und den Qualen, die Ben durch den Schabernack und den Schlafentzug durchlebt und wie sehr es seine Psyche angreift. Auch wenn seine Freunde und allen voran Leon an seiner Seite stehen und ihn in allen unterstützen, fällt es ihnen doch schwer, Ben die Geistererscheinungen zu glauben. Erst als er Hilfe von Geisterjägern in Anspruch nimmt, bekommt die Stroy richtig Fahrt und man lernt sowohl den Albtraumdämon Morvane als auch Morpheus, den Gott der Träume kennen. Gerade Morvane wird zu einer wahren Bedrohung und scheint das Übel zu sein, das es zu bekämpfen gilt und Ben wird alles abverlangt, um ihn zu bezwingen. Dabei kommt auch das ein oder andere Spiel zwischen den Laken nicht zu kurz, den Morvane beschert nicht nur Albträume, sondern auch den ein oder anderen feuchten Traum. Ich fand die Grundidee absolut faszinierend. Aber wie bereits gegenüber von Luna erwähnt, war die Aufteilung der Handlungen in der Stroy vielleicht etwas unausgeglichen verteilt, weil doch wirklich sehr viel in den zweiten Hälfte des Buches passiert ist. Das gibt das Gefühl, dass es ein bisschen zu schnell voran geht und man gerne ab und zu eine kleine Verschnaufpause gehabt hätte um mit den Charakteren druchzuatmen. Dadurch fällt auch der ein oder andere Beweggrund von Ben unter den Tisch, wenn auch man alles ganz gut nachvollziehen konnte. Aber so gab es auch immer wieder Richtungen, die die Story eingeschlagen hat, die für mich vollkommen unerwartet kamen, so wurde es auch nie langweilig. Die Geschichte ist also durchaus etwas für alle, die der Realität entfliehen wollen und schon immer davon fasziniert waren, welchen Einfluss Träume auf einen haben können und auch von der Idee einer göttlichen Macht in ihnen nicht abgeneigt sind. Ich für meinen Teil wohne ebenfalls in einem alten Haus, bin aber froh, dass es hier nicht an allen Ecken und Enden knarzt und demnach fast sicher bin, dass hier kein Albtraumdämon sein Unwesen treibt und deswegen noch beruhigt schlafen konnte. Hier ist dann wohl eher ein Wasserdämon am Werk. Dafür hoffe ich allerding ebenso wie Ben, dass Morpheus mich ebenfalls mal in meinen Träumen besucht und mich in sein Reich entführt 🥰

3.5

Ein düster-magischer Roman über Albtraumdämonen, Traumgötter und einen Mann, der versucht, in zwei Welten gleichzeitig nicht unterzugehen.

💬: Zuerst dachte ich: „Oh, spooky… aber das pack ich locker“, und dann las ich zwei Kapitel und merkte: Okay, ich schlafe heute vielleicht doch mit einer kleinen Lampe. Aber gleichzeitig war ich sofort drin, denn die Grundidee gefiel mir direkt: ein altes Haus, ein Mann mit grossen Plänen – und eine dunkle, mysteriöse Traumwelt. Benjamin, der sein altes Haus liebevoll „Conni“ nennt, will eigentlich nur renovieren und findet sich stattdessen in einer nächtlichen Spirale aus Schlafentzug, Geisterspuk, Albträumen und einer Bedrohung wieder, die sich immer stärker materialisiert. Die erste Hälfte erzeugt eine Spannung, die einen spüren lässt, wie sehr Ben an seine Grenzen kommt. Als Morvane auftritt, wird’s düster. Als Morpheus auftaucht? Wird’s sehr schön düster. Die Mischung aus Traumgott, psychologischem Horror und Queer-Romance hat mich gecatcht. Was ich geliebt habe, war die Grundidee – dieses Spiel mit Realität und Traum, mit dem Verlorensein in einer Welt, die sich nicht mehr an Regeln hält. Dazu kommen Freunde, die ihn versuchen zu halten, während seine Welt schleichend bröckelt. Was mich allerdings etwas rausgebracht hat, waren die Übergänge: Manche Szenen- oder Zeitsprünge kamen so abrupt, dass ich erst blättern musste, um sicherzugehen, dass ich nichts übersehen hatte. Gerade bei einem Roman, der zwischen Traum und Realität pendelt, sind klare Übergänge Gold wert – hier waren sie manchmal verwirrend, was dem Lesefluss einen kleinen Knick gegeben hat. 🌙 Fazit: Ein düster-magischer Roman über Albtraumdämonen, Traumgötter und einen Mann, der versucht, in zwei Welten gleichzeitig nicht unterzugehen. Trotz kleiner Stolpersteine in der Struktur hat mich die Geschichte gepackt. Von mir gibt’s ⭐️⭐️⭐️✨ – und definitiv eine Empfehlung für alle, die Traumwelten, Dark Fantasy und queere Vibes lieben.

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