Stadt der Lügen

Stadt der Lügen

Hardcover
4.111
GottesstaatMullahLebenPersien

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Beschreibung

Um in Teheran zu überleben, muss man lügen. Denn im »Gottesstaat« Iran spielt sich das Leben im Verborgenen ab. Schulmädchen tragen unter dem Tschador Jeans und Turnschuhe, untreue Ehemänner pilgern nicht nach Mekka, sondern nach Thailand, brave Hausfrauen drehen Pornofilme, Mul- lahs sagen per Handy die Zukunft voraus, und beim Schönheitschirurgen werden nicht nur Nasen gerichtet, sondern auch Jungfernhäutchen wiederhergestellt. Ramita Navai erzählt von den abenteuerlichen Doppelleben der Menschen und entwirft ein faszinierendes Porträt einer Stadt, die ihren Schleier nur ungern lüftet.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Fachbücher
Sub-Genre
Gesellschaft & Sozialwissenschaften
Format
Hardcover
Seitenzahl
288
Preis
23.70 €

Autorenbeschreibung

Ramita Navai, geboren 1971, war von 2003 bis 2006 »Times«-Korrespondentin in Teheran, jener Stadt, aus der sie als Achtjährige mit ihren Eltern vor der Islamischen Revolution geflüchtet war. Während dieser Zeit entstanden die Interviews, die »Stadt der Lügen« zugrunde liegen. Das Buch hat den Royal Society of Literature Jerwood Award for Non-Fiction gewonnen und wurde bei den Political Book Awards 2015 ausgezeichnet. Für ihre Undercover-Reportage aus Syrien wurde Navai ein Emmy verliehen. Heute lebt die Autorin in London.

Beiträge

3
Alle
5

Empfehlenswertes Buch!

Eines der besten Bücher die ich dieses Jahr Gelsen habe! Alle Geschichten haben mich berührt wir können froh sein in so einem freien Land zu leben!

3.5

📚 Inhalt Teheran, die Stadt der Lügen. Im streng muslimischen Gottesstaat findet das wahre Leben im Verborgenen statt. Ohne zu Lügen kann man in Teheran nicht überleben. Durch verschiedene Kurzgeschichten bringt uns die Autorin diese Lebensweise näher. 📖 Meinung Ehrlicherweise habe ich von dem Roman etwas anderes erwartet. Ich habe nicht gedacht, dass ich acht unterschiedliche Personen aus verschiedenen sozialen Schichten Teherans kennen lernen werde, die in Kurzgeschichten vorgestellt werden. Ich habe mit einer zusammenhängenden Geschichte gerechnet und wurde von diesem stilistischen Mittel überrascht. Ehrlicherweise muss ich gestehen, dass ich kein grosser Fan von Kurzgeschichten bin. Ich lerne lieber die Protagonistinnen vertiefter kennen, ihre Ecken und Kanten, kleinen Macken und Routinen. Doch obwohl die Geschichten der einzelnen Figuren eher kurz und knackig waren, hatten sie doch mehr Tiefe, als ich erwartet hätte. Die Autorin zeichnet ein umfassendes Bild über die Stadt der Lügen, die mehr Schein als Sein ist. Nach anfänglicher Skepsis konnte mich das Buch doch recht positiv überraschen. Es lohnt sich, wenn man Teheran und dessen Bewohnende besser kennen lernen möchte.

3.5

Gut

Ein Kurzgeschichtenbuch ist oft eine Sammlung von Geschichten, die unterschiedlich gut gefallen – manche mehr, manche weniger. Bei diesem Buch gab es jedoch keine Geschichte, die mir gar nicht gefallen hat. Jede Erzählung hatte auf ihre eigene Weise etwas Interessantes. Allerdings liegt das typische Problem von Kurzgeschichten darin, dass man nicht lange genug mit den Charakteren bleibt, um eine tiefere Bindung zu ihnen aufzubauen.

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