Sterbewohl

Sterbewohl

Taschenbuch
3.020
EuthanasieMordSterbepilleAlter

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Beschreibung

**** Entschlummere sanft mit Sterbewohl. Empfohlen vom Gesundheitsminister. **** Deutschland ist nur noch eine Scheindemokratie. Der Staat veranstaltet neuerdings für ältere Menschen Sterbeseminare in Luxushotels. Ihnen soll dort schmackhaft gemacht werden, Sterbewohl, eine tödliche Pille, zu schlucken, um beizeiten die Allgemeinheit zu entlasten. Nadja, Anna, Max und Fred sind über 65 und in hellem Aufruhr. Alle vier haben vom Gesundheitsministerium eine Einladung zum Sterbeseminar ins komfortable Hotel Paradies auf Fehmarn erhalten. Offiziell ist das Einnehmen von Sterbewohl zwar freiwillig. Wie manche munkeln, kehrt aus den Hotels aber niemand mehr zurück.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Krimis
Sub-Genre
N/A
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
216
Preis
8.99 €

Autorenbeschreibung

Olivia Monti, geboren 1960 in Stuttgart, ist Juristin. Seit 1994 schreibt sie Romane und Sachbücher und publizierte u.a. bei der Frankfurter Verlagsanstalt und S. Fischer.

Beiträge

9
Alle

Beängstigendes Gedankenexperiment aus dem ein lesenswerter Thriller entstanden ist. Leider kommt die Gestaltung der Charaktere etwas zu kurz

Vorab muss ich sagen, dass mich zu erst das Cover angesprochen hat. Die Aufmachung als Tablettenschachtel mit dem Totenkopf hat mich sofort interessiert zu erfahren was es mit dem Buch auf sich hat. Außerdem klang der Klappentext wirklich spannend. Inhalt: Deutschland wird nach einer weltweiten Wirtschaftskrise von der Bürgerpartei BP regiert und ist praktisch keine Demokratie mehr. Die BP hat, um unter anderem auch die Rentenkasse zu entlasten beschlossen, dass alte Menschen frühzeitig sterben sollten und lädt diese deshalb zu sogenannten Sterbeseminaren ein. So geht es jetzt auch Anna, Nadja, Fred und Max. Sie landen in einem der dafür vorgesehenen Hotels. Dort erleben sie nochmal einige Abenteuer, denn sie wollen noch lange nicht sterben und gehen den Hintergründen der Sterbeseminare auf die Spur Ich muss sagen, dass mich die Vorstellung, dass ein Staat Sterbeseminare anbietet, um seine Rentenkasse zu entlasten erschreckt hat, die Art wie Olivia Monti das in die Handlung ihres Buches eingebaut hat aber auch amüsiert hat beim Lesen. Die Autorin, Olivia Monti, erzählt die Geschichte aus der Ich-Perspektive der Protagonistin Nadja. Diese erhält per Brief die Einladung in ein Sterbehotel, findet sich aber noch viel zu jung zum Sterben. Sie entwickelt mit Ihren besten Freunden einen Plan um ihr Leben zu retten. Die Autorin verarbeitet in dem Buch geschickt aktuelle Themen, wie Wirtschaftskrise, Eurodebatte, und andere Themen zu einer interessanten Story. Leider konnten mich die Protagonisten nur teilweise überzeugen. So fand ich es doch etwas seltsam wie beispielsweise einer der Protagonisten sich von jetzt auf gleich nach einer Nacht in eine ihm fremde Person verliebt und dafür praktisch alles aufs Spiel setzt. Die Idee des Settings mit den Sterbehotels fand ich dabei interessant und teilweise gruselig, da ich mich immer wieder gefragt habe, wie real könnte so etwas werden. Mit der Vielzahl der Protagonisten im Hotel schafft die Autorin zwar ein Gefühl der Beliebigkeit, die in einem solchen System entsteht, aber so wirklich näher gebracht wurden einem die Protagonisten nicht. Da hätte man aus meiner Sicht noch etwas mehr in die Tiefe gehen und damit die Geschichte noch etwas ausbauen können. Das Ende kam mir dann leider auch etwas zu plötzlich und so blieben einige Fragen für mich offen. Der richtige Showdown war für mich viel zu schnell vorbei. Die Autorin schafft, mit einem angenehmen, flüssigen Schreibstil, dass man schnell von der Handlung gefesselt ist und durch die Seiten fliegt. Insgesamt wird man hier, abgesehen von kleinen Schwächen in der Gestaltung der Charaktere, gut, aber auch viel zu kurz unterhalten beim Lesen. Fazit: „Sterbewohl“ ist für mich ein interessantes, beängstigendes Gedankenexperiment, das definitiv lesenswert ist. Aus meiner Sicht hätte man allerdings aus der Grundidee und den Protagonisten noch etwas mehr machen können, um den Leser noch länger zu fesseln beim Lesen. Trotzdem bekommt „Sterbewohl“ von mir eine Leseempfehlung

