Sumerland 2
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Beschreibung
Buchinformationen
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Band 2 ließ sich flüssiger lesen als Band 1 und man konnte den roten Faden erkennen, der im ersten Band teilweise gefehlt hatte. Jedoch war die Auflösung des Ganzen nicht zufrieden stellend, wodurch einige Fragen unbeantwortet oder nicht ausreichend geklärt wurden. (Das Buch wurde mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt.)
Das Buch beleuchtet vier verschiedene Perspektiven. Aus der einer unbekannte Erzählerin, die in der Realität lebt und über ihren Alltag und ihren Job berichtet. Außerdem wird sie nach einem Ereignis aus ihrer Vergangenheit von Schuldgefühlen geplagt. Sie kann in eine Art Parallelwelt blicken und dort die Ereignisse im sogenannten Sumerland beobachten. Ihre Nichte Susanne behauptet Sumerland erfunden zu haben, weil sie die Spielzeughersteller boykottieren wollte, in dem sie eine Beschäftigung für Kinder ganz ohne Gegenstände erschafft. Ihr Spiel sei jedoch außer Kontrolle geraten und hätte auf die ganze Welt übergegriffen. Prinzessin Serisada herrscht über das Sumerland, welches sich mit den Einwohnern des babylonischen Stadtkegels von Waylhaghiri im Krieg befindet. Serisada begibt sich als Spionin in den Turm, um dort eine Revolution zu entfachen. Dessen Herrscher Zazamael ist auf der Suche nach dem “Wilden Wein”, der seine Stadt retten soll. Außerdem sieht er in Serisada seine Seelenverwandte. Diese Charaktere sind unterschiedlicher wie sie nicht sein könnten. Allerdings wirkt vor allem die unbekannte Erzählerin in ihren Ausführungen sehr wirr und gleichzeitig langweilig. Serisada und Zazamaels Geschichte ist sehr interessant und auch spannungsgeladen. Im Buch wird Wirklichkeit und Fiktion bunt gemischt und man fragt sich oft, was jetzt tatsächlich real ist. Das ist stellenweise sehr verwirrend. Die Geschichte ist jedoch sehr phantasie- und facettenreich. Sie enthält auch einiges an Gesellschaftskritik, denn Waylhaghiri ist unserer Welt sehr ähnlich, doch wird diese maximal überspitzt dargestellt. Leider hatte ich auch hier große Schwierigkeiten beim Lesen. Mich hat das Buch einfach nicht gepackt. Die Idee der Story fand ich sehr gut, aber für mich hat es an der Umsetzung gehapert. Die ständigen Wiederholungen empfand besonders in diesem Band als störend und überflüssig. Die Story wird aus mehreren Perspektiven nahezu ähnlich berichtet. Daraus resultieren einige Längen, die das dran bleiben echt schwer machen. Nachdem ich mit dem ersten Band schon nicht warm geworden bin, kann mich auch die Fortsetzung nicht wirklich überzeugen.
Band 1 der Sumerland Reihe hat mich ja wirklich überrascht und wirklich gut unterhalten können. Natürlich war es für mich selbstverständlich das ich auch den zweiten Band lesen werde, was anderes geht gar nicht. Dieser zweite Band schließt fast nahtlos an die Ereignisse aus Band 1 an. Ich denke der Klappentext sagt auch hier alles aus was man wissen muss denn ihr seht ja selbst wie detailliert er ist, deshalb werde ich zum Inhalt nichts weiter sagen. Der Schreibstil des Autoren war auch hier wieder locker und sehr flüssig zu lesen. Er schreibt detailliert und bildgewaltig, nach weniger Seiten hatte er mich wieder gepackt und in den Bann der Story gezogen. In diesem zweiten Band geht die abenteuerliche Reise weiter in eine faszinierende und auch rätselhafte Welt voller Gefahren weiter. Auch hier fällt wieder die komplexe Fantasystory auf die mich wieder mitgerissen hat. Erzählt wird auch diese Story wieder aus verschiedenen Sichten. Es gibt mehrere Handlungsstränge die allesamt miteinander verknüpft sind. Das sorgte auch hier wieder für unglaubliche Spannung. Band 1 hat mir ja schon unglaublich gut gefallen doch auch Band 2 konnte mich völlig überzeugen. Was mir bei dieser Reihe besonders gut gefällt ist zum einen die komplex aufgebauten Welten und zum anderen natürlich die zahlreichen erfrischenden Ideen die ich so noch nicht gelesen habe. Sicherlich ist diese Reihe nicht jedermanns Sache, aber wenn man sich darauf einlässt wird man mit einer atemberaubenden Fantasystory belohnt. Daher auch hier mein Tipp, lest vorab die Leseprobe. Ich kann euch dieses Buch und diese Reihe nur ans Herz legen. Fazit: Mit "Sumerland 2 - Prinz Zazamael" ist dem Autoren ein grandioser zweiter Band seiner Reihe gelungen der mich wieder gepackt hat. Auch dieses Buch bekommt von mir 4 Sterne.
