Tagebuch eines alten Narren
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Beschreibung
Utsugi Tokusuke blickt auf ein ausgefülltes Leben zurück – Wohlstand, eine fürsorgliche Familie, vielfältiger Kunstgenuss. Doch als sein Körper ihn im Stich lässt, reiten ihn mehr und mehr seine sexuellen Obsessionen. Bestechend modern inszeniert Tanizaki Jun'ichirō die radikale Beichte eines «perversen» alten Mannes.
Angestachelt von seiner Schwiegertochter, verfällt Tokusuke nochmals lustvollen Neigungen. Je dreister sich Satsuko geriert, desto größer das Vergnügen des großbürgerlichen Patriarchen. Soll sich die restliche Familie ruhig empören: Mit sündhaft teuren Geschenken erkauft sich der Alte die libidinösen Gunstbeweise der ehemaligen Revuetänzerin. Als er Satsuko auch noch auf seinem Grabstein verewigen will, scheint die Situation zu kippen. Ist die junge Frau wirklich das egoistische und zugleich honigsüße Biest, das der greise Tokusuke in seinem Tagebuch beschreibt?
Wie in seinen Essays begibt sich Tanizaki in diesem Roman auf die Suche nach absoluter Schönheit, doch endet sie hier in abgründiger Sinnlichkeit. Diesen dunklen Sog formt der Autor zu einem schnellen, mitreißenden Lesevergnügen.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Tanizaki Jun'ichirō (1886–1965) wurde als Spross einer Kaufmannsfamilie in Tokio geboren. In der westlichen Welt vor allem für seine bedeutenden Essays wie «Lob des Schattens» bekannt, schaffte er in seiner Heimat schon 1910 mit seinen ersten Erzählungen den Durchbruch. Es folgten zahlreiche Romane und Dramen, die ihn zu einem der wichtigsten japanischen Autoren der Moderne machten.
Beiträge
Wenn das Alter einen Greis weder seine Lust, noch sein Begehren vergessen lässt, das plötzlich nicht nur bei Frauen im Allgemeinen auftritt, sondern auch bei seiner sinnlichen Schwiegertochter. Sehr offen setzt sich die Hauptfigur in ihrem Tagebuch mit Impotenz, körperlichen Verfall und einer immerwährenden Leidenschaft auseinander. Der Grund zum Schreiben? Um nicht zu vergessen und sich noch menschlich zu fühlen. Teils wirkt das Tagebuch wenig fiktiv, besonders wenn detailliert von japanischer Kultur (Essen, Theater, Geschichte) erzählt wird. Da hilft in der neuen Ausgabe des Manesse-Verlags ein umfangreiches Glossar. Hat mir als unwissendem Leser vieles erleichtert. In den 60er-Jahren ein absoluter Tabubruch in Japan, zu heutigen Zeiten womöglich wenig schockierend.
Beschreibung
Utsugi Tokusuke blickt auf ein ausgefülltes Leben zurück – Wohlstand, eine fürsorgliche Familie, vielfältiger Kunstgenuss. Doch als sein Körper ihn im Stich lässt, reiten ihn mehr und mehr seine sexuellen Obsessionen. Bestechend modern inszeniert Tanizaki Jun'ichirō die radikale Beichte eines «perversen» alten Mannes.
Angestachelt von seiner Schwiegertochter, verfällt Tokusuke nochmals lustvollen Neigungen. Je dreister sich Satsuko geriert, desto größer das Vergnügen des großbürgerlichen Patriarchen. Soll sich die restliche Familie ruhig empören: Mit sündhaft teuren Geschenken erkauft sich der Alte die libidinösen Gunstbeweise der ehemaligen Revuetänzerin. Als er Satsuko auch noch auf seinem Grabstein verewigen will, scheint die Situation zu kippen. Ist die junge Frau wirklich das egoistische und zugleich honigsüße Biest, das der greise Tokusuke in seinem Tagebuch beschreibt?
Wie in seinen Essays begibt sich Tanizaki in diesem Roman auf die Suche nach absoluter Schönheit, doch endet sie hier in abgründiger Sinnlichkeit. Diesen dunklen Sog formt der Autor zu einem schnellen, mitreißenden Lesevergnügen.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Tanizaki Jun'ichirō (1886–1965) wurde als Spross einer Kaufmannsfamilie in Tokio geboren. In der westlichen Welt vor allem für seine bedeutenden Essays wie «Lob des Schattens» bekannt, schaffte er in seiner Heimat schon 1910 mit seinen ersten Erzählungen den Durchbruch. Es folgten zahlreiche Romane und Dramen, die ihn zu einem der wichtigsten japanischen Autoren der Moderne machten.
Beiträge
Wenn das Alter einen Greis weder seine Lust, noch sein Begehren vergessen lässt, das plötzlich nicht nur bei Frauen im Allgemeinen auftritt, sondern auch bei seiner sinnlichen Schwiegertochter. Sehr offen setzt sich die Hauptfigur in ihrem Tagebuch mit Impotenz, körperlichen Verfall und einer immerwährenden Leidenschaft auseinander. Der Grund zum Schreiben? Um nicht zu vergessen und sich noch menschlich zu fühlen. Teils wirkt das Tagebuch wenig fiktiv, besonders wenn detailliert von japanischer Kultur (Essen, Theater, Geschichte) erzählt wird. Da hilft in der neuen Ausgabe des Manesse-Verlags ein umfangreiches Glossar. Hat mir als unwissendem Leser vieles erleichtert. In den 60er-Jahren ein absoluter Tabubruch in Japan, zu heutigen Zeiten womöglich wenig schockierend.