Beängstigendes Gedankenexperiment aus dem ein lesenswerter Thriller entstanden ist. Leider kommt die Gestaltung der Charaktere etwas zu kurz
3

Sterbewohl 💀 Deutschland in einer (nicht genau datierten, aber nicht allzu fern klingenden) Zukunft: Der Staat bietet Sterbeseminare in Luxushotels an, Einladungen werden vom Gesundheitsministerium an Menschen im Rentenalter versendet. In diesen Seminaren wird die Pille „Sterbewohl“ beworben und die Rentner dazu ermutigt, das tödliche Mittel zur Entlastung der Allgemeinheit einzunehmen - natürlich alles rein freiwillig …oder? Aber warum kehrt dann nie jemand von diesen Seminaren zurück? Ein kurzer (und kurzweiliger) Kriminalroman der vier Freunde dabei begleitet, wie sie die beängstigenden Vorgänge in den Sterbeseminaren aufdecken. Bereits von Beginn an hat man ein ungutes Gefühl und es wird recht schnell klar, dass es dort nicht mit rechten Dingen zu geht - was bei dem Genre und Cover der Geschichte ja ohnehin bereits klar war. Die Story regt auf jeden Fall zum Nachdenken an, gerade weil sie gar nicht so unrealistisch zu sein scheint. Der Schreibstil ist jedoch recht einfach und auch die Charaktere fand ich flach - aus der Geschichte hätte man viel mehr rausholen können.

Post image
4

Kurzweilige Unterhaltung, die dennoch nachdenklich stimmt. Mit guten abschließenden Resümees.

Ein Thriller mit ernstem Thema, was einen viel zum nachdenken bringt.

B u c h r e v i e w Als erstes möchte ich mich ganz herzlich bei @olivia.kleinknecht.autorin bedanken für das Rezensionsexemplar, es hat mich wirklich gefreut dein Buch lesen zu dürfen. 🥰
Ich finde das Cover ist wirklich schön gestaltet und macht neugierig auf den Inhalt. Mir hat das Buch wirklich gut gefallen. Die Thematik des Buches ist erschreckend, aber leider nicht undenkbar in der Zukunft. Durch die geringe Seitenanzahl eignet sich das Buch gut für zwischendurch. Der Schreibstil ist super angenehm zu lesen und ich konnte gut mit den Charakteren mitfühlen. Man liesst aus der Sicht der 65 Jährigen Nadja. Ich finde sie sehr sympatisch und konnte sie schnell ins Herz schliessen. Was mir aber nicht so gefallen hat war die Sache mit Mortop. Die, die das Buch kennen werden sich wahrscheinlich denken können was ich meine, spoilern möchte ich nicht. Meiner Meinung nach hat das nicht so gut zu dem Rest der Geschichte gepasst und gegen Schluss wurde es einfach nur verwirrend. Ansonsten gibt es nichts auszusetzen an dem Buch, es war wirklich mitreissend und interessant zu lesen. 

