Rattentanz
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Beschreibung
Buchinformationen
Beiträge
Puh. Zum Ende des Buches hin fühlte es sich mehr nach einer Aufgabe an, das Buch zu beenden. Ich wollte es nach knapp 500 Seiten nur noch zu Ende bringen. Diese Geschichte mit über 800 Seiten hätte man auch gut und gerne in kleinerem Umfang erzählen können. Gleich zu Anfang fand ich, dass die Geschichte unrealistisch schnell an Fahrt aufgenommen hatte. Die Sichtweisen der verschiedenen Protagonisten wechselten immer wieder ab, was mir sehr gut gefiel und der Schreibstil war für mich flüssig und gut lesbar. Das Ende war nicht unbedingt überraschend, aber ganz nett. Zwischendurch hatte ich nur immer wieder das Gefühl, nicht richtig voranzukommen. Vielleicht fehlt mir aber auch einfach die Geduld und ich bin einfach kein Leser von solch dicken Büchern 😅 Hat mir also insgesamt leider nicht so zugesagt wie erhofft.

Der Versuch ein neuer Stephen King zu sein.
Das Erstlingswerk von Michael Tietz beginnt mit einer grandiosen Grundidee; Der Strom fällt weltweit aus und das soziale Netz bricht innerhalb weniger Stunden komplett zusammen. Die Handlung nimmt sehr schnell Fahrt auf, an verschiedenen Strängen wird zeitgleich gezogen. Zu Beginn kommt man noch ganz gut hinterher, nach circa 150 Seiten kommen immer mehr Sidefacts hinzu und man findet sich in den zig Strängen kaum noch zurecht. Gut 400 Seiten später, einige Hauptpersonen haben den Weg zueinander gefunden oder wurden getrennt wird es deutlich strukturierter und die Handlung nimmt wieder Fahrt auf. Alles in Allem bin ich der Meinung, dass es hierbei nicht um das Buch und die Handlung per se ging, sondern um so viele Seiten wie möglich zu füllen. Schade, denn wenn der Autor einfach 300 Seiten winzige Sidefacts weggelassen hätte, dann wäre dieses Buch wirklich empfehlenswert.
Netter Dystopieroman ohne diesen großen Schnickschnack.
Es geht um ein deutsches Dorf wo nach einem "Dumme-Jungen-Streich" die Lichter ausgeknipst werden. Es sind verschiedene Handlungsstränge von verschiedenen Persoben, die zum Ende hin verknüpft werden und in einem Drama enden. Man konnte es flüssig durchhören und sich in die Menschen hineinversetzen. Mir hat es gut gefallen, da diesmal nicht eine große miltärische o.ä. Aktion dahinter stand. Klare Lese-/Hörempfehlung!
Kurzbeschreibung: 23. Mai, 7.00 Uhr: Eva Seger hat die Frühschicht im Krankenhaus angetreten. Sie freut sich darauf, ihrem Mann, der auf einer Geschäftsreise in Schweden ist, von ihrer Schwangerschaft zu erzählen. Doch dazu kommt es nicht: Von einer Sekunde zur anderen bricht das weltweite Stromnetz zusammen. Danach ist nichts mehr wie zuvor. Im heillosen Chaos, zwischen Menschen, die keine Skrupel mehr kennen, müssen Eva und ihr Mann sich einen Weg bahnen. Für beide geht es ums Überleben - und darum, ihr Zuhause zu erreichen, wo ihre Tochter ganz allein ist... Zum Autor: Michael Tietz ist gelernter Krankenpfleger und lebt mit Frau, Sohn und Hund im Südschwarzwald. Rattentanz ist sein erster Roman, ein weiterer befindet sich bereits in Arbeit. Rezension: Durch zwei Schüler, die eigentlich nur im Sinn haben, ihre Klausuren zu boykottieren und dafür einen Computervirus entwickeln, der aber leider durch einen Schreibfehler nicht am Tag der Prüfung scharfgeschaltet wird, kommt es am 23. Mai zur weltweiten Katastrophe. Um 7.00 Uhr morgens fällt das komplette Stromsystem in sich zusammen. Flugzeuge stürzen ab, Kraftwerke explodieren, die ganze Infrastruktur ist auf dem Stand des Mittelalters. In Wellendingen, dem Hauptspielort, müssen die Einwohner lernen, mit der neuen Situation umzugehen. Und es kommt wie es kommen muss: Die Menschen werden langsam zu Tieren, Skrupellosigkeit und Egoismus zeigen sich mit ihrer hässlichsten Fratze und auch vor Mord wird nicht zurückgeschreckt... Mit "Rattentanz" ist Michael Tietz ein fantastischer Debütroman gelungen, der in seiner Intensität seinesgleichen sucht. Auf über 800 Seiten, von