Tod einer Andentaube

Tod einer Andentaube

Buch
3.73
OpferungMordCabanacondeAlpaka

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Beschreibung

Cabanaconde in Peru, Ende des 13. Jahrhunderts – Sumaq Urpi, Tochter des Dorfoberhauptes und wegen ihrer Schönheit ehrfurchtsvoll 'Taube mit den schwarzen Augen' genannt, wird ermordet aufgefunden. Dabei sollte sie nach dem Willen ihres Vaters bald als Gabe für die Götter geopfert werden. Die Einwohner des Dorfes machen schnell einen Verdächtigen für die Tat aus: den Inka-Gesandten Mosoq, der die schöne Taube unbedingt als Braut zu seinem Inkaherrscher hatte heimführen wollen. Der mürrische Priester Amaru wird damit beauftragt, Beweise für Mosoqs Schuld aufzuspüren.Immer begleitet von seinem Alpaka macht er sich auf die beschwerliche Suche nach der Wahrheit und stößt schnell auf zahlreiche Ungereimtheiten.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Krimis
Sub-Genre
Klassisch
Format
Buch
Seitenzahl
64
Preis
5.10 €

Beiträge

1
Alle
5

Whodunit im mittelalterlichen Peru Sabrina Železnýs Novelle „Tod einer Andentaube“ ist ein kompakter Kriminalfall im mittelalterlichen Peru mit einem Inspektor wider Willen. Amaru ist Priester in einem Dorf im Colca-Tal. Als solcher ist es seine Aufgabe, ein Mädchen aus dem Dorf den Göttern zu opfern, um gute Ernten und Glück für ein Volk zu sichern. Doch das Mädchen wird am Morgen tot aufgefunden … ermordet. Es erscheint naheliegend, dem Boten des Inkaherrschers die Schuld zuzuschieben, doch Amaru will die Wahrheit finden – und auf einmal gibt es erstaunlich viele Verdächtige. Sabrina Železný beweist mit „Tod einer Andentaube“ eindrucksvoll, wie sich eine spannende Geschichte auf wenigen Seiten erzählen lässt. Gerade einmal sechzig Seiten zählt die Novelle, doch sie nimmt einen mit auf eine interessante und wendungsreiche Kriminalgeschichte, die clever konstruiert ist und mit einer überraschenden Menge an Tätern, Motiven und Verwicklungen aufwarten kann. Im Prinzip all das, was man an einem guten Whodunit-Krimi mag, nur in komprimierter Form für etwas mehr als eine Stunde Miträtselspaß. Neben erfährt man, wie in fast allen Erzählungen der Autorin, eine Menge über Peru, in diesem Fall über das Colca-Tal und das mittelalterliche Leben der dortigen Bevölkerung, bevor die Spanier sich aufmachten, den Kontinent zu kolonialisieren. Und ebenso wie in den anderen Werken Železnýs, besticht auch „Tod einer Andentaube“ durch eine leichte, träumerische Sprache, die immer passende und zauberhafte Bilder weckt. Dafür gibt es für dieses Kleinod zurecht eine 10/10.

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