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Rembrandt in Wort und Bild/Simmel Georg, "Ein Kunstphilosophischer Versuch"

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Über das Buch

Rembrandt Harmensz van Rijn ist einer der "meistbesungenen" holländischen Künstler des 17. Jahrhunderts. Rembrandt wurde und wird bis auf unsere Tage, aus vielen Richtungen beleuchtet. Dieses erhellen von Rembrandts Werk, das als Grundgerüst seiner hell-dunkel - Thematik sein ganzes Werk durchzieht, widmen sich zuvörderst die Kunstwissenschaft, daneben Philosophen, Theologen, Apologenten der so genannten Lebenswissenschaften, Erkenntnistheoretiker, Analytiker, Soziologen und nicht zuletzt Künstler. Dort wo Joseph Beuys davon spricht, daß jeder Mensch ein Künstler ist, darf ich als Künstler hinzufügen: "Künstlertum ist Auftrag und Aufgabe";- insbesondere ist es Wirkungsmacht durch Konzentration, Willen und Möglichkeit, im Verbund mit Eigenart und menschlichem Tiefgang. In diesem Zusammenhang, fand die Schrift von Georg Simmel, "Rembrandt, ein kunstphilosophischer Versuch" aus dem Jahr 1919, auch bei mir große Beachtung. Ich entschloß mich, die Beschränkung Simmels, auf das "schnöde" Wort aufzuheben. Im vorliegenden Künstlerbuch habe ich lockere Verbindungen von den Texturen Simmels zum Bild, in Form von Kupferdruck Kunstblättern bzw. Tafeln gelegt, die ebenfalls Anfang des 20. Jahrhunderts beim Richard Bong Kunstverlag Berlin erschienen sind. Der Herausgeber dieses schönen Bandes ist Wilhelm Bode, mit Texten von Wilhelm Valentiner, das ebenfalls in Kürze im Verlag für das Künstlerbuch als DVD erscheinen wird. Der Kunstphilosophische Ansatz Simmels, der ausschließlich dem Worte Prägnanz und Beschreibungsmacht gewährt, bringt andere Rezipienten der Bildwerke Rembrandts, die in selbsttätiger Eigeninterpretation Werke des Meisters ausmessen wollen in Situationen, die "Jeder ist ein Künstler" J. Beuys, die Wirksamkeit des Werkes von Rembrandt in einer Art "einhegen", die Kreationen des: "jeder Mensch ist Künstler", mit Bedacht verhindert; Deutungshoheit heißt, daß die Geisel dieses Denkens, vielen Menschen eigenständige "Künstlerschaft" nicht nur rundweg abspricht, sondern darüber hinaus suggeriert, daß (Kunst) --- Wissenschaft, allein seeligmachender Impulsgeber für alle Kategorien des Wissens darstellt. Der Künstler und sein Werk bekommt in diesem Verhältnis eine Statistenrolle; Ein Surrogat von Worten spielt mit Allmachtphantasien, die Werke der Kunst und damit das Sein des originären Werks vernichten. Insofern führe ich zusammen, was zusammen gehört, als Künstler und Wissenschaftler, als Mensch. Ich habe mir aus diesem Grunde erlaubt, ohne Kommentare 11 frühe Kaltnadelradierungen, um 1972 aus meinem Oeuvre in diesen Korpus einzustellen. Ein eigener Vortrag rundet diesen schönen Band.
ISBN9783944661285
VerlagKünstlerbuch
Erscheinungsdatum05.12.13
Seitenzahl188

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