Wie durch ein Wunder hat Prinzessin Serisada die missglückte große Fusion überlebt. Doch jetzt lebt sie ganz unten in Waylhaghiri, bei den Nobodys. Trotzdem will sie immer noch eine Revolution entfachen und mittlerweile sogar Prinz Zazamael töten. Doch wird sie es schaffen sich den ganzen Weg nach oben zu kämpfen? Prinz Zazamael ist währenddessen am Boden, da seine große Liebe, seine Seelenpartnerin Serisada seines Wissens bei der großen Fusion umgekommen ist. Die Ich-Erzählerin hat sich selbstständig gemacht, doch obwohl sie erfolgreich ist, hat sie Hindernisse und wird erpresst. Obwohl sie erfolgreich ist verfolgt sie immer noch die Vergangenheit und sie lebt lieber in Waylhaghiri als in ihrer Welt. Susanne ist die neue Anführerin der Kinder, alle spielen ihr Spiel. Doch der schieläugige Anführer der großen Kinder mischt das Böse unter ihr Spiel. Wir sie es schaffen das Böse von ihrem Spiel zu trennen? Der zweite Teil der Sumerland-Reihe knüpft direkt an Teil 1 an. Ich habe auch sehr gut wieder in die Geschichte hinein gefunden. Der weitere Verlauf der Handlung hat mir jedoch nicht bei allen Charakteren wirklich gefallen. Bei der Geschichte der Ich-Erzählerin fand ich zumindest zu 2/3 des Buches enttäuschend. Was mit ihrer Firma passierte hat mich relativ wenig gepackt, wie ihr Problem ausgehen würde war mir eigentlich klar. Erst im letzten Drittel gibt es eine unerwartete Wendung, die mir ihre Geschichte dann doch noch wirklich interessant gemacht hat. Prinz Zazamael bleibt eigentlich wie in Band 1. Er ist immer noch einer meiner Lieblingscharaktere, weshalb ich es schade fand, dass er am wenigsten von allen Charakteren erwähnt wurde. Das Hauptaugenmerk lag in diesem Teil nämlich auf Serisada. Generell fand ich ihren Weg nach oben eigentlich schon ganz gut. Sie hat sich verändert, ist weiser geworden, aber auch skrupelloser. Ihr Verhalten während ihrer Revolution habe ich nicht immer verstanden und fand ich teilweise auch abschreckend. Susannes Geschichte hat sich am besten entwickelt. Sie verändert sich, sieht sich selbst nicht mehr als die Wichtigste und kämpft für ihre Ziele. Eigentlich habe ich sie jetzt im zweiten Teil doch ins Herz geschlossen. Generell zu Handlung kann ich sagen, dass es mir dieses Mal leichter fiel die verschiedenen Geschichten nebeneinander zu lesen. Auch kann ich sagen, dass mir die letzten 100 Seiten wirklich sehr gut gefallen haben. Es war spannend, es gab unerwartete Wendungen, die Charaktere veränderten sich am meisten. Diese 100 Seiten fand ich eigentlich sogar besser als den kompletten ersten Band. Das hat mich auch dazu gebracht dem Buch 4 Sterne zu geben. Eigentlich habe ich nämlich wieder ziemlich zwischen 3 und 4 Sterne geschwankt. Mir hat nämlich wie schon erwähnt die Geschichte einiger Charaktere und der Verlauf mancher Handlungen nicht wirklich gut gefallen. Zusammenfassend kann ich aber sagen, dass der 2.Teil dieser Reihe genauso gut ist, wie der Erste: Die Welt ist wirklich fantastisch und außergewöhnlich, das Buch ist dazu auch noch gesellschaftskritisch und die Figuren und Handlungen sind toll und besonders. Diese Reihe ist wirklich anders als andere Fantasy Reihen und verdient es gelesen zu werden!
Der zweite Band der Reihe beginnt genau dort, wo der erste Band endete. Und er war deutlich besser. Nachdem ich den ersten Band gelesen hatte, war ich an den Schreibstil des Autors gewohnt. Somit hatte ich beim zweiten Band nicht die Anlaufschwierigkeiten wie beim ersten. Vielmehr freute ich mich sogar auf den zweiten Band, da ich endlich erfahren würde, wie es weitergeht. Wie auch beim ersten Band erlebt man die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven. Man erfährt endlich einige Details, die im ersten Band ungeklärt blieben. Man wird schlauer, aus den Handlungen und erhält zusätzlich Hintergrundwissen, was für das Verstehen der Handlung doch immer wieder unabdingbar ist. Wie auch beim ersten Band ist der Anfang etwas zäh, jedoch hält sich dies diesmal deutlich in Grenzen. Die Geschichte nimmt viel schneller Fahrt auf und man kann es kaum erwarten, bis es zum Showdown kommt. Der Showdown ist dann auch fulminant und man möchte das Buch auf keinen Fall mehr weglegen. Ich hätte mir solche Stellen häufiger in beiden Büchern gewünscht. Das Ende war nicht unbedingt absehbar. Die Geschichte steuert zwar in eine Richtung, aber ich war dann doch überrascht, wie alles endete. Ingesamt gibt es für den zweiten Band 4 Sterne. Den Abzug gibt es für den teilweise doch sehr komplexen Schreibstil. Er ist super, ohne Frage. Jedoch hätte ich mir gewünscht, dass die Kinder (in der Perspektive aus Susannes Geschichte) mehr wie Kinder reden und nicht wie Erwachsene. Aber vielleicht soll dies genau so sein. Der zweite Band ist auf jeden Fall lesenswert und im Bereich Fantasy durchaus eine Empfehlung. Aber vorher sollte man - selbstverständlich - den ersten Band gelesen haben.
