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Das Buch habe ich mal geschenkt bekommen und jetzt mal zur Hand genommen. Ich habe nicht viel erwartet, aber wurde doch positiv überrascht. Der Anfang war etwas zäh, weil ich mich erstmal an den Schreibstil gewöhnen musste. Der ist irgendwie so anders, dass ich das gar nicht so genau benennen kann. Aber als ich dann drinnen war, flogen die Seiten nur so davon. Das Buch hat aber auch nur 400 Seiten und eine große, angenehme Schrift. Ich hätte nicht gedacht, dass eine Dystopie mit so wenigen Seiten funktionieren kann. Hat es aber. Erzählt wird aus der Sicht von der 17-Jährigen Juri. Sie hat noch nie das Sonnenlicht gesehen und lebt auf der untersten Ebene eines gigantischen Höhlensystems. Diese sind in verschiedene Ebenen unterteilt und sie ist auf der untersten Ebene, die für die Verwertung und Wiederaufbereitung zuständig ist. Dort herrschen Krankheiten, Armut und Kriminalität. Jeder versucht dort nur irgendwie zu überleben. Juri arbeitet dort in der Leichenverbrennungsanlage. Es startet also direkt düsterer und brutaler, als ich erwartet hätte. Eines Tages ruft der Kaiser zur „Blüte“ auf, wo die Vollkommensten der unteren Ebenen einen Platz auf der Oberfläche erhalten können. Dort leben die privilegierten Menschen, die genug zu essen haben und ein gutes Leben führen können. Ihre wunderschöne Freundin, die ihren Körper verkauft, um zu überleben, bekommt schnell ein Ticket für das Auswahlverfahren. Juri aber nicht, da sie nicht schön genug sei. Doch sie möchte ebenfalls unbedingt raus aus ihrem Schicksal, verkleidet sich als Junge und schmuggelt sich in die Auslese. Doch ausgerechnet der Sohn des Kaisers wird während des Auswahlverfahrens auf sie aufmerksam. Hat er ihre Tarnung durchschaut? Oder spielt der Prinz auch ein doppeltes Spiel? Juri habe ich direkt geliebt. Sie ist sehr taff und zuerst eher eine Einzelgängerin. Wie alle auf ihrer Ebene hat sie viel durchgemacht. Sie ist aber nie zerbrochen und kämpft mit allen Mitteln um ihr Überleben. Dabei hinterfragt sie vieles und ist sehr klug. Juri macht eine tolle Charakterentwicklung in dem Buch durch und wird noch stärker. Sie erkennt, dass Zusammenhalt viel wert ist und schließt weitere Freundschaften. Dabei ist sie so mutig und teilweise auch abgebrüht. Sie braucht keinen Retter, dass kann sie ganz alleine. Auch viele Nebencharaktere habe ich geliebt. Juris Freundin habe ich auf ihre freche Art geliebt und auch während ihres Auswahlverfahrens findet Juri weitere tolle Freunde, die ich schnell in mein Herz geschlossen habe. Natürlich gab es auch richtig ätzende Charaktere, die ich nicht mochte. Doch jeder hatte seine eigene Persönlichkeit und ich wusste immer wer wer ist. Es gibt eine zarte Liebesgeschichte bzw. sogar mehrere (ihre Freunde bekommen auch teilweise ihr Glück), die aber nicht im Vordergrund stehen. Das fand ich hier auch sehr passend und authentisch. Das Worldbuilding ist genial und so gut beschrieben, als wäre ich auch in diesem elenden Loch gewesen. Während der Geschichte wandern wir durch die verschiedenen Ebenen und lernen so alles sehr gut kennen. Es ist teilweise wirklich grausam, schrecklich und brutal. Für ein beworbenes Jugendbuch fand ich es teilweise schon echt hart und blutig. Also ich würde es erst ab 16 Jahren empfehlen. Toll fand ich auch das angehauchte japanische Flair. Die Autorin schreibt im Nachwort, dass die japanische Mythologie und Geschichte sie sehr inspiriert hat. Auch wird die Japanische Sage von den Göttern Amaterasu und Susanoo spannend miteingebracht, die entscheidend für das Klassensystem sind. Es gab viele spannende und brutale Prüfungen, unvorhersehbare Wendungen und krasse Enthüllungen. Ich hätte am Anfang nie erwartet, was am Ende alles passiert und rausgekommen ist. Das Ende ist zwar abschließend, aber ich hätte mir da mehr Seiten und Zeit für das Finale gewünscht. Ebenso wäre ein zweiter Teil toll, um zu wissen, wie alles weitergeht. Dennoch ist es als Einzelband sehr gut lesbar. Besonders großartig finde ich die Message des Buches. Egal wer du bist, wie du aussiehst, wen du liebst, was du besitzt, welches Geschlecht du hast, wo du geboren wurdest oder welche Einschränkungen du hast, alle sind gleichwertig. Trotz kleiner Kritikpunkte ist dieser Einzelband eine tolle und überraschend brutale Dystopie, die ich sehr gerne mochte und empfehlen kann.