denen keine einzige langweilig oder in die Länge gezogen wirkt, schildert der Autor eine Zukunftsvision, die sicherlich genauso auftreten könnte und führt dem Leser vor Augen, was passieren kann, wenn auf der ganzen Welt das Stromnetz von jetzt auf gleich zusammenbricht. Bis ins kleinste Detail werden einzelne Charaktere, die zahlreich vertreten sind, geschildert. Allen voran das Ehepaar Seger, um das sich die Geschichte dreht, aber auch die Bewohner Wellendingens und viele Einzelschicksale werden von Michael Tietz in teils atemberaubender Spannung geschildert, die aber auch in manchen Fällen traurig werden lassen. Auch vor einigen brutalen Szenen wird nicht haltgemacht: Menschen gehen über Leichen, weil sie keinen anderen Ausweg sehen oder sich Macht erschaffen wollen. Doch gibt es auch vereinzelte Hoffnungsschimmer, denn in den Kleinstädten wie Wellendingen wächst eine Gemeinschaft heran, die nur durch Zusammenhalt stark ist. Das Genre des Romans lässt sich etwas schlecht einordnen, man könnte es als Dystopie für erwachsene Leser ansehen, aber ob der vielen spannenden und auch brutalen Szenen habe ich es in das Krimi/Thriller-Genre eingereiht. Ich kann "Rattentanz" definitiv empfehlen, denn nicht eine der über 800 Seiten wirkt langatmig und man kann gar nicht anders als mit den schnell liebgewonnenen Charakteren mitzittern und -fiebern. Fazit: "Rattentanz" ist ein spannungsgeladener und fesselnder Roman, der nie langweilig wird. Die detailliert ausgearbeiteten Charaktere sind ein wahrer Genuss und führen gnadenlos vor Augen, zu was Menschen in einer absoluten Notsituation fähig sind, im Positiven als auch im Negativen. Absolut empfehlenswert!
"Was würdest du tun, wenn der Albtraum beginnt?" Dieses Buch lässt einen ganz tief in die menschlichen Abgründe schauen. Es werden unter Anderem Gier, Angst und Übergriffe thematisiert. Aber auch Zusammenhalt - von bekannten und unbekannten.⠀⠀⠀⠀⠀⠀ Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die Unterschiede von Stadt und Land durchaus so eintreten könnten. Ich hoffe allerdings, dass wir nie in solch eine Situation kommen.
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Puh. Zum Ende des Buches hin fühlte es sich mehr nach einer Aufgabe an, das Buch zu beenden. Ich wollte es nach knapp 500 Seiten nur noch zu Ende bringen. Diese Geschichte mit über 800 Seiten hätte man auch gut und gerne in kleinerem Umfang erzählen können. Gleich zu Anfang fand ich, dass die Geschichte unrealistisch schnell an Fahrt aufgenommen hatte. Die Sichtweisen der verschiedenen Protagonisten wechselten immer wieder ab, was mir sehr gut gefiel und der Schreibstil war für mich flüssig und gut lesbar. Das Ende war nicht unbedingt überraschend, aber ganz nett. Zwischendurch hatte ich nur immer wieder das Gefühl, nicht richtig voranzukommen. Vielleicht fehlt mir aber auch einfach die Geduld und ich bin einfach kein Leser von solch dicken Büchern 😅 Hat mir also insgesamt leider nicht so zugesagt wie erhofft.

Der Versuch ein neuer Stephen King zu sein.
Das Erstlingswerk von Michael Tietz beginnt mit einer grandiosen Grundidee; Der Strom fällt weltweit aus und das soziale Netz bricht innerhalb weniger Stunden komplett zusammen. Die Handlung nimmt sehr schnell Fahrt auf, an verschiedenen Strängen wird zeitgleich gezogen. Zu Beginn kommt man noch ganz gut hinterher, nach circa 150 Seiten kommen immer mehr Sidefacts hinzu und man findet sich in den zig Strängen kaum noch zurecht. Gut 400 Seiten später, einige Hauptpersonen haben den Weg zueinander gefunden oder wurden getrennt wird es deutlich strukturierter und die Handlung nimmt wieder Fahrt auf. Alles in Allem bin ich der Meinung, dass es hierbei nicht um das Buch und die Handlung per se ging, sondern um so viele Seiten wie möglich zu füllen. Schade, denn wenn der Autor einfach 300 Seiten winzige Sidefacts weggelassen hätte, dann wäre dieses Buch wirklich empfehlenswert.
Netter Dystopieroman ohne diesen großen Schnickschnack.