Auch im zweiten Teil steht der Inhalt auf dem Klappentext, also NICHT lesen. Ich gehe diesmal nicht auf den Inhalt ein, da man sowieso den ersten Teil gelesen haben muss bevor man diesen liest und dann weiß man ja bereits worum es geht. Ich fand die Fortsetzung schwächer als Teil 1 und hatte mir für das Ende der Geschichte eine befriedigende Verknüpfung der Geschehnisse aus dem Sumerland und dem Jetzt gewünscht. Das Buch ist eine große metaphorische Gesellschaftskritik, gerade in dieser Fortsetzung vergeht eigentlich keine Seite, auf der man keine Parallele zu unserer Gesellschaft ziehen kann. Der Autor "verbirgt" sie auch diesmal wieder mit bildhafter Sprache und der Leser hat am Ende viel nachzudenken. Aber vieles bleibt eben auch offen und obwohl das natürlich so gewollt ist hätte ich es mir anders gewünscht. Ebenso wird deutlich dass es keinen Ausweg gibt, weil die Geschichte am Ende des Buches quasi wieder von vorne beginnt. Wir befinden uns also in einer Spirale, die sich weiter dreht bis es nicht mehr geht um dann wieder von vorne zu beginnen. Keine besonders optimistische Aussicht, aber wahrscheinlich durchaus eine realistische. Dadurch, dass man als Leser ständig Parallelen zieht, ist das Lesevergnügen kleiner als bei einem Spaß-Roman und ich finde man muss sich auch diesmal wieder konzentrieren um am Ball bleiben zu können, aber das ist gleichzeitig auch positiv. Es handelt sich nun einmal nicht um einen Spaß-Roman, sondern eine intelligente Geschichte über die Sinnlosigkeit, für unsere Generation antreibt. Ich bereue es auf keinen Fall, diese Bücher gelesen zu haben und werde sie auch weiter empfehlen, glaube aber, dass sie sowohl gute wie auch schlechte Kritiken bekommen werden, da sie auf keinen Fall "everybody's cup of tea" sind.
ACHTUNG! Das hier ist Meine Meinung zum 2. Band, könnte also Spoiler für den ersten Band enthalten! Der zweite Band ist von der Machart, vom Aufbau wie die Geschichte erzählt wird genauso aufgebaut, wie auch der erste Band. Der Einstieg viel mir hier deshalb sehr leicht und ich war von Anfang an drin in der Geschichte. Auch inhaltlich knüpft der Autor hier direkt an den ersten Band an. Prinzessin Serisada ist verschwunden und man weiß nicht genau, was mit ihr geschehen ist. Auch begleiten wir nach wie vor die unbekannte Ich-Erzählerin, die wiederum die Geschichte von Susanne erzählt bekommt. Auch in diesem Band fragt man sich eine ganze Weile, wie die unterschiedlichen Geschichten zusammenhängen. Gut gefallen hat mir, wie Johannes Ulbricht es schafft immer wieder Parallelen zwischen diesen doch sehr verschiedenen Geschichten aufzuzeigen und ein Netzwerk von unterschiedlichen Geschichten aufzubauen. Insgesamt hat mir der zweite Band besser gefallen, als der erste. Im ersten Teil wurde mir zu wenig erklärt, weshalb ich relativ viele Probleme hatte der Handlung folgen zu können. In diesem Band werden einige Fragen aus dem ersten Band aufgeklärt und die ein oder andere Vermutung, die ich hatte hat sich nun auch bewahrheitet. Was mich auch in diesem Band noch etwas gestört hat, ist dass ich keine intensive Beziehung zu den Charakteren aufbauen konnte. Durch die Erzählweise ist man gefühlt sehr weit weg von den Personen. Das wird in diesem Band durch die spannendere Handlung und das Aufzeigen von Zusammenhängen besser, aber dennoch war man als Leser immer recht weit entfernt von den handelnden Personen. Insgesamt haben mir die beiden Bände aber gut gefallen. Es ist definitiv mal etwas völlig anderes mit einer wunderbaren Idee dahinter, was man sich durchaus mal anschauen sollte.
