Salzberggöttin
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Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Jutta Leskovar, geboren 1972 in Linz, studierte in Wien Ur- und Frühgeschichte und Geschichte. Seit 2001 hat sie die Funktion einer Sammlungsleiterin am Oberösterreichischen Landesmuseum inne. Ihr wissenschaftlicher Schwerpunkt liegt neben der älteren Eisenzeit (Hallstattzeit) auf Frauen- und Geschlechterarchäologie sowie der Schnittstelle zwischen Neuheidentum und Archäologie. Matriarchale Mythen zu bedienen ist nicht ihre Sache, was den feministischen Blick in die Vergangenheit keineswegs ausschließt. Sie lebt mit ihrer Familie in Leonding bei Linz und arbeitet an weiteren Romanen zur Urgeschichte Oberösterreichs.
Beiträge
So könnte es damals wirklich in Hallstatt gewesen sein.
Die Autorin, Sammlungsleiterin des Oberösterreichischen Landesmuseum, lässt die Hallstattzeit vor den Augen des Lesers/ der Leserin lebendig werden. Mit sympathischen und realistisch wirkenden Protagonisten führt sie uns ins Jahr um 600 v. Chr. nach Hallstatt. Dort glauben die Menschen an die Berggöttin, die ihnen erlaubt das Salz aus dem Berg zu holen. Renis und ihre Familie gelten als die Mittler zwischen der Göttin und den Menschen. Nur Tolan, Renis Bruder, will sich diesen "alten" Ansichten nicht beugen. Als er sich seiner Familie widersetzt geschieht ein schweres Unglück.... Die Autorin hat einen schönen Erzählstil, was mir sehr gefällt ist, dass sie bei der Sache bleibt und nicht ständig abschweift. Das Buch war unterhaltsam und interessant.
Am Anfang, bis ca. 45 % sehr zäh, dann wird es aber bis zum Schluss spannend.
Historisch gesehen, hätte ich mir genauere Beschreibungen vom Schmuck, zur gewählten Epoche gewünscht und z.b. den Gewichtsweinstuhl detaliert zu beschreiben. Das hat komplett gefehlt. Dann wurde ein WebSchiffchen beschrieben, was historisch falsch ist, es gibt Abbildungen von Spindeln, wo mit gewebt wird und die Autorin hat noch nie an einem Gewichtsweinstuhl gearbeitet, dann wüsste, sie das ein WebSchiffchen kein Sinn und doppelte Arbeit macht. Ich hätte mir eine Karte zur Übersicht gewünscht, das man weiß, wo man sich beim lesen befindet.
Eine schöne Geschichte wie es hätte sein können um ca 600 vor Christus am Hallberg
Das Buch ist ein historischer Roman, der um 600 vor Christus am Hallberg spielt. Man startet mit dem jungen Mann Arnu, der seinem Freund Tolan in dessen Heimat folgt, da dieser sehr begeistert von ihr erzählte und bei Arnu zu Hause, genauso wie bei Tolan Salz abgebaut wird. Jedoch ziemlich unterschiedlich. Die Familie von Arnu baut nach Profit das Salz ab, während in Tolans Heimat dies nur nach alten Regeln geschieht. Tolan selbst ist aus seiner Heimat fortgezogen, da er der Meinung war, das man ohne diese Regeln und Rituale, mehr Salz fördern könnte und dieses auch als Bezahlung für etwas verwendet sollte, wie zum Beispiel Krieger zu kaufen, die einen schützen sollten, falls der Berg angegriffen würde. Die Menschen auf den Berg verlassen sich auf den Schwur, dass man sie nicht angreift, auch wenn zu dem Zeitpunkt der Geschichte ein Clanführer begonnen hat mit Gewalt andere Gebiete einzuverleiben. Man sieht wie sehr die Menschen am Berg sich auf die Geister, die Göttin, die Schwüre und die Rituale verlassen. Die Gemeinschaft und besonders seine Mutter, die diese führt, hält an Alten fest. Im Gegenzug möchte Tolan etwas Neues einführen und zeigt deutlich, dass er nicht mehr an die Götter und Geister glaubt. Er will mit aller Kraft den Fortschritt vortreiben, ohne auf Rituale zu achten oder die Göttin zu ehren. Durch Arnu kann man gut feststellen, das es unterschiede bei den Göttern, Geistern und Ritualen gibt und auch ein paar Gemeinsamkeiten. Die Rituale und das Zusammenleben werden schön dargestellt, wie es zu dieser Zeit hätte sein können. Genauso wird gezeigt, wie teilweise die Jugend den Wunsch zeigt das Salz schnellere und effizienter zu fördern und auch, ihre Macht zu mehren, dabei sind ihnen alte Werte nicht so wichtig. Die Charaktere sind wunderschön und liebevoll ausgearbeitet und gezeigt. Sie zeigen eine für mich schöne Tiefe und man kann irgendwie alle Gedankengänge gut nachvollziehen. Besonders schön fand ich, dass am Ende nochmal beschrieben ist, was man schon durch die Archäologie herausgefunden hat und auf welche aktuellen Orte die Geschichte basiert.

Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Jutta Leskovar, geboren 1972 in Linz, studierte in Wien Ur- und Frühgeschichte und Geschichte. Seit 2001 hat sie die Funktion einer Sammlungsleiterin am Oberösterreichischen Landesmuseum inne. Ihr wissenschaftlicher Schwerpunkt liegt neben der älteren Eisenzeit (Hallstattzeit) auf Frauen- und Geschlechterarchäologie sowie der Schnittstelle zwischen Neuheidentum und Archäologie. Matriarchale Mythen zu bedienen ist nicht ihre Sache, was den feministischen Blick in die Vergangenheit keineswegs ausschließt. Sie lebt mit ihrer Familie in Leonding bei Linz und arbeitet an weiteren Romanen zur Urgeschichte Oberösterreichs.
Beiträge
So könnte es damals wirklich in Hallstatt gewesen sein.
Die Autorin, Sammlungsleiterin des Oberösterreichischen Landesmuseum, lässt die Hallstattzeit vor den Augen des Lesers/ der Leserin lebendig werden. Mit sympathischen und realistisch wirkenden Protagonisten führt sie uns ins Jahr um 600 v. Chr. nach Hallstatt. Dort glauben die Menschen an die Berggöttin, die ihnen erlaubt das Salz aus dem Berg zu holen. Renis und ihre Familie gelten als die Mittler zwischen der Göttin und den Menschen. Nur Tolan, Renis Bruder, will sich diesen "alten" Ansichten nicht beugen. Als er sich seiner Familie widersetzt geschieht ein schweres Unglück.... Die Autorin hat einen schönen Erzählstil, was mir sehr gefällt ist, dass sie bei der Sache bleibt und nicht ständig abschweift. Das Buch war unterhaltsam und interessant.
Am Anfang, bis ca. 45 % sehr zäh, dann wird es aber bis zum Schluss spannend.
Historisch gesehen, hätte ich mir genauere Beschreibungen vom Schmuck, zur gewählten Epoche gewünscht und z.b. den Gewichtsweinstuhl detaliert zu beschreiben. Das hat komplett gefehlt. Dann wurde ein WebSchiffchen beschrieben, was historisch falsch ist, es gibt Abbildungen von Spindeln, wo mit gewebt wird und die Autorin hat noch nie an einem Gewichtsweinstuhl gearbeitet, dann wüsste, sie das ein WebSchiffchen kein Sinn und doppelte Arbeit macht. Ich hätte mir eine Karte zur Übersicht gewünscht, das man weiß, wo man sich beim lesen befindet.
Eine schöne Geschichte wie es hätte sein können um ca 600 vor Christus am Hallberg
Das Buch ist ein historischer Roman, der um 600 vor Christus am Hallberg spielt. Man startet mit dem jungen Mann Arnu, der seinem Freund Tolan in dessen Heimat folgt, da dieser sehr begeistert von ihr erzählte und bei Arnu zu Hause, genauso wie bei Tolan Salz abgebaut wird. Jedoch ziemlich unterschiedlich. Die Familie von Arnu baut nach Profit das Salz ab, während in Tolans Heimat dies nur nach alten Regeln geschieht. Tolan selbst ist aus seiner Heimat fortgezogen, da er der Meinung war, das man ohne diese Regeln und Rituale, mehr Salz fördern könnte und dieses auch als Bezahlung für etwas verwendet sollte, wie zum Beispiel Krieger zu kaufen, die einen schützen sollten, falls der Berg angegriffen würde. Die Menschen auf den Berg verlassen sich auf den Schwur, dass man sie nicht angreift, auch wenn zu dem Zeitpunkt der Geschichte ein Clanführer begonnen hat mit Gewalt andere Gebiete einzuverleiben. Man sieht wie sehr die Menschen am Berg sich auf die Geister, die Göttin, die Schwüre und die Rituale verlassen. Die Gemeinschaft und besonders seine Mutter, die diese führt, hält an Alten fest. Im Gegenzug möchte Tolan etwas Neues einführen und zeigt deutlich, dass er nicht mehr an die Götter und Geister glaubt. Er will mit aller Kraft den Fortschritt vortreiben, ohne auf Rituale zu achten oder die Göttin zu ehren. Durch Arnu kann man gut feststellen, das es unterschiede bei den Göttern, Geistern und Ritualen gibt und auch ein paar Gemeinsamkeiten. Die Rituale und das Zusammenleben werden schön dargestellt, wie es zu dieser Zeit hätte sein können. Genauso wird gezeigt, wie teilweise die Jugend den Wunsch zeigt das Salz schnellere und effizienter zu fördern und auch, ihre Macht zu mehren, dabei sind ihnen alte Werte nicht so wichtig. Die Charaktere sind wunderschön und liebevoll ausgearbeitet und gezeigt. Sie zeigen eine für mich schöne Tiefe und man kann irgendwie alle Gedankengänge gut nachvollziehen. Besonders schön fand ich, dass am Ende nochmal beschrieben ist, was man schon durch die Archäologie herausgefunden hat und auf welche aktuellen Orte die Geschichte basiert.







