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"Too Good to Be True" Vielleicht erinnert ihr euch noch an den riesigen Hype um die "Woodland Academy"-Reihe von Marcella Fracchiolla auf Bookstagram. Die Bücher waren damals wirklich überall und ich habe so viel Gutes darüber gehört, dass ich sie einfach haben musste. Allerdings kam ich erst jetzt dazu, sie zu lesen und besagter Hype wurde mir dabei leider zum Verhängnis. Ich habe viel erwartet, mehr als ich hier letztlich bekommen habe. Der Klappentext bewirbt dieses Buch als "bewegend, sozialkritisch und herzerfrischend anders" und leider kann ich das nach dem Lesen nicht bestätigen. Wir haben es hier mit einer typischen Storyline, dem allseits bekannten Internatssetting, stereotypen Charakteren und anderen Klischees zu tun, was per se natürlich nichts Schlechtes sein muss, in diesem Fall aber leider auch nicht mit einer überzeugenden Inszenierung glänzen kann. Man hat das alles in ähnlicher Form schon mal gelesen, vielleicht sogar mehrfach, und meiner persönlichen Einschätzung nach leider auch besser. Die Autorin spricht hier zwar ernste und sensible Themen an, geht dabei aber nicht weiter ins Detail, sondern kratzt stattdessen nur an der Oberfläche. Ich hätte mir hierbei jedoch mehr Tiefe und Substanz gewünscht, mehr Authentizität und Greifbarkeit. Ausführungen, welche diesen Themen gerecht werden und ihr (emotionales) Potenzial ausschöpfen. "Arm und Reich" ist eines von vielen etablierten Tropes im Bereich der YA/ NA Romances und unabhängig davon, ob man dieses Trope gerne liest, reicht sein bloßes Aufgreifen mir persönlich nicht, um ein Buch als "sozialkritisch" zu deklarieren - Und damit meine ich nicht, dass jede YA/ NA Romance sozialkritisch sein muss, aber wenn sie als solche beworben wird, sollte sie dem auch gerecht werden und das Potenzial dazu brachte die Storyline definitiv mit, es wurde nur nicht genutzt. Zudem frage ich mich immer noch, was an diesem Buch so "herzerfrischend anders" sein soll, denn es folgt wie gesagt einem gängigen Muster und bringt kaum neue Ideen oder Überraschungen mit sich. In diesem Genre wird das Rad nur selten neu erfunden und das ist auch völlig okay, aber dann sollte es eben auch nicht als innovativ vermarktet werden. Die Geschichte ist vorhersehbar, konstruiert und nur wenig natürlich. Alles wirkte auf mich so inszeniert und unecht. Es gab keine wahrhaftigen Spannungen, weder innerhalb der Handlung noch zwischen den Charakteren. Die Charakterbeziehungen waren für mich nicht greifbar, sondern wirkten auf mich vielmehr ebenso oberflächlich und eindimensional wie die einzelnen Figuren selbst. Sie haben nicht gelebt und ich hatte beim Lesen nicht das Gefühl, sie durchdrungen zu haben oder sie auch überhaupt nur durchdringen zu können. Die Geschichte wird vorwiegend aus der Sicht von Allie und Ethan erzählt, was eigentlich eine gute Innensicht ermöglichen müsste, aber ich habe mich den Charakteren trotzdem nicht annähernd so nahe gefühlt wie ich es mir gewünscht hätte. Ich konnte keine richtige, echte Verbindung zu ihnen aufbauen und habe dementsprechend auch nur eingeschränkt mit ihnen mitfühlen können, was unter anderem an dem eher plumpen Schreibstil der Autorin lag. Vielleicht ist es für diese Altersgruppe authentisch sich so zu artikulieren und zu denken, aber mir war dieses Buch dadurch zu umgangssprachlich und stellenweise auch vulgär - Gerade Ethan's Kapitel waren für mich wirklich eine Zumutung und mehr als unangenehm zu lesen. Sprachlich sowie inhaltlich war mir dieses Buch insgesamt schlicht und ergreifend zu oberflächlich. Die Worte haben nicht gelebt und keine Emotionen transportiert oder zumindest sind beim Lesen keine bei mir angekommen. Gefühle wurden teilweise zwar ausgeschrieben, aber sie haben nichts in mir ausgelöst. Weder die Liebesbeziehung noch die persönlichen Geschichten der Charaktere haben mich so erreichen und "bewegen" können wie ich es mir gewünscht hätte. Die Charakterentwicklungen kamen mir ebenfalls zu schnell und plötzlich daher, wodurch ich sie den einzelnen Figuren einfach nicht abnehmen konnte. Ihr individuelles Wachstum war für mich nicht nachvollziehbar und glaubwürdig. Alles in allem wurde mir diese Geschichte viel zu kurz und knapp abgehandelt, wodurch überhaupt kein Raum für Tiefe und intensive Gefühle geblieben ist. Mein Hauptproblem war aber wohl die Vermarktung des Buches, welche bei mir eine völlig falsche und utopisch hohe Erwartungshaltung generiert hat, welche die Geschichte von Allie und Ethan leider nicht erfüllen konnte. Allerdings erkenne ich im grundlegenden Konzept dieser Buchreihe durchaus Potenzial und erhoffe mir deswegen von den Folgebänden eine deutliche Steigerung. 2,5/ 5 Sterne ⭐️