Die Rezension bezieht sich auf beide Bücher, weil ich froh bin, dass ich es geschafft habe, sie fertig zu lesen... Prinz Zazamael herrscht über die kegelförmige Stadt Waylhaghiri, die einzige Stadt seiner Welt. Sie umgibt das wilde und naturbelassene Sumerlands, an dessen Grenze seine Soldaten seit ewigen Zeiten im Krieg mit den Tierwesen. Auch in Waylhaghiri gibt es Unruhen. Alle Versuche, die „Große Fusion“ herbeizuführen, scheiterten. Für den Prinzen gibt es nur eine Lösung: Er muss sich auf die gefährliche Suche nach dem wilden Wein des Sumerlands begeben. Leider verläuft die Reise anders als erwartet. Die kindlich-naive Prinzessin Serisada herrscht über das Sumerland. Sie sorgt sich aufgrund der vielen Opfer der Kämpfe gegen die Soldaten des Prinzen. Um ihrerseits den Krieg zu beenden fasst sie den Beschluss nach Waylhaghiri zu reisen um im Inneren der Stadt eine Revolte anzuzetteln. Allein begibt sie sich auf die Reise in eine Stadt, die völlig anders ist als ihre Heimat. Die dort lauernden Verlockungen und Gefahren unterschätzt sie völlig. Die namenlose und nervende Ich-Erzählerin ist Eingeweihte einer Geheimgesellschaft. Sie vermag es nach Sumerland, die geheime Realität, zu blicken. Das Sumerland ist ihre Flucht aus dem öden Büroalltag der Marketingfirma, für die sie arbeitet. Sie verfolgt die Abenteuer der Herrscher und schaut sich so manche Technik ab: Das in Waylhaghiri praktizierte Zwecklügnertum zur Geschäftsmaximierung beschert ihr einen Karriereaufschwung. Sumerland handelt von zwei Welten, die einander beeinflussen. Die Ich-Erzählerin bezieht Informationen über das Prinzip des „maximierten Geschäftssinnes“ sowie Verhaltenstechniken aus Waylhaghiri, die auch in ihrer Welt Erfolg zu haben scheinen. Beruhen also beide Welten auf den gleichen Prinzipien? Andersherum scheinen die Eingeweihten die Geschehnisse im Sumerland nicht beeinflussen können. Die Frage ist also: Wie genau hängen die Welten zusammen? Unter dem Strich war mir die Detailliertheit, mit der die Unterschiede und Gemeinsamkeiten herausgestellt wurden, zu viel des Guten. Die Kontraste, die es nicht immer leicht machen, den Lesefluss aufrecht zu erhalten: Vision/Realität, Stadt/Natur, Fantasie/Vernunft, ermüdeten mich irgendwann. Die verschachtelte und zum Teil krude Story über zwei Realitäten, Perspektiven und zahlreiche Schauplätze, die ganz eigenen Gesetzen folgen, bremst die Unterhaltung beim lesen immer wieder aus. Passend zu den Büchern gibt es eine App, die ich mir aber erspart habe. Die Idee hinter den Büchern ist toll, aber noch nicht ausgereift. Zuviele unwichtige Infos, zuviele Erzählstränge, zuviel Input, der einem erschlägt.
Mit diesem Buch hatte ich ähnliche Probleme, wie mit seinem Vorgänger. Zwar war die Geschichte etwas geradliniger erzählt, dennoch konnte mich die Handlung nicht von sich überzeugen. Positiv hervorzuheben sind noch immer Worldbuilding und die intelligent eingewobene Gesellschaftskritik. Für meinen Geschmack wurde gerade Letztere allerdings derart häufig wiederholt, dass ich das Gefühl nicht los wurde, beim Lesen auf der Stelle zu treten. Auch viele andere Teile der Storyline wurden aus unterschiedlichen Erzählperspektiven wieder und wieder beleuchtet. Das gesamte Buch hätte demnach um mindestens 50 Seiten gekürzt werden können, die Kapitel der namenlosen Protagonistin, die nun wirklich alles andere als eine Sympathieträgerin ist, miteingeschlossen sogar 100. Sofern man gern gesellschaftskritische Romane liest, ist es die Sumerland-Dilogie dennoch wert, einen zweiten Blick darauf zu werfen. Fantasy-Leser sollten sich von der Genrebezeichnung allerdings nicht in die Irre führen lassen und vor dem Kauf eventuell eine Leseprobe lesen. Meinem Geschmack konnte es leider nicht entsprechen.
ACHTUNG! Auch hier gilt: Wer Band 1 nicht kennt und auch nicht gespoilert werden will, überspringt die Inhaltsangabe!* Cover: Der Stil des Covers gefällt mir sehr gut. Es gibt viel zu entdecken und die Art es als Zeichnung wirken zu lassen ist toll gewählt. Die Details rundes es schön ab und die Gestaltung des Umschlags ist ein optischer Pluspunkt. Erste Gedanken zum Buch: Es schließt nahtlos an Band 1 an, die Inhaltsangabe verrät für meinen Geschmack allerdings viel zu viel von der Handlung und nimmt so die Spannung komplett raus. Protagonisten: Vier Handlungsstränge die zum großen Ganzen zusammenführen sollen, was aber nicht so gut klappt, sondern mehr Verwirrung stiftet. Ein Charakter bzw. Protagonistin geht im Verlauf der Geschichte unter und tritt immer mehr in den Hintergrund. Ich hatte bei Prin Zazamael, Prinzessin Serisada, Susanne und der mysteriösen Erzählerin auf mehr gehofft, aber nur wenig bekommen. Sie blieben vage und nicht greifbar. Es ist schwer sie zu beschreiben, wenn man das Gefühl hat sie nicht genug zu kennen. Meine Meinung: Die Geschichte ist sehr komplex und an Ideenreichtum fehlt es dem Autoren offensichtlich nicht, was eine beeindruckende Welt neben der unseren aufbaut. Die allerdings mit der ein oder anderen Schwäche gespickt ist. Durch die sehr detaillierte und ausschweifende Inhaltsangabe hat es mir an Überraschungen und Spannung gefehlt. Durch die verwirrende Sprünge der Erzählstränge, an die ich mich auch in Band 2 nur schwer gewöhnen konnte, habe ich immer wieder Pausen einlegen müssen, um der Geschichte folgen zu können. So richtig in den Lesefluss bin ich nicht gekommen und tat mir schwer den Ereignissen zu folgen. Was für mich wieder positiv war, waren die Nebencharaktere die sich in kauzigen Gestalten und lustigen Momenten geäußert haben. Auch das es mehr Dialoge gab als im vorherigen Band, hat es alles in alles angenehmer gemacht.
