»Schwarz und weiß - im Kampf vereint?«

»Schwarz und weiß - im Kampf vereint?«

Hardcover

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Beschreibung

In der Zeit der Weimarer Republik war die Hafenstadt Hamburg ein Zentrum für Kolonialkritik und antikoloniales Handeln verschiedenster Akteur:innen. Welche Formen antirassistischer und antikolonialer Aktivitäten gab es in Hamburg in der Zeit der Weimarer Republik? Dieser Frage geht die Historikerin Gisela Ewe in ihrer empirisch dichten Studie nach und untersucht dafür die sozialen Bewegungen jener Zeit: Akteur:innen der Frauen- und Friedensbewegung gehörten zu den frühen kolonialkritischen Stimmen der Stadt, ebenso wie Migrant*innen aus den ehemaligen deutschen Kolonien, welche sich gleichzeitig noch gegen Kolonialrassismus zur Wehr setzen mussten. Im Zuge des Aufbaus der Sowjetunion unterstützten später Kommunist:innen zunehmend die nationalen Befreiungsbewegungen Asiens und Afrikas und den Kampf der Schwarzen in den USA. Anhand von Archivquellen und historischen Zeitungsberichten stellt Ewe anschaulich die Vielfältigkeit, aber auch die Widersprüchlichkeiten des antikolonialen Spektrums in Hamburg dar. Sie zeigt auf, dass antirassistische und antikoloniale Solidarität lokaler Akteur:innen nicht selbstlos, sondern stets mit eigenen Interessen verknüpft war. So führte die Zusammenarbeit zwischen ›Schwarz und weiß‹ auch immer wieder zu Konflikten, bevor sie durch die nationalsozialistische Machtübernahme 1933 zu einem jähen Ende kam.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Fachbücher
Sub-Genre
Geschichte & Archäologie
Format
Hardcover
Seitenzahl
360
Preis
49.40 €

Autorenbeschreibung

Gisela Ewe, geb. 1983, studierte Geschichte, Philosophie, Theater- und Kulturwissenschaften an der Universität Hamburg und der Lomonossow-Universität Moskau und war Stipendiatin der Forschungsstelle »Hamburgs (post-)koloniales Erbe/Hamburg und die frühe Kolonisierung«. Nach Tätigkeiten als wissenschaftliche Mitarbeiterin für die Helmut-Schmidt-Universität Hamburg, die Xiamen University in China und das Staatsarchiv Hamburg schloss sie 2025 ihre Promotion an der Universität Hamburg erfolgreich ab und arbeitet derzeit als Kuratorin und Wissenschaftlerin für die Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen.