Fachbücher

»Sozialschmarotzerin«

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Über das Buch

Arbeitslos – na und? Die bekannte »Infaulenzerin« Nadine Wagenaar hält der deutschen Leistungsgesellschaft pointiert den Spiegel vor. Unverblümt, aber nicht ohne Humor rechnet sie mit weitverbreiteten Vorurteilen zu Arbeitslosigkeit ab, nimmt Irrtümer, Falschbehauptungen sowie gesellschaftliche Grundüberzeugungen ins Visier. Warum definieren wir uns so sehr über Arbeit, dass ihr Verlust eine Schande ist? Wem nützt das? Und sind Arbeitslose wirklich ein solches Problem für unseren Sozialstaat, wie immer behauptet wird? Wagenaar zeigt, wie produktiv der (unfreiwillige) Ausstieg aus dem Hamsterrad sein kann. Ihr Mut machendes Buch lädt dazu ein, gesellschaftliche Erwartungen kritisch zu hinterfragen, und stellt Forderungen an eine menschlichere Arbeitswelt von morgen. Ein eindringlicher Weckruf für alle, die sich nicht zwischen Leistungsdruck und Sinnsehnsucht aufreiben wollen, sondern ihren eigenen Weg im Leben suchen!

Editionen (2)

ISBN9783745306095
Verlagriva
Erscheinungsdatum22.03.26
Seitenzahl176

Rezensionen & Bewertungen

63 Bewertungen

17 Rezensionen

4,1

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  • cupcake_kathi
    cupcake_kathi

    135 Follower

    4,5

    Ein wirklich sehr gutes Buch, das nicht nur viele Einblicke in die Arbeit der Agentur für Arbeit gibt, sondern sich auch intensiv damit auseinandersetzt, was Arbeitslosigkeit eigentlich bedeutet – und wie stark dieses Thema von Klischees geprägt ist. Viele Menschen treten nach unten, ohne zu verstehen, wie beschämend und belastend es sein kann, sich mit der Agentur für Arbeit und allem, was dazugehört, auseinandersetzen zu müssen. Dabei vergisst man oft: Man hat in seinen Arbeitsjahren in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt. Arbeitslosigkeit ist kein persönliches Versagen, sondern gehört zum Leben dazu – gerade wenn sie betriebsbedingt ist. Nadine Wagenaar macht außerdem deutlich, dass ihre eigene Situation vergleichsweise privilegiert ist und nicht die gesamte Härte von Arbeitslosigkeit abbildet. Sie hat beispielsweise die finanziellen Möglichkeiten, sich selbstständig zu machen – etwas, das vielen verwehrt bleibt. Das Buch regt stark zum Umdenken an: Weg von der Vorstellung, man müsse 40 Jahre im selben Unternehmen bleiben. Was passiert, wenn eine Firma pleitegeht, sich Strukturen verändern oder man sich persönlich weiterentwickeln möchte? Berufliche Veränderungen sind normal und oft notwendig. [Meine Gedanken dazu] Auch die Politik wird kritisch beleuchtet, insbesondere der Umgang mit Bürgergeld-Empfängern. Häufig wird dort gespart, wo Menschen ohnehin schon wenig haben, während die Lebensrealität vieler Politiker weit von der der Betroffenen entfernt ist. Ein wichtiges, reflektiertes Buch, das zum Nachdenken anregt und gesellschaftliche Vorurteile hinterfragt.

    19. Apr. 2026

  • kritzelmaedchen
    kritzelmaedchen

    89 Follower

    4,0

    Hörbuch von der Autorin selber eingesprochen = großartig. Grüße gehen raus an Otto. Der wahre Star ! 🤎

    4. Mai 2026

  • aniya
    aniya

    150 Follower

    2,0

    Ich hatte bereits eine ausführliche Rezension getippt, entscheide mich nun aber doch gegen die Veröffentlichung, auch deshalb, weil ich das Gefühl hatte, mich sehr rechtfertigen und dabei zu privat werden zu müssen. Ich will nur klarstellen: Ich bewerte das Buch nicht mit zwei Sternen, weil ich die Autorin für eine Schmarotzerin halte oder ein Problem mit Arbeitslosigkeit habe. Ich bin ja selbst betroffen. Tiefer möchte ich darauf aber lieber doch nicht mehr eingehen, man macht sich ja immer angreifbar.

    31. März 2026

3 von 17 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Nadine Wagenaar

Nadine Wagenaar studierte Journalismus und Unternehmenskommunikation in Berlin. Mehrere Jahre war sie im Bereich SEO-Content-Marketing tätig und arbeitete zuletzt als Senior Content Editor bei einer E-Learning-Plattform. Nachdem ihr Ende August 2024 gekündigt wurde, begann sie, ihren Alltag ohne feste Anstellung zunächst auf TikTok, später auch auf Instagram unter dem Namen heynadus zu teilen. Ihre Reels, in denen sie mit gängigen Klischees und Vorurteilen über Arbeitslosigkeit aufräumt, begeistern regelmäßig weit über 150.000 Follower*innen.

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