Roter Schnee

Roter Schnee

Taschenbuch
3.67

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Beschreibung

Das ländliche Japan an der Schwelle zur Moderne. Fischer, Tischler, Bedienstete, zurückgelassene Ehefrauen und Kinder kämpfen in diesen rauen Jahren ums Überleben – ein jeder mit Blick auf die kleinen täglichen Errungenschaften. Sagenhafte Wesen und übernatürliche Kreaturen verschmähen es nicht, mit diesen Handwerkern und Bauern zu handeln, an Sommertagen zu beschützen, sie an Winterabenden zu quälen oder die Zahl ihrer Nachkommen zu erhöhen, indem sie in Frühlingsnächten verlassene Ehefrauen schwängern. Susumu Katsumata stellt seine zarten und ausdrucksstarken Zeichnungen in den Dienst dieser grausamen, komischen und tief bewegenden Geschichten. Wie in einem Theaterstück präsentiert er Szenen aus dem bäuerlichen Leben in Tohoku, einer Bergregion im Nordosten des Landes, die auf seinen Kindheitserinnerungen basieren und ein Japan beschreiben, das von den Traditionen der Vorfahren bestimmt wird.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Comics
Sub-Genre
N/A
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
192
Preis
16.50 €

Autorenbeschreibung

Katsumata Susumu, 1943 in Kahoku, Japan geboren, begann 1965 mit der Veröffentlichung von Comic-Strips in der Avantgarde-Zeitschrift GARO. Er wechselte zwischen kurzen, humoristischen Comictrips, mit denen er seinen Ruf begründete, und persönlicheren Geschichten, in denen er das Leben von Bauern und Handwerkern in seiner Heimatregion schildert. Für ROTER SCHNEE erhielt Susumu Katsumata 2006 den 35. Japanese Cartoonists Association Award Grand Prize.

Beiträge

2
Alle
3.5

In »Roter Schnee« nimmt Autor Katsumata das Publikum mit in zehn kurze Geschichten rund um das ländliche Japan und dessen Bewohner. Einige sind der perfekte Inbegriff der realistischen Gekiga - Storys, andere wiederum eher japanische Folklore. So oder so war der gesamte Band eine ganz andere Leseerfahrung für mich. Zugegebenermaßen bin ich mir nicht sicher, ob ich jede Kurzgeschichte wirklich verstanden habe, dennoch liefern sie alle samt interessante Denkansätze sowie Einblicke in die Mythologie Japans. Unterdessen macht der Autor auch nicht davor halt mit expliziten und gewaltigen Szenen zu arbeiten.. aber auch einige humorige Elemente sind geschickt platziert. Vor dem Lesen sollte man sich zudem ins Gedächtnis rufen, dass das Werk schon etwas älter ist und sich dies auch in den Zeichnungen widerspiegelt. Die cartoonartigen Figuren lassen direkt erkennen, dass die Storys erstmals zwischen 1976 und 1985 veröffentlicht wurden. Nichtsdestotrotz bietet „Roter Schnee“ einen spannenden Einblick in das Leben der Menschen im ländlichen Japan, ohne dieses zu verherrlichen, jenes jedoch auch nicht herabwürdigt.

5

Zehn japanische Kurzgeschichten.

Es handelt sich um den Reprint eines Gekiga aus den 70ern und 80ern. Es werden ländliche japanische Kurzgeschichten an der Schwelle zur Moderne dargestellt. Die Darstellung sind zum Teil sehr explizit und gewaltvoll, aber auch mythisch und magisch.

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