
25 Follower
Nette kleine Kurzgeschichten
10. Mai 2026
Nette kleine Kurzgeschichten
10. Mai 2026
Blick ins Buch
Liebenswerte Käuze, sonderbare Spinner, tolpatschige Verehrer, entnervte Mütter, prahlende Väter, tanzende und (gleich zwei Mal) rudernde Hunde – wer mit den Geschichten diese Buches nicht auf seine Kosten kommt, dem ist nicht zu helfen. Die beiden (sich sehr nahestehenden Autoren) haben einen Ton gefunden für ihre Alltagsgeschichten, eine Melodie, die alle komischen und traurigen Episoden zu einem Lesebuch verbindet, das für alle gedacht ist, denen das Leben rätselhaft geblieben ist.
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11 Bewertungen
5 Rezensionen
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25 Follower
10. Mai 2026
10. Mai 2026

415 Follower
Rudernde Hunde ist eine Sammlung kurzer Geschichten über schräge Alltagsfiguren. Eine Reihe von Episoden, die irgendwo zwischen Komik und Tragik angesiedelt sind. Der Klappentext verspricht genau diese Mischung aus „komischen und traurigen Episoden“, die das Leben in seiner ganzen Absurdität spiegeln sollen. Dabei bewegt sich das Buch bewusst im Format der Kurzgeschichte und will offenbar eher Momentaufnahmen liefern als durchgehende Erzählungen. Die ersten vier Geschichten drehen sich – soweit aus den einleitenden Kapiteln ersichtlich – um genau solche Alltagskonstellationen. Eine klare Trennung zwischen den beiden Autoren oder unterschiedliche Handschriften sind dabei zunächst nicht erkennbar, da die einzelnen Texte nicht gekennzeichnet sind. Insgesamt entsteht der Eindruck eines Sammelbandes, der lose Szenen des Lebens aneinanderreiht, ohne sich stark an klassischen Spannungsbögen zu orientieren. Mein Zugang zu Kurzgeschichten ist grundsätzlich eher zurückhaltend, weshalb ich das Buch auch eher als Experiment gewählt habe – vor allem, weil mir neuere Werke von Elke Heidenreich gut gefallen haben. Entsprechend war die Erwartung durchaus vorhanden, hier einen ähnlichen Ton wiederzufinden. Nach den ersten vier Geschichten habe ich das Buch allerdings abgebrochen. Ausschlaggebend war weniger ein einzelner Aspekt, sondern das Gesamtgefühl: Die Geschichten wirkten auf mich sehr altbacken im Humor (immerhin ist das Buch über 20 Jahre alt) und haben weder inhaltlich noch sprachlich einen Zugang geschaffen. Weder Witz noch Spannung oder eine erkennbare Tiefe haben sich für mich eingestellt. Die Erzählungen erschienen mir eher platt und teilweise schlicht belanglos. Es fehlte der Punkt, an dem eine Kurzgeschichte entweder überraschend, pointiert oder gedanklich anregend wird. Stattdessen blieb vieles für meinen Geschmack ohne klare Aussage oder Reizwirkung. Interessant war noch die Wahrnehmung der Autorenstimmen: Da keine Zuordnung erfolgt und ich bis dahin keinen deutlichen stilistischen Unterschied erkennen konnte, hat sich für mich auch kein Gefühl für zwei getrennte Handschriften entwickelt. Am Ende stand daher eine sehr pragmatische Entscheidung: Die Lesezeit investiere ich lieber in Bücher, die mich inhaltlich stärker abholen und mir mehr geben als diese Sammlung in ihrer Anfangsphase.