8. Aug. 2024
"Too Good to Be True" Vielleicht erinnert ihr euch noch an den riesigen Hype um die "Woodland Academy"-Reihe von Marcella Fracchiolla auf Bookstagram. Die Bücher waren damals wirklich überall und ich habe so viel Gutes darüber gehört, dass ich sie einfach haben musste. Allerdings kam ich erst jetzt dazu, sie zu lesen und besagter Hype wurde mir dabei leider zum Verhängnis. Ich habe viel erwartet, mehr als ich hier letztlich bekommen habe. Der Klappentext bewirbt dieses Buch als "bewegend, sozialkritisch und herzerfrischend anders" und leider kann ich das nach dem Lesen nicht bestätigen. Wir haben es hier mit einer typischen Storyline, dem allseits bekannten Internatssetting, stereotypen Charakteren und anderen Klischees zu tun, was per se natürlich nichts Schlechtes sein muss, in diesem Fall aber leider auch nicht mit einer überzeugenden Inszenierung glänzen kann. Man hat das alles in ähnlicher Form schon mal gelesen, vielleicht sogar mehrfach, und meiner persönlichen Einschätzung nach leider auch besser. Die Autorin spricht hier zwar ernste und sensible Themen an, geht dabei aber nicht weiter ins Detail, sondern kratzt stattdessen nur an der Oberfläche. Ich hätte mir hierbei jedoch mehr Tiefe und Substanz gewünscht, mehr Authentizität und Greifbarkeit. Ausführungen, welche diesen Themen gerecht werden und ihr (emotionales) Potenzial ausschöpfen. "Arm und Reich" ist eines von vielen etablierten Tropes im Bereich der YA/ NA Romances und unabhängig davon, ob man dieses Trope gerne liest, reicht sein bloßes Aufgreifen mir persönlich nicht, um ein Buch als "sozialkritisch" zu deklarieren - Und damit meine ich nicht, dass jede YA/ NA Romance sozialkritisch sein muss, aber wenn sie als solche beworben wird, sollte sie dem auch gerecht werden und das Potenzial dazu brachte die Storyline definitiv mit, es wurde nur nicht genutzt. Zudem frage ich mich immer noch, was an diesem Buch so "herzerfrischend anders" sein soll, denn es folgt wie gesagt einem gängigen Muster und bringt kaum neue Ideen oder Überraschungen mit sich. In diesem Genre wird das Rad nur selten neu erfunden und das ist auch völlig okay, aber dann sollte es eben auch nicht als innovativ vermarktet werden. Die Geschichte ist vorhersehbar, konstruiert und nur wenig natürlich. Alles wirkte auf mich so inszeniert und unecht. Es gab keine wahrhaftigen Spannungen, weder innerhalb der Handlung noch zwischen den Charakteren. Die Charakterbeziehungen waren für mich nicht greifbar, sondern wirkten auf mich vielmehr ebenso oberflächlich und eindimensional wie die einzelnen Figuren selbst. Sie haben nicht gelebt und ich hatte beim Lesen nicht das Gefühl, sie durchdrungen zu haben oder sie auch überhaupt nur durchdringen zu können. Die Geschichte wird vorwiegend aus der Sicht von Allie und Ethan erzählt, was eigentlich eine gute Innensicht ermöglichen müsste, aber ich habe mich den Charakteren trotzdem nicht annähernd so nahe gefühlt wie ich es mir gewünscht hätte. Ich konnte keine richtige, echte Verbindung zu ihnen aufbauen und habe dementsprechend auch nur eingeschränkt mit ihnen mitfühlen können, was unter anderem an dem eher plumpen Schreibstil der Autorin lag. Vielleicht ist es für diese Altersgruppe authentisch sich so zu artikulieren und zu denken, aber mir war dieses Buch dadurch zu umgangssprachlich und stellenweise auch vulgär - Gerade Ethan's Kapitel waren für mich wirklich eine Zumutung und mehr als unangenehm zu lesen. Sprachlich sowie inhaltlich war mir dieses Buch insgesamt schlicht und ergreifend zu oberflächlich. Die Worte haben nicht gelebt und keine Emotionen transportiert oder zumindest sind beim Lesen keine bei mir angekommen. Gefühle wurden teilweise zwar ausgeschrieben, aber sie haben nichts in mir ausgelöst. Weder die Liebesbeziehung noch die persönlichen Geschichten der Charaktere haben mich so erreichen und "bewegen" können wie ich es mir gewünscht hätte. Die Charakterentwicklungen kamen mir ebenfalls zu schnell und plötzlich daher, wodurch ich sie den einzelnen Figuren einfach nicht abnehmen konnte. Ihr individuelles Wachstum war für mich nicht nachvollziehbar und glaubwürdig. Alles in allem wurde mir diese Geschichte viel zu kurz und knapp abgehandelt, wodurch überhaupt kein Raum für Tiefe und intensive Gefühle geblieben ist. Mein Hauptproblem war aber wohl die Vermarktung des Buches, welche bei mir eine völlig falsche und utopisch hohe Erwartungshaltung generiert hat, welche die Geschichte von Allie und Ethan leider nicht erfüllen konnte. Allerdings erkenne ich im grundlegenden Konzept dieser Buchreihe durchaus Potenzial und erhoffe mir deswegen von den Folgebänden eine deutliche Steigerung. 2,5/ 5 Sterne ⭐️
8. Aug. 2024







