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Thematisch relevanter denn je, leider ganz anders als die ersten beiden Teile
Zwei Jahre sind seit der Vereinigung von in Skogland vergangen. Formal sind der Norden und Süden gleichgestellt, doch die Spaltung der skogischen Gesellschaft ist nicht überwunden und wird wieder größer…Um dem entgegenzuwirken, rufen Prinzessin Jarven und ihre Freunde ein Sommercamp für Jugendliche aus beiden Regionen ins Leben. Doch ihr Mitschüler Hjalmar von Söderberg, Sohn eines hohen Funktionärs der arisch-patriotischen Partei Skoglands, radikalisiert sich still und heimlich unter den Augen der anderen und verfolgt ein furchtbares Vorhaben… „Skogland“ und „Verrat in Skoglant“ gehören zu den eindrucksvollsten Büchern, die ich als Teenie gelesen habe. Die politischen und gesellschaftlichen Dimensionen des fiktiven skandinavischen Landes gemischt mit dem fast märchenhaften Setting und der starken Entwicklung der Hauptfigur Jarven haben mich nachhaltig beschäftigt und geprägt. An dieses Erfolgrezept konnte „Skogland brennt“ für mich nicht ganz anknüpfen. Die Thematik dieses Nachzüglerbuchs bleibt hochrelevant und aktuell, doch es hatte einige Längen und Redundanzen, die den Spannungsbogen für mich stark beeinträchtigt haben. Mir fehlte außerdem diesmal etwas von der Leichtigkeit, die es in den vorherigen Büchern zwischendurch immer wieder gab. Das ist aufgrund der literatischen Verarbeitung des realen Amoklaufs auf Utøya nicht völlig überraschend, hätte dem Buch aber gut getan. Auch der zugrundeliegende Konflikt zwischen der Nord- und Südinsel ist meiner Meinung nach nur in vollem Ausmaß verständlich, wenn man die ersten beiden Teile gelesen hat – von der Dynamik zwischen den Charakteren ganz zu schweigen. Insgesamt ist „Skogland brennt“ für mich kein Coming-of-Age- und Abenteuerroman mit gesellschaftspolitischen Untertönen mehr, sondern andersherum. Als Diskussionsgrundlage in der Bildungsarbeit mit Jugendlichen sicher geeignet, zur Unterhaltung war der ausgestreckte Zeigefinger für mich leider zu präsent.
21. Juli 2025
Thematisch relevanter denn je, leider ganz anders als die ersten beiden Teile
Zwei Jahre sind seit der Vereinigung von in Skogland vergangen. Formal sind der Norden und Süden gleichgestellt, doch die Spaltung der skogischen Gesellschaft ist nicht überwunden und wird wieder größer…Um dem entgegenzuwirken, rufen Prinzessin Jarven und ihre Freunde ein Sommercamp für Jugendliche aus beiden Regionen ins Leben. Doch ihr Mitschüler Hjalmar von Söderberg, Sohn eines hohen Funktionärs der arisch-patriotischen Partei Skoglands, radikalisiert sich still und heimlich unter den Augen der anderen und verfolgt ein furchtbares Vorhaben… „Skogland“ und „Verrat in Skoglant“ gehören zu den eindrucksvollsten Büchern, die ich als Teenie gelesen habe. Die politischen und gesellschaftlichen Dimensionen des fiktiven skandinavischen Landes gemischt mit dem fast märchenhaften Setting und der starken Entwicklung der Hauptfigur Jarven haben mich nachhaltig beschäftigt und geprägt. An dieses Erfolgrezept konnte „Skogland brennt“ für mich nicht ganz anknüpfen. Die Thematik dieses Nachzüglerbuchs bleibt hochrelevant und aktuell, doch es hatte einige Längen und Redundanzen, die den Spannungsbogen für mich stark beeinträchtigt haben. Mir fehlte außerdem diesmal etwas von der Leichtigkeit, die es in den vorherigen Büchern zwischendurch immer wieder gab. Das ist aufgrund der literatischen Verarbeitung des realen Amoklaufs auf Utøya nicht völlig überraschend, hätte dem Buch aber gut getan. Auch der zugrundeliegende Konflikt zwischen der Nord- und Südinsel ist meiner Meinung nach nur in vollem Ausmaß verständlich, wenn man die ersten beiden Teile gelesen hat – von der Dynamik zwischen den Charakteren ganz zu schweigen. Insgesamt ist „Skogland brennt“ für mich kein Coming-of-Age- und Abenteuerroman mit gesellschaftspolitischen Untertönen mehr, sondern andersherum. Als Diskussionsgrundlage in der Bildungsarbeit mit Jugendlichen sicher geeignet, zur Unterhaltung war der ausgestreckte Zeigefinger für mich leider zu präsent.
21. Juli 2025







