Blick ins Buch

Romane

Schwüle Tage

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Über das Buch

Graf Gerd von Fernow kämpft mit der Adoleszenz seines Sohnes Bill. Statt Strandurlaub steht für Bill Lernen auf dem Landsitz der Familie an, ist er doch gerade durchs Abitur gefallen. Der Vater begleitet den Sohn, doch das Verhältnis ist distanziert. Der Vater stellt sich vor, der Sohn müsse die angenehmen Dinge des Lebens zurückstellen, erst mal gelte es Disziplin zu zeigen und Jurist zu werden. Haltung bewahren! steht als Grundsatz über allem. Für den Sohn eher schwierig, da ihn beispielsweise junge Damen deutlich stärker interessieren, als fleißige Studien. Auf dem Landsitz lernt Bill seinen Vater allerdings auch auf eine andere Art kennen und erfährt, dass der Vater durchaus unglücklich ist. Gröls-Verlag (Edition Werke der Weltliteratur)

Editionen (12)

ISBN9783966378925
VerlagGröls Verlag
Erscheinungsdatum10.10.22
Seitenzahl100

Rezensionen & Bewertungen

6 Bewertungen

2 Rezensionen

3,6

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  • leahsayshi
    leahsayshi

    5 Follower

    4,0

    Ein melancholisches Sommerbuch.

    Mai fast ein bisschen früh um dieses Schmuckstück zu lesen. Inhaltlich erinnert es fast an YA Romane - so zentral der Jugendliche Leichtsinn, die Neugier, die Erregung, all die Gefühle. Hat mich sehr berührt. Komisch sind heutzutage dass basically alle Verwandten was miteinander haben 😅

    18. Mai 2026

  • bilsenkraut
    bilsenkraut

    49 Follower

    4,0

    Eine Novelle wie sie nicht besser in diese heißen, schwülen Sommertage passen könnte. Keyserling schafft es hervorragend ein Bild der sommerlichen Landschaft entstehen zu lassen und die Beziehungen der Charaktere subtil anzudeuten. Die drückende Hitze der sommerlichen Temperaturen verknüpft Keyserling geschickt mit der inneren, hormonellen Hitze der Charaktere, sodass nicht immer zu unterscheiden ist, welche Temperatur er gerade beschreibt. Wie die Sommerhitze, flimmert über allen Personen eine unübersehbare Erotik, die Keyserling herrlich subtil in seine Beschreibungen mit einfließen lässt. Das Ende wird durch Beobachtungen des Protagonisten und Monologe des Vaters angedeutet, hat mich jedoch trotzdem überrascht. Insgesamt eine schöne, melancholische Sommerlektüre die einen die momentane (und kommende) schwüle Hitze besser ertragen lässt.

    21. Jan. 2023

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