Die Toten von nebenan
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Beschreibung
Buchinformationen
Beiträge
Interessante Charakterstudie über die Gesellschaft, die auch über den Tod hinaus keinen guten Eindruck macht
Was passiert nach dem Tod? Eine Frage, die sich sicher schon viele gestellt haben. Olivia Monti erzählt ihre Ansichtsweise, wie sich das Leben nach dem Tod gestaltet. Und das ist beileibe nicht immer schön. Denn auch wenn der Übergang sanft sein wird, so sind die Welt und seine Menschen danach immer noch "hässlich" und Neid, Missgunst und Hass sind an der Tagesordnung. Diesen schlechten Gefühlen nimmt sich Herr Tober an und will ein Viertel der Toten schaffen. Mit dieser Figur hat die Autorin wirklich etwas sehr fantasievolles erschaffen, an dem sich die Lesenden reiben können und man sich immer fragt, wer oder was er genau ist. Ganz am Anfang dachte ich, er verkörpert den Kapitalismus oder Faschismus, aber man kann ihn ihm auch den Teufel oder das ultimative Böse sehen. Es ist auf alle Fälle spannend zu sehen, die die Figuren in dem Buch sich einlullen lassen, dann widerstehen und gemeinsame Strategien gegen die Versuchung des Weltlichen entwickeln. Es regt auf alle Fälle auch zum nachdenken über das eigene Leben und Handeln an. Am Anfang hatte ich ein paar Probleme, die vielen Charaktere auseinanderzuhalten, vor allem die Ehepaare. Aber das hat sich mit der Zeit gelegt und ich kam gut zurecht. Die verschiedenen Blickwinkel und die kurzen Kapitel sorgen für eine guten und unterhaltsamen Lesefluss. Außerdem gab es 2-3 Plottwists, die mich wirklich sehr überrascht und eben auch die Spannung hochgehalten haben. Der Titel ist wirklich gut gewählt und das Cover spiegelt die älteren Charaktere wieder. Nur die Haptik des Harcovers fand ich irgendwie altbacken. Aber das passte wiederum dann auch wieder zum Thema. Mein Fazit: Eine mal ganz andere Geschichte, die gut unterhält und zum nachdenken animiert.

Frau Löffler kommt nach einem scheinbar harmlosen Fahrradunfall nach Hause, doch dort ist nichts mehr, wie es war. Ihr Viertel wird von Verstorbenen bewohnt und sie selbst gehört jetzt auch zu ihnen. Sie leben in einer Art Parallelwelt, einem Jenseits verborgen vor den Lebenden, und führen ihre alten Gewohnheiten in gewohnter Umgebung fort. Doch dann erscheint ein mysteriöser Fremder auf der Bildfläche. Herr Tober verspricht den Toten ein Paradies – unter der Bedingung, dass sie die Lebenden vertreiben. Doch wie kann das gelingen? Allein durch die Verbreitung von Angst und Schrecken. 💀 Wir erleben die Ereignisse aus vielen verschiedenen Perspektiven. Lesende spüren deutlich den Zwiespalt, in dem sich sämtliche Charaktere immer wieder befinden. Sie fühlen sich hin- und hergerissen zwischen Tobers Charme, seinen Versprechungen und der Erkenntnis, dass irgendwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Dennoch kommen sie mir teilweise doch sehr engstirnig, naiv und schon fast bösartig vor. 😳 Mir ist keiner von ihnen ans Herz gewachsen oder sympathisch gewesen. Sie alle erliegen irgendwann dem Sog der Versuchung, folgen der Herde und einem vermeintlich allmächtigen Führer. Dabei lassen sie sich teilweise zu Gedanken und Taten hinreißen, für die sie sich wirklich schämen sollten. Daher hält sich mein Mitleid für sie auch eher in Grenzen. Denn wer Böses sät, wird Böses ernten. Einziger Lichtblick ist für mich Frau Meilner. 😈 Natürlich wird alles maximal überspitzt dargestellt und ist letztendlich eine gelungene Gesellschaftskritik. Es muss doch mehr im Leben (nach dem Tod) geben, als das Anhäufen von Besitz und das Verfolgen egoistischer Wünsche. Das Buch weckt Fragen nach dem Leben, Tod und nach Zugehörigkeit. Es geht aber ebenso um Minderwertigkeitsgefühle, Neid und Überheblichkeit, Vorurteile und Rassismus. 😟 Die Atmosphäre ist düster, bedrohlich und surreal. Dennoch gibt es auch einen unterschwelligen ziemlich skurrilen Humor. Insgesamt gibt es leider einige Längen. 😱