Ich würde Sterbewohl jedem empfehlen der Lust auf ein Buch mit ernstem Thema und Nervenkitzel hat.

4

Das Deutschland der Zukunft ist nur noch eine Scheindemokratie. Die Regierung hat sogenannte Sterbeseminare eingeführt zu denen der ältere Teil der Bevölkerung in Luxushotels eingeladen wird. Dort erleben sie einen mehrwöchigen Urlaub auf Kosten des Staates. Während ihres Aufenthaltes wird ihnen „Sterbewohl“ schmackhaft gemacht, eine tödliche Pille, die sie einnehmen sollen bevor sie der Gesellschaft oder ihren Angehörigen durch Rentenzahlungen, Erkrankungen oder lediglich Einschränkungen des Alters zur Last fallen. Angeblich ist es eine freiwillige Entscheidung, ob man sein Leben beenden möchte oder nicht. Doch es geht das Gerücht um, dass noch niemand aus diesen Hotels zurückgekehrt ist. Nadja, Anna, Fred und Max sind in heller Aufregung, denn sie haben den gefürchteten Brief vom Gesundheitsamt bekommen, der sie zu einem solchen Seminar „einlädt“. Alle sind zwar über 65 Jahre alt, aber definitiv noch nicht bereit zum Sterben. Grade Nadja ist eben erst in Rente gegangen und hat noch so einiges vor. Die vier beschließen, dass sie sich keinesfalls freiwillig aus dem Leben zu verabschieden werden. Die von Olivia Monti erdachte dystopische Welt ist mehr als erschreckend und menschenverachtend, denn sie vertritt das Motto „Wer nichts beiträgt, ist nichts wert“. Das gilt dementsprechend für Kranke, Alte und sogar Arbeitslose. Eine verstörende Vorstellung, die allerdings leider auch irgendwie aktuell ist. Denn durch Corona erheben sich manche Stimmen, die verlauten lassen, es träfe „nur“ die älteren, schwächeren oder sowieso schon kranken Menschen. Das erweckt den Anschein als würde ihr Sterben keinen großen Verlust darstellen. All diese Menschen sind aber auch Großeltern, Eltern, Kinder, Geschwister oder Freunde von irgendjemanden und deren Tod wiegt natürlich schwer... Daher ist für mich schon fast unverständlich, dass sich im Buch niemand gegen diese neue Regelung auflehnt oder sie wirklich hinterfragt. Im Gegenteil: sie findet immer mehr Fürsprecher. Ich finde die Botschaft des Buchs sehr wichtig: Wann ist Leben lebenswert und wann nicht mehr? Und vor allem: wer darf darüber entscheiden. Jawohl nur der Betroffene selber! Deswegen sind beispielsweise Patientenverfügungen auch so wichtig, denn darin legt jeder selber fest, welche lebensverlängernden Maßnahmen in welcher Situation durchgeführt werden sollen und wann nicht. Auf der anderen Seite wird natürlich auch die Frage nach Sterbehilfe aufgeworfen.. Ein schwieriges und unangenehmes Thema, das allerdings nicht weniger von Bedeutung ist. Denn auch hier sollte doch gelten: Jeder sollte entscheiden dürfen, dass er schmerzfrei und in Würde gehen darf, wenn für ihn sein Leben nicht mehr lebenswert ist. Für mich ist „Sterbewohl“ nicht unbedingt der typische Kriminalroman, auch wenn es so draufsteht. Es ist eher eine Dystopie mit Gesellschaftskritik und Elementen des Kriminalromans. Denn die Senioren versuchen die Machenschaften der Sterbehotels aufzudecken und begeben sich dabei in zunehmende Gefahr. Das Buch ist von der ersten bis zur letzten Seite spannend und mitreißend geschrieben. Man erlebt die Geschehnisse aus Nadjas Sicht, kann ihre Gedankengänge und vor allem ihre Angst sehr gut nachvollziehen. Je weiter die Geschichte fortschreitet, desto haarsträubender wird das Ganze. Sie wird mir garantiert noch lange im Gedächtnis bleiben und ist definitiv sehr lesenswert!

