Stefan Zweig. Gesammelte Werke in Einzelbänden / Joseph Fouché

Stefan Zweig. Gesammelte Werke in Einzelbänden / Joseph Fouché

Hardcover
4.83
SchachnovelleTodesurteileJoseph FoucheDirektorium

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Beschreibung

Balzac hat ihn den 'psychologisch interessantesten Charakter seines Jahrhunderts' genannt. Aber eigentlich ist es sein 'verwegener Mut zur restlosen Charakterlosigkeit und unentwegter Überzeugungslosigkeit', der Joseph Fouché zunächst zu Geld und dann zu Macht verholfen hat. Fast immer aus dem Hintergrund wirkend und handelnd, fordernd und zwingend paßt er sich geübt und geschickt, einem Chamäleon gleich, jeder politischen Färbung an. Stefan Zweigs große Erzählkraft faßt diesen politisch überaus begabten Menschen, der als Person glatt, kalt und unsinnlich bleibt, obwohl er ein Fanatiker ist. Kaum tritt er offen hervor, hält sich – mit allen Fäden in der Hand – als graue Eminenz immer verborgen, als 'Blutsäufer' beim Gemetzel von Lyon, dem blutigsten Tag der Französischen Revolution, ebenso wie als alle und alles bespitzelnder Polizeiminister unter Napoleon und unter Ludwig XVIII. Doch den dämonisch besessenen Intriganten trifft schließlich die Verbannung, in der er einsam stirbt.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Klassiker
Format
Hardcover
Seitenzahl
288
Preis
17.50 €

Beiträge

1
Alle
5

Ein brillanter Politiker & Napoleon!

Zur Zeit der Französischen Revolution war Joseph Fouché gefürchtet und gehasst: geborener Verräter, armseliger Intrigant. Joseph Fouché (1759-1820) war ein französischer Politiker während der Zeit der Revolution und Polizeiminister im Kaiserreich und in der Restauration. Am 27. Juli 1794 wirkte er am Sturz und der anschließenden Hinrichtung Robespierres mit. Fouché war auch am Staatsstreich des 4. September 1797 beteiligt, aufgrund dessen der bisherige Meinungsführer des Direktoriums, Carnot, fliehen musste und Paul de Barras die Macht übernehmen konnte. Wohl aus Dankbarkeit verschaffte Barras ihm daraufhin die Ernennung zum Gesandten bei der Cisalpinischen Republik. Weiter unterstützte er Napoleon Bonaparte beim Staatsstreich des 9. November 1799 und machte sich in der Folgezeit für den Ersten Konsul Bonaparte unentbehrlich. Ein tolles Buch über einen Mann der die Geschichte Frankreichs geprägt hat. Der aktiv die französischen Revolution, wie auch die napoleonische Zeit mit seiner Politik gestaltet hat. Der nicht so im Vordergrund steht, wie Robespierre, Talleyrand oder Napoleon. Sondern die Fäden im Hintergrund zieht. Stefan Zweig stellt ihn sehr nüchtern da finde ich. Aber er beschönigt oder verklärt auch die Person nicht. Ein tolles Buch um in diese Zeit an der Seite einer Persönlichkeit einzutauchen. Ein Muss für jemanden der sich für Geschichte & Politik interessiert.

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