Es geht um ein deutsches Dorf wo nach einem "Dumme-Jungen-Streich" die Lichter ausgeknipst werden. Es sind verschiedene Handlungsstränge von verschiedenen Persoben, die zum Ende hin verknüpft werden und in einem Drama enden. Man konnte es flüssig durchhören und sich in die Menschen hineinversetzen. Mir hat es gut gefallen, da diesmal nicht eine große miltärische o.ä. Aktion dahinter stand. Klare Lese-/Hörempfehlung!
Kurzbeschreibung: 23. Mai, 7.00 Uhr: Eva Seger hat die Frühschicht im Krankenhaus angetreten. Sie freut sich darauf, ihrem Mann, der auf einer Geschäftsreise in Schweden ist, von ihrer Schwangerschaft zu erzählen. Doch dazu kommt es nicht: Von einer Sekunde zur anderen bricht das weltweite Stromnetz zusammen. Danach ist nichts mehr wie zuvor. Im heillosen Chaos, zwischen Menschen, die keine Skrupel mehr kennen, müssen Eva und ihr Mann sich einen Weg bahnen. Für beide geht es ums Überleben - und darum, ihr Zuhause zu erreichen, wo ihre Tochter ganz allein ist... Zum Autor: Michael Tietz ist gelernter Krankenpfleger und lebt mit Frau, Sohn und Hund im Südschwarzwald. Rattentanz ist sein erster Roman, ein weiterer befindet sich bereits in Arbeit. Rezension: Durch zwei Schüler, die eigentlich nur im Sinn haben, ihre Klausuren zu boykottieren und dafür einen Computervirus entwickeln, der aber leider durch einen Schreibfehler nicht am Tag der Prüfung scharfgeschaltet wird, kommt es am 23. Mai zur weltweiten Katastrophe. Um 7.00 Uhr morgens fällt das komplette Stromsystem in sich zusammen. Flugzeuge stürzen ab, Kraftwerke explodieren, die ganze Infrastruktur ist auf dem Stand des Mittelalters. In Wellendingen, dem Hauptspielort, müssen die Einwohner lernen, mit der neuen Situation umzugehen. Und es kommt wie es kommen muss: Die Menschen werden langsam zu Tieren, Skrupellosigkeit und Egoismus zeigen sich mit ihrer hässlichsten Fratze und auch vor Mord wird nicht zurückgeschreckt... Mit "Rattentanz" ist Michael Tietz ein fantastischer Debütroman gelungen, der in seiner Intensität seinesgleichen sucht. Auf über 800 Seiten, von denen keine einzige langweilig oder in die Länge gezogen wirkt, schildert der Autor eine Zukunftsvision, die sicherlich genauso auftreten könnte und führt dem Leser vor Augen, was passieren kann, wenn auf der ganzen Welt das Stromnetz von jetzt auf gleich zusammenbricht. Bis ins kleinste Detail werden einzelne Charaktere, die zahlreich vertreten sind, geschildert. Allen voran das Ehepaar Seger, um das sich die Geschichte dreht, aber auch die Bewohner Wellendingens und viele Einzelschicksale werden von Michael Tietz in teils atemberaubender Spannung geschildert, die aber auch in manchen Fällen traurig werden lassen. Auch vor einigen brutalen Szenen wird nicht haltgemacht: Menschen gehen über Leichen, weil sie keinen anderen Ausweg sehen oder sich Macht erschaffen wollen. Doch gibt es auch vereinzelte Hoffnungsschimmer, denn in den Kleinstädten wie Wellendingen wächst eine Gemeinschaft heran, die nur durch Zusammenhalt stark ist. Das Genre des Romans lässt sich etwas schlecht einordnen, man könnte es als Dystopie für erwachsene Leser ansehen, aber ob der vielen spannenden und auch brutalen Szenen habe ich es in das Krimi/Thriller-Genre eingereiht. Ich kann "Rattentanz" definitiv empfehlen, denn nicht eine der über 800 Seiten wirkt langatmig und man kann gar nicht anders als mit den schnell liebgewonnenen Charakteren mitzittern und -fiebern. Fazit: "Rattentanz" ist ein spannungsgeladener und fesselnder Roman, der nie langweilig wird. Die detailliert ausgearbeiteten Charaktere sind ein wahrer Genuss und führen gnadenlos vor Augen, zu was Menschen in einer absoluten Notsituation fähig sind, im Positiven als auch im Negativen. Absolut empfehlenswert!
"Was würdest du tun, wenn der Albtraum beginnt?" Dieses Buch lässt einen ganz tief in die menschlichen Abgründe schauen. Es werden unter Anderem Gier, Angst und Übergriffe thematisiert. Aber auch Zusammenhalt - von bekannten und unbekannten.⠀⠀⠀⠀⠀⠀ Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die Unterschiede von Stadt und Land durchaus so eintreten könnten. Ich hoffe allerdings, dass wir nie in solch eine Situation kommen.