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Band 2 ließ sich flüssiger lesen als Band 1 und man konnte den roten Faden erkennen, der im ersten Band teilweise gefehlt hatte. Jedoch war die Auflösung des Ganzen nicht zufrieden stellend, wodurch einige Fragen unbeantwortet oder nicht ausreichend geklärt wurden. (Das Buch wurde mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt.)
Das Buch beleuchtet vier verschiedene Perspektiven. Aus der einer unbekannte Erzählerin, die in der Realität lebt und über ihren Alltag und ihren Job berichtet. Außerdem wird sie nach einem Ereignis aus ihrer Vergangenheit von Schuldgefühlen geplagt. Sie kann in eine Art Parallelwelt blicken und dort die Ereignisse im sogenannten Sumerland beobachten. Ihre Nichte Susanne behauptet Sumerland erfunden zu haben, weil sie die Spielzeughersteller boykottieren wollte, in dem sie eine Beschäftigung für Kinder ganz ohne Gegenstände erschafft. Ihr Spiel sei jedoch außer Kontrolle geraten und hätte auf die ganze Welt übergegriffen. Prinzessin Serisada herrscht über das Sumerland, welches sich mit den Einwohnern des babylonischen Stadtkegels von Waylhaghiri im Krieg befindet. Serisada begibt sich als Spionin in den Turm, um dort eine Revolution zu entfachen. Dessen Herrscher Zazamael ist auf der Suche nach dem “Wilden Wein”, der seine Stadt retten soll. Außerdem sieht er in Serisada seine Seelenverwandte. Diese Charaktere sind unterschiedlicher wie sie nicht sein könnten. Allerdings wirkt vor allem die unbekannte Erzählerin in ihren Ausführungen sehr wirr und gleichzeitig langweilig. Serisada und Zazamaels Geschichte ist sehr interessant und auch spannungsgeladen. Im Buch wird Wirklichkeit und Fiktion bunt gemischt und man fragt sich oft, was jetzt tatsächlich real ist. Das ist stellenweise sehr verwirrend. Die Geschichte ist jedoch sehr phantasie- und facettenreich. Sie enthält auch einiges an Gesellschaftskritik, denn Waylhaghiri ist unserer Welt sehr ähnlich, doch wird diese maximal überspitzt dargestellt. Leider hatte ich auch hier große Schwierigkeiten beim Lesen. Mich hat das Buch einfach nicht gepackt. Die Idee der Story fand ich sehr gut, aber für mich hat es an der Umsetzung gehapert. Die ständigen Wiederholungen empfand besonders in diesem Band als störend und überflüssig. Die Story wird aus mehreren Perspektiven nahezu ähnlich berichtet. Daraus resultieren einige Längen, die das dran bleiben echt schwer machen. Nachdem ich mit dem ersten Band schon nicht warm geworden bin, kann mich auch die Fortsetzung nicht wirklich überzeugen.
Band 1 der Sumerland Reihe hat mich ja wirklich überrascht und wirklich gut unterhalten können. Natürlich war es für mich selbstverständlich das ich auch den zweiten Band lesen werde, was anderes geht gar nicht. Dieser zweite Band schließt fast nahtlos an die Ereignisse aus Band 1 an. Ich denke der Klappentext sagt auch hier alles aus was man wissen muss denn ihr seht ja selbst wie detailliert er ist, deshalb werde ich zum Inhalt nichts weiter sagen. Der Schreibstil des Autoren war auch hier wieder locker und sehr flüssig zu lesen. Er schreibt detailliert und bildgewaltig, nach weniger Seiten hatte er mich wieder gepackt und in den Bann der Story gezogen. In diesem zweiten Band geht die abenteuerliche Reise weiter in eine faszinierende und auch rätselhafte Welt voller Gefahren weiter. Auch hier fällt wieder die komplexe Fantasystory auf die mich wieder mitgerissen hat. Erzählt wird auch diese Story wieder aus verschiedenen Sichten. Es gibt mehrere Handlungsstränge die allesamt miteinander verknüpft sind. Das sorgte auch hier wieder für unglaubliche Spannung. Band 1 hat mir ja schon unglaublich gut gefallen doch auch Band 2 konnte mich völlig überzeugen. Was mir bei dieser Reihe besonders gut gefällt ist zum einen die komplex aufgebauten Welten und zum anderen natürlich die zahlreichen erfrischenden Ideen die ich so noch nicht gelesen habe. Sicherlich ist diese Reihe nicht jedermanns Sache, aber wenn man sich darauf einlässt wird man mit einer atemberaubenden Fantasystory belohnt. Daher auch hier mein Tipp, lest vorab die Leseprobe. Ich kann euch dieses Buch und diese Reihe nur ans Herz legen. Fazit: Mit "Sumerland 2 - Prinz Zazamael" ist dem Autoren ein grandioser zweiter Band seiner Reihe gelungen der mich wieder gepackt hat. Auch dieses Buch bekommt von mir 4 Sterne.
