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Mich hat Sabine Grubers Roman nicht von der ersten Seite an gefesselt. Sie verwebt hier die Lebenswege dreier Frauen über mehrere Generationen und spannt dabei einen Bogen zwischen der Enge eines Südtiroler Bergdorfs und dem pulsierenden Rom der 1970er-Jahre. Besonders stark fand ich, wie die Autorin die schmerzhafte Geschichte Südtirols während des Faschismus beleuchtet. Ich habe durch die Augen der Figuren unheimlich viel über die Zerreißprobe der damaligen Zeit gelernt, ohne dass es sich jemals wie ein trockenes Geschichtsbuch angefühlt hat. Grubers Sprache ist unaufgeregt, aber wunderschön und voller Atmosphäre. Sie schafft es perfekt zu zeigen, wie die Geheimnisse und Sehnsüchte der Vergangenheit bis in unsere Gegenwart nachwirken. Wer einen rasanten Plot sucht, ist hier vielleicht falsch, denn das Buch lebt von den leisen, psychologischen Tönen. Für mich war dieses feinfühlige, gut konstruierte Familiendrama aber ein Genuss. Ich kann das Buch jedem, der anspruchsvolle zeitgeschichtliche Literatur sucht, nur wärmstens ans Herz legen! Einen Punkt Abzug gibt es für den langatmigen Einstieg, einen Punkt Zuschlag gibt es für meine Südtiroler Vorfahren.
6. Juni 2026
Mich hat Sabine Grubers Roman nicht von der ersten Seite an gefesselt. Sie verwebt hier die Lebenswege dreier Frauen über mehrere Generationen und spannt dabei einen Bogen zwischen der Enge eines Südtiroler Bergdorfs und dem pulsierenden Rom der 1970er-Jahre. Besonders stark fand ich, wie die Autorin die schmerzhafte Geschichte Südtirols während des Faschismus beleuchtet. Ich habe durch die Augen der Figuren unheimlich viel über die Zerreißprobe der damaligen Zeit gelernt, ohne dass es sich jemals wie ein trockenes Geschichtsbuch angefühlt hat. Grubers Sprache ist unaufgeregt, aber wunderschön und voller Atmosphäre. Sie schafft es perfekt zu zeigen, wie die Geheimnisse und Sehnsüchte der Vergangenheit bis in unsere Gegenwart nachwirken. Wer einen rasanten Plot sucht, ist hier vielleicht falsch, denn das Buch lebt von den leisen, psychologischen Tönen. Für mich war dieses feinfühlige, gut konstruierte Familiendrama aber ein Genuss. Ich kann das Buch jedem, der anspruchsvolle zeitgeschichtliche Literatur sucht, nur wärmstens ans Herz legen! Einen Punkt Abzug gibt es für den langatmigen Einstieg, einen Punkt Zuschlag gibt es für meine Südtiroler Vorfahren.
6. Juni 2026