4. Mai 2026
Rudernde Hunde ist eine Sammlung kurzer Geschichten über schräge Alltagsfiguren. Eine Reihe von Episoden, die irgendwo zwischen Komik und Tragik angesiedelt sind. Der Klappentext verspricht genau diese Mischung aus „komischen und traurigen Episoden“, die das Leben in seiner ganzen Absurdität spiegeln sollen. Dabei bewegt sich das Buch bewusst im Format der Kurzgeschichte und will offenbar eher Momentaufnahmen liefern als durchgehende Erzählungen. Die ersten vier Geschichten drehen sich – soweit aus den einleitenden Kapiteln ersichtlich – um genau solche Alltagskonstellationen. Eine klare Trennung zwischen den beiden Autoren oder unterschiedliche Handschriften sind dabei zunächst nicht erkennbar, da die einzelnen Texte nicht gekennzeichnet sind. Insgesamt entsteht der Eindruck eines Sammelbandes, der lose Szenen des Lebens aneinanderreiht, ohne sich stark an klassischen Spannungsbögen zu orientieren. Mein Zugang zu Kurzgeschichten ist grundsätzlich eher zurückhaltend, weshalb ich das Buch auch eher als Experiment gewählt habe – vor allem, weil mir neuere Werke von Elke Heidenreich gut gefallen haben. Entsprechend war die Erwartung durchaus vorhanden, hier einen ähnlichen Ton wiederzufinden. Nach den ersten vier Geschichten habe ich das Buch allerdings abgebrochen. Ausschlaggebend war weniger ein einzelner Aspekt, sondern das Gesamtgefühl: Die Geschichten wirkten auf mich sehr altbacken im Humor (immerhin ist das Buch über 20 Jahre alt) und haben weder inhaltlich noch sprachlich einen Zugang geschaffen. Weder Witz noch Spannung oder eine erkennbare Tiefe haben sich für mich eingestellt. Die Erzählungen erschienen mir eher platt und teilweise schlicht belanglos. Es fehlte der Punkt, an dem eine Kurzgeschichte entweder überraschend, pointiert oder gedanklich anregend wird. Stattdessen blieb vieles für meinen Geschmack ohne klare Aussage oder Reizwirkung. Interessant war noch die Wahrnehmung der Autorenstimmen: Da keine Zuordnung erfolgt und ich bis dahin keinen deutlichen stilistischen Unterschied erkennen konnte, hat sich für mich auch kein Gefühl für zwei getrennte Handschriften entwickelt. Am Ende stand daher eine sehr pragmatische Entscheidung: Die Lesezeit investiere ich lieber in Bücher, die mich inhaltlich stärker abholen und mir mehr geben als diese Sammlung in ihrer Anfangsphase.
4. Mai 2026

1 Follower
Elke Heidenreich hat sich ja leider im Rahmen der Gender-Debatte als Feminus-Ikone blamiert. Da wurde mein kleines Herzchen gebrochen. Weil ich finde ihr Geschichten über Frauen und ihre Liebe stark, witzig, klug beobachtet, strahlend, wunderschön. Ich habe es sehr genossen, diese Geschichten zu lesen. Mein persönliches Lieblingsbuch von Elke Heidenreich.
17. Jan. 2026
Elke Heidenreich hat sich ja leider im Rahmen der Gender-Debatte als Feminus-Ikone blamiert. Da wurde mein kleines Herzchen gebrochen. Weil ich finde ihr Geschichten über Frauen und ihre Liebe stark, witzig, klug beobachtet, strahlend, wunderschön. Ich habe es sehr genossen, diese Geschichten zu lesen. Mein persönliches Lieblingsbuch von Elke Heidenreich.
17. Jan. 2026
3 von 5 Rezensionen
Autorin / Autor
Elke Heidenreich lebt in Köln. Sie studierte Germanistik und Theaterwissenschaft und arbeitete bei Hörfunk und Fernsehen. Sie veröffentlichte unter anderem die Geschichten »Rudernde Hunde« (mit Bernd Schroeder), den Roman »Alte Liebe« (mit Bernd Schroeder), eine Liebeserklärung an die Musik »Passione«, das Venedig-Buch »Die schöne Stille«, die Geschichten »Der Welt den Rücken«, die kurzen Geschichten »Alles kein Zufall«, »Männer in Kamelhaarmänteln« sowie »Ihr glücklichen Augen«. Im FISCHER Taschenbuch erschien 2023 der Erzählband »Neulich im Himmel«.Literaturpreise:Julius-Campe-Preis 2010
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