Transit
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Beschreibung
„Eine Übergangsphase“ prophezeit ihr eine astrologische Spam-Mail. Und tatsächlich verändert sich für die Schriftstellerin Faye gerade vieles: Nach einer kräftezehrenden Scheidung ist sie mit ihren beiden Söhnen zurück nach London gezogen und hat bei der Suche nach einer Wohnung einem Gefühl nachgegeben, das augenblicklich verschwand. Anders als die heruntergekommene Haushälfte, die sie jetzt ihr Eigen nennt. Sie lebt auf einer Baustelle, täglich ereignet sich eine kleine Katastrophe, während sie sich einem Ort anzunähern versucht, den sie schon einmal Heimat nannte. Sie trifft Freunde von früher und knüpft neue Bekanntschaften, sie erfährt von den Schicksalen und Krisen der anderen, spricht über Wahlfreiheiten und Notwendigkeiten und gelangt nach und nach zu einer weitreichenden Erkenntnis, die alles auf den Kopf stellt.
Wie können wir uns darin einrichten, wenn wir dem eigenen Leben zugleich entfliehen wollen? Mit Scharfsinn und Witz erzählt Transit von vertrackten Sehnsüchten, entscheidenden Momenten und dem Rätsel persönlicher Veränderung.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Rachel Cusk, 1967 in Kanada geboren, hat die international gefeierte Outline-Trilogie, die Memoirs Lebenswerk und Danach sowie zahlreiche weitere Romane und Sachbücher geschrieben. Der andere Ort, ihr zuletzt erschienener Roman, stand auf der Longlist des Booker Prize. Sie ist Guggenheim-Stipendiatin und lebt in Paris.
Beiträge
Wunderbar
In "Transit", dem zweiten Band der "Outline"-Reihe, begleiten wir erneut die Protagonistin Faye, deren Name übrigens nur einmal im Buch erwähnt wird. Wie der Titel bereits verrät, befindet sich ihr Leben im Umbruch, nachdem ihre Familie auseinandergebrochen ist. Gemeinsam mit ihren Söhnen zieht sie zurück nach London, wo sie eine Wohnung kauft und renovieren lässt. Wir begleiten sie durch ihren Alltag, wobei Rachel Cusk den Fokus auf zwischenmenschliche Begegnungen legt. Cusk präsentiert uns einzelne Begegnungen von Faye wie unter einer Lupe. Jedes Kapitel zeigt eine andere Interaktion mit verschiedenen Menschen. Beim Lesen hat man das Gefühl, selbst Teil der Gespräche zu sein. Im Hintergrund entwickelt sich Fayes eigene Geschichte weiter. So tauchen wir ein in eine Welt voller Beobachtungen und tiefgründiger Gespräche über soziale Normen und zwischenmenschliche Beziehungen. Thematisch behandelt Cusk viele Aspekte des menschlichen Daseins. Faye spricht beispielsweise mit den Handwerkern, die ihre Wohnung renovieren. Es sind Migranten, die von ihren Chancen auf einen Neuanfang erzählen, aber auch von den Herausforderungen des Ankommens und dem Schmerz, geliebte Menschen zurückzulassen. Es geht auch um das Schicksal und die Frage, inwieweit wir tatsächlich den Verlauf unseres Lebens selbst bestimmen können. “I said that my current feelings of powerlessness had changed the way I looked at what happens and why, to the extent that I was beginning to see what other people called fate in the unfolding of events, as though living were merely an act of reading to find out what happens next. That idea – of one’s own life as something that had already been dictated – was strangely seductive, until you realised that it reduced other people to the moral status of characters and camouflaged their capacity to destroy.” S. 153 Das Buch hat mich zutiefst berührt. Cusks philosophischen Betrachtungen bringen einen dazu über das eigene Leben nachzudenken. Wie es verlaufen ist, welche Umbrüche man hatte und was einen geprägt hat. Immer wieder finden wir das Motiv der Kindheit und dessen Einfluss auf die Gegenwart wieder. Wie das Verhältnis zur eigenen Familie ist und zu einem selbst. Es geht um die Veränderung und wie man damit umgeht und was man daraus macht. “The sad fact, she said, is that in this era of science and unbelief we have lost the sense of our own significance. We have become cruel, to ourselves and others, because we believe that ultimately we have no value.” S. 5
Beschreibung
„Eine Übergangsphase“ prophezeit ihr eine astrologische Spam-Mail. Und tatsächlich verändert sich für die Schriftstellerin Faye gerade vieles: Nach einer kräftezehrenden Scheidung ist sie mit ihren beiden Söhnen zurück nach London gezogen und hat bei der Suche nach einer Wohnung einem Gefühl nachgegeben, das augenblicklich verschwand. Anders als die heruntergekommene Haushälfte, die sie jetzt ihr Eigen nennt. Sie lebt auf einer Baustelle, täglich ereignet sich eine kleine Katastrophe, während sie sich einem Ort anzunähern versucht, den sie schon einmal Heimat nannte. Sie trifft Freunde von früher und knüpft neue Bekanntschaften, sie erfährt von den Schicksalen und Krisen der anderen, spricht über Wahlfreiheiten und Notwendigkeiten und gelangt nach und nach zu einer weitreichenden Erkenntnis, die alles auf den Kopf stellt.
Wie können wir uns darin einrichten, wenn wir dem eigenen Leben zugleich entfliehen wollen? Mit Scharfsinn und Witz erzählt Transit von vertrackten Sehnsüchten, entscheidenden Momenten und dem Rätsel persönlicher Veränderung.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Rachel Cusk, 1967 in Kanada geboren, hat die international gefeierte Outline-Trilogie, die Memoirs Lebenswerk und Danach sowie zahlreiche weitere Romane und Sachbücher geschrieben. Der andere Ort, ihr zuletzt erschienener Roman, stand auf der Longlist des Booker Prize. Sie ist Guggenheim-Stipendiatin und lebt in Paris.
Beiträge
Wunderbar
In "Transit", dem zweiten Band der "Outline"-Reihe, begleiten wir erneut die Protagonistin Faye, deren Name übrigens nur einmal im Buch erwähnt wird. Wie der Titel bereits verrät, befindet sich ihr Leben im Umbruch, nachdem ihre Familie auseinandergebrochen ist. Gemeinsam mit ihren Söhnen zieht sie zurück nach London, wo sie eine Wohnung kauft und renovieren lässt. Wir begleiten sie durch ihren Alltag, wobei Rachel Cusk den Fokus auf zwischenmenschliche Begegnungen legt. Cusk präsentiert uns einzelne Begegnungen von Faye wie unter einer Lupe. Jedes Kapitel zeigt eine andere Interaktion mit verschiedenen Menschen. Beim Lesen hat man das Gefühl, selbst Teil der Gespräche zu sein. Im Hintergrund entwickelt sich Fayes eigene Geschichte weiter. So tauchen wir ein in eine Welt voller Beobachtungen und tiefgründiger Gespräche über soziale Normen und zwischenmenschliche Beziehungen. Thematisch behandelt Cusk viele Aspekte des menschlichen Daseins. Faye spricht beispielsweise mit den Handwerkern, die ihre Wohnung renovieren. Es sind Migranten, die von ihren Chancen auf einen Neuanfang erzählen, aber auch von den Herausforderungen des Ankommens und dem Schmerz, geliebte Menschen zurückzulassen. Es geht auch um das Schicksal und die Frage, inwieweit wir tatsächlich den Verlauf unseres Lebens selbst bestimmen können. “I said that my current feelings of powerlessness had changed the way I looked at what happens and why, to the extent that I was beginning to see what other people called fate in the unfolding of events, as though living were merely an act of reading to find out what happens next. That idea – of one’s own life as something that had already been dictated – was strangely seductive, until you realised that it reduced other people to the moral status of characters and camouflaged their capacity to destroy.” S. 153 Das Buch hat mich zutiefst berührt. Cusks philosophischen Betrachtungen bringen einen dazu über das eigene Leben nachzudenken. Wie es verlaufen ist, welche Umbrüche man hatte und was einen geprägt hat. Immer wieder finden wir das Motiv der Kindheit und dessen Einfluss auf die Gegenwart wieder. Wie das Verhältnis zur eigenen Familie ist und zu einem selbst. Es geht um die Veränderung und wie man damit umgeht und was man daraus macht. “The sad fact, she said, is that in this era of science and unbelief we have lost the sense of our own significance. We have become cruel, to ourselves and others, because we believe that ultimately we have no value.” S. 5




