Schreckliche Gewalten
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Beschreibung
Eines Nachts verwandelt sich Hilma Honik in einen Werwolf und tötet ihren Mann. Von nun an sind ihre beiden Kinder auf sich selbst gestellt: immer in der Angst, die Bestialität liege in der Familie und könne auch von ihnen Besitz ergreifen. Während sich Iselin dafür entscheidet, in ihrer Heimatstadt Bergen mit ihren Mitbewohnerinnen die Terrorzelle »Mädchen im System« zu gründen, bereist Edvard die Ränder der Sowjetunion auf seinem Weg nach Afghanistan. Es beginnt eine fantastische Sinnsuche durch das 20. Jahrhundert und die Unwägbarkeiten menschlichen Verhaltens. In seinem zweiten Roman zeichnet Jakob Nolte einen schwarzen Regenbogen des Horrors über die Welt und erweist sich dabei als detailverliebter Nihilist und Meister des Wahnwitzes.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Jakob Nolte, geboren 1988, wuchs in Barsinghausen am Deister auf. Seine Theaterstücke wurden mehrfach prämiert und an zahlreichen Bühnen Europas gespielt. Sein Debütroman ALFF wurde mit dem Kunstpreis Literatur 2016 ausgezeichnet. Im selben Jahr war er Stipendiat der Villa Kamogawa in Kyoto. Sein Roman Schreckliche Gewalten war für den Deutschen Buchpreis nominiert.
Beiträge
Dies ist eines jener Bücher, die das Zeug haben, bei einem bestimmten Personenkreis zum Kultbuch zu werden. Das sagt eigentlich schon alles, denn es gibt nur sehr wenige Bücher dieser Art, die mir gefallen. Die Beschreibung klang interessant (eine Werwolfgeschichte, die kein Schauerroman ist), das Buch hatte durchweg äußerst positive Rezensionen erhalten und stand nun auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis. Letzteres hätte mir eine Warnung sein sollen, da in den Vorjahren kaum Bücher dabei waren, die besonders meinen Geschmack entsprachen. Dieses Jahr schien das jedoch anders zu sein, ich hatte schon zwei Titel gelesen, die mir sehr gut gefallen hatten. Die Werwolfgeschichte bildet den Rahmen des Buchs (eine Mutter verwandelt sich in einen Werwolf und tötet ihren Mann; die Kinder haben Angst das Werwolfgen geerbt zu haben und fliehen, jedes auf seine Weise), im Vordergrund stehen die Erlebnisse der Kinder. Hier geht nun alles drunter und drüber, auch erzähltechnisch. Es gibt einen Handlungssprung nach dem anderen, es kommen Terroristen vor und Feministinnen, eine Reise von Norwegen über Litauen nach Afghanistan und plötzliche Exkurse zu Kometen, chemischen Elementen etc. Das meiste davon ergibt überhaupt keinen Sinn, das scheinen jedoch genügend Leute zu mögen. Ich gehöre jedenfalls nicht dazu. Ich fand das Buch unglaublich ermüdend zu lesen, irgendwann habe ich es nur noch überflogen. Die positiven Bewertungen und die Norminierung kann ich nicht verstehen. (Vielen Dank an Netgalley/den Verlag für die Bereitsstellung eines kostenlosen digitalen Leseexemplars!)
Beschreibung
Eines Nachts verwandelt sich Hilma Honik in einen Werwolf und tötet ihren Mann. Von nun an sind ihre beiden Kinder auf sich selbst gestellt: immer in der Angst, die Bestialität liege in der Familie und könne auch von ihnen Besitz ergreifen. Während sich Iselin dafür entscheidet, in ihrer Heimatstadt Bergen mit ihren Mitbewohnerinnen die Terrorzelle »Mädchen im System« zu gründen, bereist Edvard die Ränder der Sowjetunion auf seinem Weg nach Afghanistan. Es beginnt eine fantastische Sinnsuche durch das 20. Jahrhundert und die Unwägbarkeiten menschlichen Verhaltens. In seinem zweiten Roman zeichnet Jakob Nolte einen schwarzen Regenbogen des Horrors über die Welt und erweist sich dabei als detailverliebter Nihilist und Meister des Wahnwitzes.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Jakob Nolte, geboren 1988, wuchs in Barsinghausen am Deister auf. Seine Theaterstücke wurden mehrfach prämiert und an zahlreichen Bühnen Europas gespielt. Sein Debütroman ALFF wurde mit dem Kunstpreis Literatur 2016 ausgezeichnet. Im selben Jahr war er Stipendiat der Villa Kamogawa in Kyoto. Sein Roman Schreckliche Gewalten war für den Deutschen Buchpreis nominiert.
Beiträge
Dies ist eines jener Bücher, die das Zeug haben, bei einem bestimmten Personenkreis zum Kultbuch zu werden. Das sagt eigentlich schon alles, denn es gibt nur sehr wenige Bücher dieser Art, die mir gefallen. Die Beschreibung klang interessant (eine Werwolfgeschichte, die kein Schauerroman ist), das Buch hatte durchweg äußerst positive Rezensionen erhalten und stand nun auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis. Letzteres hätte mir eine Warnung sein sollen, da in den Vorjahren kaum Bücher dabei waren, die besonders meinen Geschmack entsprachen. Dieses Jahr schien das jedoch anders zu sein, ich hatte schon zwei Titel gelesen, die mir sehr gut gefallen hatten. Die Werwolfgeschichte bildet den Rahmen des Buchs (eine Mutter verwandelt sich in einen Werwolf und tötet ihren Mann; die Kinder haben Angst das Werwolfgen geerbt zu haben und fliehen, jedes auf seine Weise), im Vordergrund stehen die Erlebnisse der Kinder. Hier geht nun alles drunter und drüber, auch erzähltechnisch. Es gibt einen Handlungssprung nach dem anderen, es kommen Terroristen vor und Feministinnen, eine Reise von Norwegen über Litauen nach Afghanistan und plötzliche Exkurse zu Kometen, chemischen Elementen etc. Das meiste davon ergibt überhaupt keinen Sinn, das scheinen jedoch genügend Leute zu mögen. Ich gehöre jedenfalls nicht dazu. Ich fand das Buch unglaublich ermüdend zu lesen, irgendwann habe ich es nur noch überflogen. Die positiven Bewertungen und die Norminierung kann ich nicht verstehen. (Vielen Dank an Netgalley/den Verlag für die Bereitsstellung eines kostenlosen digitalen Leseexemplars!)