4.25 ⭐️
Eine unheimlich gute Geschichte über das Leben nach dem Tod und den Umgang miteinander. Ich hatte eine gänzlich andere Vorstellung als ich mit dem Lesen begonnen habe, aber es hat mich total begeistert und am Schluss musste ich auch ein Tranchen vergießen 🥹 Absolut bewegend, tiefgründig und zum Nachdenken! Gepaart mit jeder Menge Humor, Historischem und einem „Small Town“-Setting. Wir haben eine Haupt-Protagonistin, aber es gibt eigentlich viele Charaktere die hier eine zentrale Rolle spielen und das alles im Angesicht des Gegenspielers. Ich liebe die Verstrickungen, die Gespräche und wie sie sich gemeinsam weiterentwickeln. Aufgrund der Vielzahl an Charakteren ist es sicherlich nicht für jeden geeignet, da es durchaus auch etwas komplexer ist (für mich war es umso besser). Große Empfehlung für alle die auf vielschichtige Storys zum Nachdenken stehen! Key Facts: - 3. Person Erzählerperspektive - Mehrere Charaktere und Handlungsstränge - Zum Nachdenken Grober Inhalt: Stell dir vor es gibt ein Leben nach dem Tod und wenn es soweit ist gehst du einfach zurück nach Hause - nur, dass dort auch Lebende wohnen und dich in deinem (toten) Alltag stören. Was bist du bereit zu opfern und zu tun, um die Lebenden zu vertreiben? Genau diese Frage müssen sich Frau Löffler und auch ihre Nachbarn stellen…
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Buchinformationen
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Interessante Charakterstudie über die Gesellschaft, die auch über den Tod hinaus keinen guten Eindruck macht
Was passiert nach dem Tod? Eine Frage, die sich sicher schon viele gestellt haben. Olivia Monti erzählt ihre Ansichtsweise, wie sich das Leben nach dem Tod gestaltet. Und das ist beileibe nicht immer schön. Denn auch wenn der Übergang sanft sein wird, so sind die Welt und seine Menschen danach immer noch "hässlich" und Neid, Missgunst und Hass sind an der Tagesordnung. Diesen schlechten Gefühlen nimmt sich Herr Tober an und will ein Viertel der Toten schaffen. Mit dieser Figur hat die Autorin wirklich etwas sehr fantasievolles erschaffen, an dem sich die Lesenden reiben können und man sich immer fragt, wer oder was er genau ist. Ganz am Anfang dachte ich, er verkörpert den Kapitalismus oder Faschismus, aber man kann ihn ihm auch den Teufel oder das ultimative Böse sehen. Es ist auf alle Fälle spannend zu sehen, die die Figuren in dem Buch sich einlullen lassen, dann widerstehen und gemeinsame Strategien gegen die Versuchung des Weltlichen entwickeln. Es regt auf alle Fälle auch zum nachdenken über das eigene Leben und Handeln an. Am Anfang hatte ich ein paar Probleme, die vielen Charaktere auseinanderzuhalten, vor allem die Ehepaare. Aber das hat sich mit der Zeit gelegt und ich kam gut zurecht. Die verschiedenen Blickwinkel und die kurzen Kapitel sorgen für eine guten und unterhaltsamen Lesefluss. Außerdem gab es 2-3 Plottwists, die mich wirklich sehr überrascht und eben auch die Spannung hochgehalten haben. Der Titel ist wirklich gut gewählt und das Cover spiegelt die älteren Charaktere wieder. Nur die Haptik des Harcovers fand ich irgendwie altbacken. Aber das passte wiederum dann auch wieder zum Thema. Mein Fazit: Eine mal ganz andere Geschichte, die gut unterhält und zum nachdenken animiert.

Frau Löffler kommt nach einem scheinbar harmlosen Fahrradunfall nach Hause, doch dort ist nichts mehr, wie es war. Ihr Viertel wird von Verstorbenen bewohnt und sie selbst gehört jetzt auch zu ihnen. Sie leben in einer Art Parallelwelt, einem Jenseits verborgen vor den Lebenden, und führen ihre alten Gewohnheiten in gewohnter Umgebung fort. Doch dann erscheint ein mysteriöser Fremder auf der Bildfläche. Herr Tober verspricht den Toten ein Paradies – unter der Bedingung, dass sie die Lebenden vertreiben. Doch wie kann das gelingen? Allein durch die Verbreitung von Angst und Schrecken. 💀 Wir erleben die Ereignisse aus vielen verschiedenen Perspektiven. Lesende spüren deutlich den Zwiespalt, in dem sich sämtliche Charaktere immer wieder befinden. Sie fühlen sich hin- und hergerissen zwischen Tobers Charme, seinen Versprechungen und der Erkenntnis, dass irgendwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Dennoch kommen sie mir teilweise doch sehr engstirnig, naiv und schon fast bösartig vor. 😳 Mir ist keiner von ihnen ans Herz gewachsen oder sympathisch gewesen. Sie alle erliegen irgendwann dem Sog der Versuchung, folgen der Herde und einem vermeintlich allmächtigen Führer. Dabei lassen sie sich teilweise zu Gedanken und Taten hinreißen, für die sie sich wirklich schämen sollten. Daher hält sich mein Mitleid für sie auch eher in Grenzen. Denn wer Böses sät, wird Böses ernten. Einziger Lichtblick ist für mich Frau Meilner. 😈 Natürlich wird alles maximal überspitzt dargestellt und ist letztendlich eine gelungene Gesellschaftskritik. Es muss doch mehr im Leben (nach dem Tod) geben, als das Anhäufen von Besitz und das Verfolgen egoistischer Wünsche. Das Buch weckt Fragen nach dem Leben, Tod und nach Zugehörigkeit. Es geht aber ebenso um Minderwertigkeitsgefühle, Neid und Überheblichkeit, Vorurteile und Rassismus. 😟 Die Atmosphäre ist düster, bedrohlich und surreal. Dennoch gibt es auch einen unterschwelligen ziemlich skurrilen Humor. Insgesamt gibt es leider einige Längen. 😱

4.25 ⭐️
Eine unheimlich gute Geschichte über das Leben nach dem Tod und den Umgang miteinander. Ich hatte eine gänzlich andere Vorstellung als ich mit dem Lesen begonnen habe, aber es hat mich total begeistert und am Schluss musste ich auch ein Tranchen vergießen 🥹 Absolut bewegend, tiefgründig und zum Nachdenken! Gepaart mit jeder Menge Humor, Historischem und einem „Small Town“-Setting. Wir haben eine Haupt-Protagonistin, aber es gibt eigentlich viele Charaktere die hier eine zentrale Rolle spielen und das alles im Angesicht des Gegenspielers. Ich liebe die Verstrickungen, die Gespräche und wie sie sich gemeinsam weiterentwickeln. Aufgrund der Vielzahl an Charakteren ist es sicherlich nicht für jeden geeignet, da es durchaus auch etwas komplexer ist (für mich war es umso besser). Große Empfehlung für alle die auf vielschichtige Storys zum Nachdenken stehen! Key Facts: - 3. Person Erzählerperspektive - Mehrere Charaktere und Handlungsstränge - Zum Nachdenken Grober Inhalt: Stell dir vor es gibt ein Leben nach dem Tod und wenn es soweit ist gehst du einfach zurück nach Hause - nur, dass dort auch Lebende wohnen und dich in deinem (toten) Alltag stören. Was bist du bereit zu opfern und zu tun, um die Lebenden zu vertreiben? Genau diese Frage müssen sich Frau Löffler und auch ihre Nachbarn stellen…






