
34 Follower
Ein kluger und unterhaltsamer Debütroman, hat mir gut gefallen.
28. Aug. 2024
Ein kluger und unterhaltsamer Debütroman, hat mir gut gefallen.
28. Aug. 2024
Blick ins Buch
Es beginnt wie ein Roadmovie. Im gemieteten Transporter fahren Martin und sein bester Freund Noah über die Autobahn. Auf der Ladefläche der Speer der bronzenen Athene vom Münchner Königsplatz, Trophäe einer rauschhaften Sommernacht. Sechs Stunden später sind sie zurück an den Orten ihrer Kindheit: Die Spielstraßen, die Fenchelfelder, die Kiesgrube haben sie vor Jahren hinter sich gelassen. Auch Mugo ist zurück, die kluge, wütende Mugo, die immer vom Ausbruch aus der Provinz geträumt und Martin damit angesteckt hat. Sie wollte raus aus der Kleinstadt, aus dem Plattenbau mit Blick auf Einfamilienhäuser und Carports. Nun arbeitet sie an der Tankstelle am Ortseingang und will nichts mehr von Martin wissen. Sogar Noah wird ihm in der vertrauten Umgebung immer fremder. Auf sich allein gestellt, ist Martin gezwungen, das Verhältnis zur eigenen Herkunft zu überdenken.
Einfühlsam und mit Witz erzählt Kristin Höller in ihrem Romandebüt vom Erwachsenwerden: von der Verwundbarkeit, der Neugierde, der Liebe und der Wut, von großen Plänen und den Sackgassen, in denen sie oftmals enden. Sie erzählt von der Entschlossenheit der Mütter und dem Erwartungsdruck der Väter, vom Ende einer Freundschaft und der Schönheit von Regionalbahnhöfen. Existenziell, tröstlich, hinreißend.
43 Bewertungen
7 Rezensionen
3,9
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28. Aug. 2024
28. Aug. 2024

32 Follower
Ein ungeplanter Besuch in seiner Heimat, ausgelöst durch eine Dummheit seines besten Freundes, führt dazu, dass Martin plötzlich alles infrage stellt. Er sucht seinen Platz in der Welt und sich selbst. Ein Roman über Heimat, Freundschaft, Abschiede, Neuanfänge und das Erwachsenwerden. Erzählt in einer wunderschönen, berührenden und tiefsinnigen Sprache. Mit vielen klugen Beobachtungen. "...und die haben eine Haustür aus kariertem Glas, und wenn man da durchsieht, dann bestehen die Menschen aus hunderten Pixeln und eigentlich tun sie das immer, jederzeit." S. 209
9. Okt. 2023
Ein ungeplanter Besuch in seiner Heimat, ausgelöst durch eine Dummheit seines besten Freundes, führt dazu, dass Martin plötzlich alles infrage stellt. Er sucht seinen Platz in der Welt und sich selbst. Ein Roman über Heimat, Freundschaft, Abschiede, Neuanfänge und das Erwachsenwerden. Erzählt in einer wunderschönen, berührenden und tiefsinnigen Sprache. Mit vielen klugen Beobachtungen. "...und die haben eine Haustür aus kariertem Glas, und wenn man da durchsieht, dann bestehen die Menschen aus hunderten Pixeln und eigentlich tun sie das immer, jederzeit." S. 209
9. Okt. 2023

10 Follower
ach das war schön. irgendwie schon so der typische coming of age-roman, dieses "zurück-in-die-kleinstadt fahren", das hat man schon öfter so gelesen. aber es kriegt mich halt eigentlich jedes mal, deswegen will ich mich nicht beschweren. ich liebe auch bücher über freundschaft, und die beziehung zwischen zwei besten freunden wird selten so nuanciert dargestellt, wie hier. das mochte ich sehr. auch der schreibstil konnte mich begeistern! das ende hat mich nicht überrascht, leider, aber das muss vielleicht auch gar nicht sein.
21. Apr. 2024
ach das war schön. irgendwie schon so der typische coming of age-roman, dieses "zurück-in-die-kleinstadt fahren", das hat man schon öfter so gelesen. aber es kriegt mich halt eigentlich jedes mal, deswegen will ich mich nicht beschweren. ich liebe auch bücher über freundschaft, und die beziehung zwischen zwei besten freunden wird selten so nuanciert dargestellt, wie hier. das mochte ich sehr. auch der schreibstil konnte mich begeistern! das ende hat mich nicht überrascht, leider, aber das muss vielleicht auch gar nicht sein.
21. Apr. 2024
3 von 7 Rezensionen
Autorin / Autor
Kristin Höller, geboren 1996, aufgewachsen in Bonn. Sie studierte bis 2019 Sprach-, Literatur-und Kulturwissenschaften in Dresden. Freie Mitarbeit bei mehreren Zeitungen und Zeitschriften. 2016 Finalistin des 24. Open Mike, 2017 Teilnehmerin der Autorenwerkstatt Prosa des LCB. 2018 Preisträgerin des Schweizer Literaturfestivals Literaare. Bis 2019 Mitveranstalterin von OstKap, der Dresdner Lesereihe für junge Literatur. Sie schreibt Hörspiele, Theaterstücke und Romane, für die sie mit mehreren Stipendien und Preisen ausgezeichnet wurde, u. a. mit dem Kranichsteiner Jugendliteraturstipendium 2019 für ihren Debütroman Schöner als überall. Kristin Höller ist Mitveranstalterin der queeren Lesereihe und Karaokeshow SMASH und lebt in Leipzig.
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