The Sign of Four
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Beschreibung
Buchinformationen
Beiträge
In diesem Buch tritt die junge Frau Mary Morstan an Sherlock Holmes heran, der sich gerade aus Langeweile wahlweise Kokain- oder Opiumspritzen in den Arm jagt. Nach dem Verschwinden ihres Vaters und dem Tod dessen besten Freundes einige Jahre später erhält sie mysteriöse Post. Und schon macht sich Sherlock daran, dieses Geheimnis mit seiner ganz eigenen Genialität zu lösen. Watson ist hier schon mal aktiver als noch im letzten Band, immerhin darf er Sherlock jetzt auch mal begleiten und trägt etwas zur Handlung bei. Generell steht der Unterhaltungswert deutlich im Fokus. Und obwohl ich sonst keine Krimis lese, ist es ganz unterhaltsam zu verfolgen, wie Sherlock auf seine überhebliche, amüsante Art die Verbrechen löst, die unlösbar erscheinen - vorhersehbar war es für mich jedenfalls nicht. Dabei ist das Buch aufgrund seiner Kürze auch recht kurzweilig. Was mir ebenfalls sehr gefallen hat, wie eigentlich auch schon beim ersten Teil, ist, dass man das Handeln des Antagonisten nachvollziehen kann, ja, fast schon mit ihm fühlt. Arthur Conan Doyle gelingt es, eine Hintergrundstory zu schaffen, die das Handeln definitiv erklärt. Was ich aber als ziemlich unerträglich empfand, war der stets präsente Rassismus in diesem Buch, das einen Bezug zum kolonialistischen Indien hat, wo der Vater von Mary Morstan gedient hat. Nicht-Europäer*innen werden abertend als "Wilde" betitelt, Angehörige einer indigenen Gemeinschaft wie eine Vogelrasse im Lexikon nachgeschlagen. Das alles begleitet von höchst abwertenden Zuschreibungen wie barbarisch, minderbemittelt, animalisch, unkontrolliert, kanibalisch. Selbstredend spiegelt sich darin der Geist der Zeit wieder, der der Autor entstammt, aber damit ist das Buch nicht weniger von rassistischen und kolonialistischen Ansichten geprägt, was es nicht einfach macht, manche Stellen zu lesen. Sexistisch ist Sherlock übrigens auch noch - generell werden Frauen als zutiefst empfindliche Wesen dargestellt, denen man bloß die blutigen Details ersparen soll, sonst könnte das auf das zarte Gemüt schlagen. Und trauen sollte man Frauen auch bloß nicht! Fazit: Unterhaltsames Leseereignis mit einem nachvollziehbaren Motiv, das lediglich durch historisch bedingte kolonial-rassistische und sexistische Ansichten getrübt wird.
To be honest, I feel kind of guilty to have enjoyed "The Sign of Four". During the first half of it, the novel was not nearly as good as "A Study in Scarlet", but then everything twisted and turned and tampered and I was basically so hooked I couldn't take this story down. One advantage of Arthur Conan Doyle's writing in this novel has certainly been his decision not to include a random plot switch like he did in "A Study in Scarlet". The mystery's solution was actually told through John Watson's perspective rather than within a long-winded narrative about the murderer. Thus, the reader is able to follow Watson and Sherlock through the entirety of this novel, and yet ... the beginning was boring as hell. I know, I know. We had a murder. We had a treasure. We had Mary. We had John. We had Sherlock. But ... whew. To explain my feelings about this book more precisely: The first half included a lot of different interesting aspects, e.g. Sherlock's explicit use of cocaine as well as his ways to explain why he takes it, and the introduction of Mary Morstan. But I couldn't get rid of the feeling to be alienated from Watson, as though it wasn't really possible to get inside his head and take a look not only at the murder case, but also at the interesting characters surrounding this case, namely Sherlock, John himself and Mary. I think I like Mary's TV version with the brilliant Amanda Abbington more, because Arthur Conan Doyle kept her character on a rather one-dimensional level. In addition, the fast-building romance between John and Mary was weird to witness as a reader, because John's behaviour seemed quite irrational and rash, even for him. On the other side, Arthur Conan Doyle was able to write some breathtaking scenes, including a pursuit and an interesting perspective on the Indian Rebellion - but the plot was mostly foreseeable from the beginning of the second half on, so the story was never able to really surprise me. In conclusion, it was a good novel and offered an enjoyable read, but no excellent one.
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In diesem Buch tritt die junge Frau Mary Morstan an Sherlock Holmes heran, der sich gerade aus Langeweile wahlweise Kokain- oder Opiumspritzen in den Arm jagt. Nach dem Verschwinden ihres Vaters und dem Tod dessen besten Freundes einige Jahre später erhält sie mysteriöse Post. Und schon macht sich Sherlock daran, dieses Geheimnis mit seiner ganz eigenen Genialität zu lösen. Watson ist hier schon mal aktiver als noch im letzten Band, immerhin darf er Sherlock jetzt auch mal begleiten und trägt etwas zur Handlung bei. Generell steht der Unterhaltungswert deutlich im Fokus. Und obwohl ich sonst keine Krimis lese, ist es ganz unterhaltsam zu verfolgen, wie Sherlock auf seine überhebliche, amüsante Art die Verbrechen löst, die unlösbar erscheinen - vorhersehbar war es für mich jedenfalls nicht. Dabei ist das Buch aufgrund seiner Kürze auch recht kurzweilig. Was mir ebenfalls sehr gefallen hat, wie eigentlich auch schon beim ersten Teil, ist, dass man das Handeln des Antagonisten nachvollziehen kann, ja, fast schon mit ihm fühlt. Arthur Conan Doyle gelingt es, eine Hintergrundstory zu schaffen, die das Handeln definitiv erklärt. Was ich aber als ziemlich unerträglich empfand, war der stets präsente Rassismus in diesem Buch, das einen Bezug zum kolonialistischen Indien hat, wo der Vater von Mary Morstan gedient hat. Nicht-Europäer*innen werden abertend als "Wilde" betitelt, Angehörige einer indigenen Gemeinschaft wie eine Vogelrasse im Lexikon nachgeschlagen. Das alles begleitet von höchst abwertenden Zuschreibungen wie barbarisch, minderbemittelt, animalisch, unkontrolliert, kanibalisch. Selbstredend spiegelt sich darin der Geist der Zeit wieder, der der Autor entstammt, aber damit ist das Buch nicht weniger von rassistischen und kolonialistischen Ansichten geprägt, was es nicht einfach macht, manche Stellen zu lesen. Sexistisch ist Sherlock übrigens auch noch - generell werden Frauen als zutiefst empfindliche Wesen dargestellt, denen man bloß die blutigen Details ersparen soll, sonst könnte das auf das zarte Gemüt schlagen. Und trauen sollte man Frauen auch bloß nicht! Fazit: Unterhaltsames Leseereignis mit einem nachvollziehbaren Motiv, das lediglich durch historisch bedingte kolonial-rassistische und sexistische Ansichten getrübt wird.
To be honest, I feel kind of guilty to have enjoyed "The Sign of Four". During the first half of it, the novel was not nearly as good as "A Study in Scarlet", but then everything twisted and turned and tampered and I was basically so hooked I couldn't take this story down. One advantage of Arthur Conan Doyle's writing in this novel has certainly been his decision not to include a random plot switch like he did in "A Study in Scarlet". The mystery's solution was actually told through John Watson's perspective rather than within a long-winded narrative about the murderer. Thus, the reader is able to follow Watson and Sherlock through the entirety of this novel, and yet ... the beginning was boring as hell. I know, I know. We had a murder. We had a treasure. We had Mary. We had John. We had Sherlock. But ... whew. To explain my feelings about this book more precisely: The first half included a lot of different interesting aspects, e.g. Sherlock's explicit use of cocaine as well as his ways to explain why he takes it, and the introduction of Mary Morstan. But I couldn't get rid of the feeling to be alienated from Watson, as though it wasn't really possible to get inside his head and take a look not only at the murder case, but also at the interesting characters surrounding this case, namely Sherlock, John himself and Mary. I think I like Mary's TV version with the brilliant Amanda Abbington more, because Arthur Conan Doyle kept her character on a rather one-dimensional level. In addition, the fast-building romance between John and Mary was weird to witness as a reader, because John's behaviour seemed quite irrational and rash, even for him. On the other side, Arthur Conan Doyle was able to write some breathtaking scenes, including a pursuit and an interesting perspective on the Indian Rebellion - but the plot was mostly foreseeable from the beginning of the second half on, so the story was never able to really surprise me. In conclusion, it was a good novel and offered an enjoyable read, but no excellent one.