18. Juni 2026
Das Buch habe ich mal geschenkt bekommen und jetzt mal zur Hand genommen. Ich habe nicht viel erwartet, aber wurde doch positiv überrascht. Der Anfang war etwas zäh, weil ich mich erstmal an den Schreibstil gewöhnen musste. Der ist irgendwie so anders, dass ich das gar nicht so genau benennen kann. Aber als ich dann drinnen war, flogen die Seiten nur so davon. Das Buch hat aber auch nur 400 Seiten und eine große, angenehme Schrift. Ich hätte nicht gedacht, dass eine Dystopie mit so wenigen Seiten funktionieren kann. Hat es aber. Erzählt wird aus der Sicht von der 17-Jährigen Juri. Sie hat noch nie das Sonnenlicht gesehen und lebt auf der untersten Ebene eines gigantischen Höhlensystems. Diese sind in verschiedene Ebenen unterteilt und sie ist auf der untersten Ebene, die für die Verwertung und Wiederaufbereitung zuständig ist. Dort herrschen Krankheiten, Armut und Kriminalität. Jeder versucht dort nur irgendwie zu überleben. Juri arbeitet dort in der Leichenverbrennungsanlage. Es startet also direkt düsterer und brutaler, als ich erwartet hätte. Eines Tages ruft der Kaiser zur „Blüte“ auf, wo die Vollkommensten der unteren Ebenen einen Platz auf der Oberfläche erhalten können. Dort leben die privilegierten Menschen, die genug zu essen haben und ein gutes Leben führen können. Ihre wunderschöne Freundin, die ihren Körper verkauft, um zu überleben, bekommt schnell ein Ticket für das Auswahlverfahren. Juri aber nicht, da sie nicht schön genug sei. Doch sie möchte ebenfalls unbedingt raus aus ihrem Schicksal, verkleidet sich als Junge und schmuggelt sich in die Auslese. Doch ausgerechnet der Sohn des Kaisers wird während des Auswahlverfahrens auf sie aufmerksam. Hat er ihre Tarnung durchschaut? Oder spielt der Prinz auch ein doppeltes Spiel? Juri habe ich direkt geliebt. Sie ist sehr taff und zuerst eher eine Einzelgängerin. Wie alle auf ihrer Ebene hat sie viel durchgemacht. Sie ist aber nie zerbrochen und kämpft mit allen Mitteln um ihr Überleben. Dabei hinterfragt sie vieles und ist sehr klug. Juri macht eine tolle Charakterentwicklung in dem Buch durch und wird noch stärker. Sie erkennt, dass Zusammenhalt viel wert ist und schließt weitere Freundschaften. Dabei ist sie so mutig und teilweise auch abgebrüht. Sie braucht keinen Retter, dass kann sie ganz alleine. Auch viele Nebencharaktere habe ich geliebt. Juris Freundin habe ich auf ihre freche Art geliebt und auch während ihres Auswahlverfahrens findet Juri weitere tolle Freunde, die ich schnell in mein Herz geschlossen habe. Natürlich gab es auch richtig ätzende Charaktere, die ich nicht mochte. Doch jeder hatte seine eigene Persönlichkeit und ich wusste immer wer wer ist. Es gibt eine zarte Liebesgeschichte bzw. sogar mehrere (ihre Freunde bekommen auch teilweise ihr Glück), die aber nicht im Vordergrund stehen. Das fand ich hier auch sehr passend und authentisch. Das Worldbuilding ist genial und so gut beschrieben, als wäre ich auch in diesem elenden Loch gewesen. Während der Geschichte wandern wir durch die verschiedenen Ebenen und lernen so alles sehr gut kennen. Es ist teilweise wirklich grausam, schrecklich und brutal. Für ein beworbenes Jugendbuch fand ich es teilweise schon echt hart und blutig. Also ich würde es erst ab 16 Jahren empfehlen. Toll fand ich auch das angehauchte japanische Flair. Die Autorin schreibt im Nachwort, dass die japanische Mythologie und Geschichte sie sehr inspiriert hat. Auch wird die Japanische Sage von den Göttern Amaterasu und Susanoo spannend miteingebracht, die entscheidend für das Klassensystem sind. Es gab viele spannende und brutale Prüfungen, unvorhersehbare Wendungen und krasse Enthüllungen. Ich hätte am Anfang nie erwartet, was am Ende alles passiert und rausgekommen ist. Das Ende ist zwar abschließend, aber ich hätte mir da mehr Seiten und Zeit für das Finale gewünscht. Ebenso wäre ein zweiter Teil toll, um zu wissen, wie alles weitergeht. Dennoch ist es als Einzelband sehr gut lesbar. Besonders großartig finde ich die Message des Buches. Egal wer du bist, wie du aussiehst, wen du liebst, was du besitzt, welches Geschlecht du hast, wo du geboren wurdest oder welche Einschränkungen du hast, alle sind gleichwertig. Trotz kleiner Kritikpunkte ist dieser Einzelband eine tolle und überraschend brutale Dystopie, die ich sehr gerne mochte und empfehlen kann.
18. Juni 2026