Wie durch ein Wunder hat Prinzessin Serisada die missglückte große Fusion überlebt. Doch jetzt lebt sie ganz unten in Waylhaghiri, bei den Nobodys. Trotzdem will sie immer noch eine Revolution entfachen und mittlerweile sogar Prinz Zazamael töten. Doch wird sie es schaffen sich den ganzen Weg nach oben zu kämpfen? Prinz Zazamael ist währenddessen am Boden, da seine große Liebe, seine Seelenpartnerin Serisada seines Wissens bei der großen Fusion umgekommen ist. Die Ich-Erzählerin hat sich selbstständig gemacht, doch obwohl sie erfolgreich ist, hat sie Hindernisse und wird erpresst. Obwohl sie erfolgreich ist verfolgt sie immer noch die Vergangenheit und sie lebt lieber in Waylhaghiri als in ihrer Welt. Susanne ist die neue Anführerin der Kinder, alle spielen ihr Spiel. Doch der schieläugige Anführer der großen Kinder mischt das Böse unter ihr Spiel. Wir sie es schaffen das Böse von ihrem Spiel zu trennen? Der zweite Teil der Sumerland-Reihe knüpft direkt an Teil 1 an. Ich habe auch sehr gut wieder in die Geschichte hinein gefunden. Der weitere Verlauf der Handlung hat mir jedoch nicht bei allen Charakteren wirklich gefallen. Bei der Geschichte der Ich-Erzählerin fand ich zumindest zu 2/3 des Buches enttäuschend. Was mit ihrer Firma passierte hat mich relativ wenig gepackt, wie ihr Problem ausgehen würde war mir eigentlich klar. Erst im letzten Drittel gibt es eine unerwartete Wendung, die mir ihre Geschichte dann doch noch wirklich interessant gemacht hat. Prinz Zazamael bleibt eigentlich wie in Band 1. Er ist immer noch einer meiner Lieblingscharaktere, weshalb ich es schade fand, dass er am wenigsten von allen Charakteren erwähnt wurde. Das Hauptaugenmerk lag in diesem Teil nämlich auf Serisada. Generell fand ich ihren Weg nach oben eigentlich schon ganz gut. Sie hat sich verändert, ist weiser geworden, aber auch skrupelloser. Ihr Verhalten während ihrer Revolution habe ich nicht immer verstanden und fand ich teilweise auch abschreckend. Susannes Geschichte hat sich am besten entwickelt. Sie verändert sich, sieht sich selbst nicht mehr als die Wichtigste und kämpft für ihre Ziele. Eigentlich habe ich sie jetzt im zweiten Teil doch ins Herz geschlossen. Generell zu Handlung kann ich sagen, dass es mir dieses Mal leichter fiel die verschiedenen Geschichten nebeneinander zu lesen. Auch kann ich sagen, dass mir die letzten 100 Seiten wirklich sehr gut gefallen haben. Es war spannend, es gab unerwartete Wendungen, die Charaktere veränderten sich am meisten. Diese 100 Seiten fand ich eigentlich sogar besser als den kompletten ersten Band. Das hat mich auch dazu gebracht dem Buch 4 Sterne zu geben. Eigentlich habe ich nämlich wieder ziemlich zwischen 3 und 4 Sterne geschwankt. Mir hat nämlich wie schon erwähnt die Geschichte einiger Charaktere und der Verlauf mancher Handlungen nicht wirklich gut gefallen. Zusammenfassend kann ich aber sagen, dass der 2.Teil dieser Reihe genauso gut ist, wie der Erste: Die Welt ist wirklich fantastisch und außergewöhnlich, das Buch ist dazu auch noch gesellschaftskritisch und die Figuren und Handlungen sind toll und besonders. Diese Reihe ist wirklich anders als andere Fantasy Reihen und verdient es gelesen zu werden!
Der zweite Band der Reihe beginnt genau dort, wo der erste Band endete. Und er war deutlich besser. Nachdem ich den ersten Band gelesen hatte, war ich an den Schreibstil des Autors gewohnt. Somit hatte ich beim zweiten Band nicht die Anlaufschwierigkeiten wie beim ersten. Vielmehr freute ich mich sogar auf den zweiten Band, da ich endlich erfahren würde, wie es weitergeht. Wie auch beim ersten Band erlebt man die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven. Man erfährt endlich einige Details, die im ersten Band ungeklärt blieben. Man wird schlauer, aus den Handlungen und erhält zusätzlich Hintergrundwissen, was für das Verstehen der Handlung doch immer wieder unabdingbar ist. Wie auch beim ersten Band ist der Anfang etwas zäh, jedoch hält sich dies diesmal deutlich in Grenzen. Die Geschichte nimmt viel schneller Fahrt auf und man kann es kaum erwarten, bis es zum Showdown kommt. Der Showdown ist dann auch fulminant und man möchte das Buch auf keinen Fall mehr weglegen. Ich hätte mir solche Stellen häufiger in beiden Büchern gewünscht. Das Ende war nicht unbedingt absehbar. Die Geschichte steuert zwar in eine Richtung, aber ich war dann doch überrascht, wie alles endete. Ingesamt gibt es für den zweiten Band 4 Sterne. Den Abzug gibt es für den teilweise doch sehr komplexen Schreibstil. Er ist super, ohne Frage. Jedoch hätte ich mir gewünscht, dass die Kinder (in der Perspektive aus Susannes Geschichte) mehr wie Kinder reden und nicht wie Erwachsene. Aber vielleicht soll dies genau so sein. Der zweite Band ist auf jeden Fall lesenswert und im Bereich Fantasy durchaus eine Empfehlung. Aber vorher sollte man - selbstverständlich - den ersten Band gelesen haben.