2

Das Buch hat mir leider nicht so gut gefallen wie erhofft. Ich fand es inhaltlich total interessant, die Umsetzung war aber leider so gar nicht meins. Es war sehr langweilig, vorhersehbar und unausführlich geschrieben. Außerdem kam das Ende sehr plötzlich und gefiel mir nicht

2

Dieser Kriminalroman konnte mich nicht überzeugen. Mir fehlte es bei den Personen einfach an Tiefe, sie waren so lieblos und oberflächlich skizziert. Außerdem hat sich die Handlung auch selbst widersprochen. Die Protagonisten hat eine Beobachtung gemacht, nur um dann ein paar Kapitel weiter die Beobachtung erneut zu tätigen mit dem Gedanken, dies wäre seit bestimmt 40 Jahren nicht mehr geschehen. Da Anna relativ schnell abtrünnig wurde, habe ich in keiner Weise verstanden, warum ihr weiterhin so vertraut wurde. Bei der Flucht wurde dann kein Gedanke mehr an sie verschwendet und erst Tage später wird ihnen das bewusst. Während dessen ist alles in Ordnung und alle Ängste unbegründet. Und warum wurde sie überhaupt verhaftet? Deutschland ist seit 10 Jahren eine Diktatur und ältere Menschen werden verachtet. Dennoch wird die Diktatur innerhalb von 7 Tagen gestürzt, da ein paar ältere Leute Behauptungen aufstellen. Fand ich jetzt auch nicht glaubwürdig. Charakterentwicklungen, die stattgefunden haben, wurden am Ende auch eher wieder in die Schublade zurückgelegt. Hin und wieder fand ich auch den ein oder anderen Grammatikfehler.

3

Olivia Monti hat hier einen seichten Krimi erschaffen, der zum Nachdenken anregt. ⠀⠀ In diesem Buch ist Deutschland nur noch eine Scheindemokratie. Deutschland ist pleite, die Partei BP regiert und macht es den Älteren und kranken Menschen nicht gerade leicht. Hat man ein gewisses Alter erreicht, bekommt man eine Einladung in ein Luxushotel, um sich dort mit dem Thema Tod und Sterben zu befassen. In den Seminaren geht es darum, wie man der Gesellschaft einen unschätzbaren Dienst erweisen kann, in dem man die Pille Sterbewohl schluckt und sich vom Leben verabschiedet. ⠀⠀ Mich hat das Cover sofort in den Bann gezogen und ich war mega gespannt auf diese Geschichte. Die Stimmung in dem Buch ist bedrückend, die Charaktere hingegen sehr blass. Die Spannung kommt in Schüben und klingt durch einige Wiederholungen wieder ab. Ich fand das Thema und die Idee der Geschichte wirklich toll, nur leider sehr einseitig. Der Leser begleitet eine pensionierte Grundschullehrerin und ihre Freunde, die eine Einladung zum Luxushotel erhalten, obwohl sie noch nicht mal 70 Jahre erreicht haben. Noch so ein Punkt, den ich nicht ganz verstanden habe, warum erhalten sie jetzt schon eine Einladung? ⠀⠀ Der Schluss war mitreißend und ich habe sehr mitgefiebert. Der Charakter Mortop, hat mir von Anfang an nicht gefallen. Ich fand ihn viel zu überspitzt und unpassend für dieses Genre. ⠀⠀ Ich bin wirklich hin und her gerissen. Einerseits war es wirklich toll zu Lesen, andererseits hätte ich mir gern mehr Umschreibungen und Erklärungen gewünscht und die Person Mortop ging einfach gar nicht.

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Das Buch hat mir leider nicht so gut gefallen wie erhofft. Ich fand es inhaltlich total interessant, die Umsetzung war aber leider so gar nicht meins. Es war sehr langweilig, vorhersehbar und unausführlich geschrieben. Außerdem kam das Ende sehr plötzlich und gefiel mir nicht

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