Sicherheitszone
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Beschreibung
Eindringlich, soghaft und aktuell beschreibt die preisgekrönte Autorin in ihrem Roman, wie eine Familie am G-20-Gipfel zu zerreißen droht.
Hamburg, 2017, kurz vor dem umstrittenen G-20-Gipfel. Das Leben der Koschmieders geht seinen ruhigen Gang, man wohnt in Hamburg-Marienthal, geordnete Verhältnisse. Doch je näher der Gipfel rückt, desto tiefer ziehen sich die Risse durch die Familie. Tochter Imke engagiert sich immer radikaler gegen das Ereignis. Ihr Bruder Alexander ist Polizist und überzeugt von einer klaren Linie. Die Geschwister stehen in der sommerheißen, explosiven Stadt plötzlich auf verschiedenen Seiten. Doch auch für die Mutter und den Vater wird die Situation zur Prüfung.
Eindringlich erzählt die Autorin in ihrem Familienroman von einer erschütterten Gesellschaft, in der alle Gewissheiten ins Wanken geraten.
Ausgezeichnet mit den Hubert-Fichte-Literaturpreis der Stadt Hamburg.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Katrin Seddig, geboren in Strausberg, studierte Philosophie in Hamburg, wo sie auch heute mit ihrer Familie lebt. Über «Runterkommen» (2010) schrieb die taz: «Ein brillantes Debüt ... Anrührend, witzig und nüchtern.» Über «Eheroman» (2012) urteilte «Der Tagesspiegel»: «Grandios, wie Katrin Seddig jeder ihrer Figuren einen eigenen Ton verleiht». Zuletzt erschienen «Das Dorf» (2017) sowie der Roman «Sicherheitszone» (2020), für den Seddig mit dem Hamburger Literaturpreis und dem Hubert-Fichte-Preis ausgezeichnet wurde.
Beiträge
Die Menschen schreien, stolpern, trampeln übereinander hinweg, es geht ein Wogen auch durch die hintere vom schwarzen Block fast schon abgetrennte Menge, Gebrüll, Schmerzensschreie, Panik, die vorne wollen nach hinten, aber sie stehen dich an dicht, eingekeilt und Einzelne werden wahllos durch die anderen und gegen die Mauer getreten und geprügelt. Auch oben, auf der Flutschutzmauer, nehmen die Menschen die Bewegung auf, Geschrei, Panik, Imke lässt sich von der hinteren Mauer gleiten und drückt sich an ihre Gruppe. Paul ist mit anderen ganz vorn, wo die Gehetzten von unten nun versuchen, über die Mauer zu entkommen, sich an der glatten Mauer emporzustemmen, ausgestreckte Arme packen sie und ziehen sie hoch. Auch Pauls Oberkörper hängt über die Mauer nach unten, hinter ihm steht Elias und hält ihn fest, damit er nicht runterfällt. Menschen klettern hinauf, blutend, lächelnd, heulend. Immer mehr kommen über das Geländer der Mauer nach oben wie Wasser, das in Wellen über einen Damm schlägt.
Beschreibung
Eindringlich, soghaft und aktuell beschreibt die preisgekrönte Autorin in ihrem Roman, wie eine Familie am G-20-Gipfel zu zerreißen droht.
Hamburg, 2017, kurz vor dem umstrittenen G-20-Gipfel. Das Leben der Koschmieders geht seinen ruhigen Gang, man wohnt in Hamburg-Marienthal, geordnete Verhältnisse. Doch je näher der Gipfel rückt, desto tiefer ziehen sich die Risse durch die Familie. Tochter Imke engagiert sich immer radikaler gegen das Ereignis. Ihr Bruder Alexander ist Polizist und überzeugt von einer klaren Linie. Die Geschwister stehen in der sommerheißen, explosiven Stadt plötzlich auf verschiedenen Seiten. Doch auch für die Mutter und den Vater wird die Situation zur Prüfung.
Eindringlich erzählt die Autorin in ihrem Familienroman von einer erschütterten Gesellschaft, in der alle Gewissheiten ins Wanken geraten.
Ausgezeichnet mit den Hubert-Fichte-Literaturpreis der Stadt Hamburg.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Katrin Seddig, geboren in Strausberg, studierte Philosophie in Hamburg, wo sie auch heute mit ihrer Familie lebt. Über «Runterkommen» (2010) schrieb die taz: «Ein brillantes Debüt ... Anrührend, witzig und nüchtern.» Über «Eheroman» (2012) urteilte «Der Tagesspiegel»: «Grandios, wie Katrin Seddig jeder ihrer Figuren einen eigenen Ton verleiht». Zuletzt erschienen «Das Dorf» (2017) sowie der Roman «Sicherheitszone» (2020), für den Seddig mit dem Hamburger Literaturpreis und dem Hubert-Fichte-Preis ausgezeichnet wurde.
Beiträge
Die Menschen schreien, stolpern, trampeln übereinander hinweg, es geht ein Wogen auch durch die hintere vom schwarzen Block fast schon abgetrennte Menge, Gebrüll, Schmerzensschreie, Panik, die vorne wollen nach hinten, aber sie stehen dich an dicht, eingekeilt und Einzelne werden wahllos durch die anderen und gegen die Mauer getreten und geprügelt. Auch oben, auf der Flutschutzmauer, nehmen die Menschen die Bewegung auf, Geschrei, Panik, Imke lässt sich von der hinteren Mauer gleiten und drückt sich an ihre Gruppe. Paul ist mit anderen ganz vorn, wo die Gehetzten von unten nun versuchen, über die Mauer zu entkommen, sich an der glatten Mauer emporzustemmen, ausgestreckte Arme packen sie und ziehen sie hoch. Auch Pauls Oberkörper hängt über die Mauer nach unten, hinter ihm steht Elias und hält ihn fest, damit er nicht runterfällt. Menschen klettern hinauf, blutend, lächelnd, heulend. Immer mehr kommen über das Geländer der Mauer nach oben wie Wasser, das in Wellen über einen Damm schlägt.