Auch im zweiten Teil steht der Inhalt auf dem Klappentext, also NICHT lesen. Ich gehe diesmal nicht auf den Inhalt ein, da man sowieso den ersten Teil gelesen haben muss bevor man diesen liest und dann weiß man ja bereits worum es geht. Ich fand die Fortsetzung schwächer als Teil 1 und hatte mir für das Ende der Geschichte eine befriedigende Verknüpfung der Geschehnisse aus dem Sumerland und dem Jetzt gewünscht. Das Buch ist eine große metaphorische Gesellschaftskritik, gerade in dieser Fortsetzung vergeht eigentlich keine Seite, auf der man keine Parallele zu unserer Gesellschaft ziehen kann. Der Autor "verbirgt" sie auch diesmal wieder mit bildhafter Sprache und der Leser hat am Ende viel nachzudenken. Aber vieles bleibt eben auch offen und obwohl das natürlich so gewollt ist hätte ich es mir anders gewünscht. Ebenso wird deutlich dass es keinen Ausweg gibt, weil die Geschichte am Ende des Buches quasi wieder von vorne beginnt. Wir befinden uns also in einer Spirale, die sich weiter dreht bis es nicht mehr geht um dann wieder von vorne zu beginnen. Keine besonders optimistische Aussicht, aber wahrscheinlich durchaus eine realistische. Dadurch, dass man als Leser ständig Parallelen zieht, ist das Lesevergnügen kleiner als bei einem Spaß-Roman und ich finde man muss sich auch diesmal wieder konzentrieren um am Ball bleiben zu können, aber das ist gleichzeitig auch positiv. Es handelt sich nun einmal nicht um einen Spaß-Roman, sondern eine intelligente Geschichte über die Sinnlosigkeit, für unsere Generation antreibt. Ich bereue es auf keinen Fall, diese Bücher gelesen zu haben und werde sie auch weiter empfehlen, glaube aber, dass sie sowohl gute wie auch schlechte Kritiken bekommen werden, da sie auf keinen Fall "everybody's cup of tea" sind.
ACHTUNG! Das hier ist Meine Meinung zum 2. Band, könnte also Spoiler für den ersten Band enthalten! Der zweite Band ist von der Machart, vom Aufbau wie die Geschichte erzählt wird genauso aufgebaut, wie auch der erste Band. Der Einstieg viel mir hier deshalb sehr leicht und ich war von Anfang an drin in der Geschichte. Auch inhaltlich knüpft der Autor hier direkt an den ersten Band an. Prinzessin Serisada ist verschwunden und man weiß nicht genau, was mit ihr geschehen ist. Auch begleiten wir nach wie vor die unbekannte Ich-Erzählerin, die wiederum die Geschichte von Susanne erzählt bekommt. Auch in diesem Band fragt man sich eine ganze Weile, wie die unterschiedlichen Geschichten zusammenhängen. Gut gefallen hat mir, wie Johannes Ulbricht es schafft immer wieder Parallelen zwischen diesen doch sehr verschiedenen Geschichten aufzuzeigen und ein Netzwerk von unterschiedlichen Geschichten aufzubauen. Insgesamt hat mir der zweite Band besser gefallen, als der erste. Im ersten Teil wurde mir zu wenig erklärt, weshalb ich relativ viele Probleme hatte der Handlung folgen zu können. In diesem Band werden einige Fragen aus dem ersten Band aufgeklärt und die ein oder andere Vermutung, die ich hatte hat sich nun auch bewahrheitet. Was mich auch in diesem Band noch etwas gestört hat, ist dass ich keine intensive Beziehung zu den Charakteren aufbauen konnte. Durch die Erzählweise ist man gefühlt sehr weit weg von den Personen. Das wird in diesem Band durch die spannendere Handlung und das Aufzeigen von Zusammenhängen besser, aber dennoch war man als Leser immer recht weit entfernt von den handelnden Personen. Insgesamt haben mir die beiden Bände aber gut gefallen. Es ist definitiv mal etwas völlig anderes mit einer wunderbaren Idee dahinter, was man sich durchaus mal anschauen sollte.
Die Rezension bezieht sich auf beide Bücher, weil ich froh bin, dass ich es geschafft habe, sie fertig zu lesen... Prinz Zazamael herrscht über die kegelförmige Stadt Waylhaghiri, die einzige Stadt seiner Welt. Sie umgibt das wilde und naturbelassene Sumerlands, an dessen Grenze seine Soldaten seit ewigen Zeiten im Krieg mit den Tierwesen. Auch in Waylhaghiri gibt es Unruhen. Alle Versuche, die „Große Fusion“ herbeizuführen, scheiterten. Für den Prinzen gibt es nur eine Lösung: Er muss sich auf die gefährliche Suche nach dem wilden Wein des Sumerlands begeben. Leider verläuft die Reise anders als erwartet. Die kindlich-naive Prinzessin Serisada herrscht über das Sumerland. Sie sorgt sich aufgrund der vielen Opfer der Kämpfe gegen die Soldaten des Prinzen. Um ihrerseits den Krieg zu beenden fasst sie den Beschluss nach Waylhaghiri zu reisen um im Inneren der Stadt eine Revolte anzuzetteln. Allein begibt sie sich auf die Reise in eine Stadt, die völlig anders ist als ihre Heimat. Die dort lauernden Verlockungen und Gefahren unterschätzt sie völlig. Die namenlose und nervende Ich-Erzählerin ist Eingeweihte einer Geheimgesellschaft. Sie vermag es nach Sumerland, die geheime Realität, zu blicken. Das Sumerland ist ihre Flucht aus dem öden Büroalltag der Marketingfirma, für die sie arbeitet. Sie verfolgt die Abenteuer der Herrscher und schaut sich so manche Technik ab: Das in Waylhaghiri praktizierte Zwecklügnertum zur Geschäftsmaximierung beschert ihr einen Karriereaufschwung. Sumerland handelt von zwei Welten, die einander beeinflussen. Die Ich-Erzählerin bezieht Informationen über das Prinzip des „maximierten Geschäftssinnes“ sowie Verhaltenstechniken aus Waylhaghiri, die auch in ihrer Welt Erfolg zu haben scheinen. Beruhen also beide Welten auf den gleichen Prinzipien? Andersherum scheinen die Eingeweihten die Geschehnisse im Sumerland nicht beeinflussen können. Die Frage ist also: Wie genau hängen die Welten zusammen? Unter dem Strich war mir die Detailliertheit, mit der die Unterschiede und Gemeinsamkeiten herausgestellt wurden, zu viel des Guten. Die Kontraste, die es nicht immer leicht machen, den Lesefluss aufrecht zu erhalten: Vision/Realität, Stadt/Natur, Fantasie/Vernunft, ermüdeten mich irgendwann. Die verschachtelte und zum Teil krude Story über zwei Realitäten, Perspektiven und zahlreiche Schauplätze, die ganz eigenen Gesetzen folgen, bremst die Unterhaltung beim lesen immer wieder aus. Passend zu den Büchern gibt es eine App, die ich mir aber erspart habe. Die Idee hinter den Büchern ist toll, aber noch nicht ausgereift. Zuviele unwichtige Infos, zuviele Erzählstränge, zuviel Input, der einem erschlägt.
Mit diesem Buch hatte ich ähnliche Probleme, wie mit seinem Vorgänger. Zwar war die Geschichte etwas geradliniger erzählt, dennoch konnte mich die Handlung nicht von sich überzeugen. Positiv hervorzuheben sind noch immer Worldbuilding und die intelligent eingewobene Gesellschaftskritik. Für meinen Geschmack wurde gerade Letztere allerdings derart häufig wiederholt, dass ich das Gefühl nicht los wurde, beim Lesen auf der Stelle zu treten. Auch viele andere Teile der Storyline wurden aus unterschiedlichen Erzählperspektiven wieder und wieder beleuchtet. Das gesamte Buch hätte demnach um mindestens 50 Seiten gekürzt werden können, die Kapitel der namenlosen Protagonistin, die nun wirklich alles andere als eine Sympathieträgerin ist, miteingeschlossen sogar 100. Sofern man gern gesellschaftskritische Romane liest, ist es die Sumerland-Dilogie dennoch wert, einen zweiten Blick darauf zu werfen. Fantasy-Leser sollten sich von der Genrebezeichnung allerdings nicht in die Irre führen lassen und vor dem Kauf eventuell eine Leseprobe lesen. Meinem Geschmack konnte es leider nicht entsprechen.
ACHTUNG! Auch hier gilt: Wer Band 1 nicht kennt und auch nicht gespoilert werden will, überspringt die Inhaltsangabe!* Cover: Der Stil des Covers gefällt mir sehr gut. Es gibt viel zu entdecken und die Art es als Zeichnung wirken zu lassen ist toll gewählt. Die Details rundes es schön ab und die Gestaltung des Umschlags ist ein optischer Pluspunkt. Erste Gedanken zum Buch: Es schließt nahtlos an Band 1 an, die Inhaltsangabe verrät für meinen Geschmack allerdings viel zu viel von der Handlung und nimmt so die Spannung komplett raus. Protagonisten: Vier Handlungsstränge die zum großen Ganzen zusammenführen sollen, was aber nicht so gut klappt, sondern mehr Verwirrung stiftet. Ein Charakter bzw. Protagonistin geht im Verlauf der Geschichte unter und tritt immer mehr in den Hintergrund. Ich hatte bei Prin Zazamael, Prinzessin Serisada, Susanne und der mysteriösen Erzählerin auf mehr gehofft, aber nur wenig bekommen. Sie blieben vage und nicht greifbar. Es ist schwer sie zu beschreiben, wenn man das Gefühl hat sie nicht genug zu kennen. Meine Meinung: Die Geschichte ist sehr komplex und an Ideenreichtum fehlt es dem Autoren offensichtlich nicht, was eine beeindruckende Welt neben der unseren aufbaut. Die allerdings mit der ein oder anderen Schwäche gespickt ist. Durch die sehr detaillierte und ausschweifende Inhaltsangabe hat es mir an Überraschungen und Spannung gefehlt. Durch die verwirrende Sprünge der Erzählstränge, an die ich mich auch in Band 2 nur schwer gewöhnen konnte, habe ich immer wieder Pausen einlegen müssen, um der Geschichte folgen zu können. So richtig in den Lesefluss bin ich nicht gekommen und tat mir schwer den Ereignissen zu folgen. Was für mich wieder positiv war, waren die Nebencharaktere die sich in kauzigen Gestalten und lustigen Momenten geäußert haben. Auch das es mehr Dialoge gab als im vorherigen Band, hat es alles in alles angenehmer gemacht.













