Radio Girls

Radio Girls

Taschenbuch
3.619
Roaring TwentiesFrauenromanAmerikanerBabylon Berlin

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Beschreibung

Eine unvergessliche Reise in Londons Roaring Twenties

London, 1926, der Krieg ist vorbei, die aufregende Energie der Veränderung flirrt durch die Luft. Die junge Amerikanerin Maisie hat einen Job bei dem gerade erst gegründeten Rundfunksender BBC ergattert. Sie ist elektrisiert vom hektischen Tempo, den jungen klugen Mitarbeitern und einschüchternden Chefs. Sie entdeckt ihre Leidenschaft für das Radio und trifft auf die außergewöhnliche Hilda Matheson, die Gründerin des beliebten Talk-Programms, die ihr zur Mentorin wird. Als die beiden jedoch eine schockierende Verschwörung aufdecken, müssen sie sich entscheiden: Wie weit gehen zwei engagierte Journalistinnen für die Wahrheit?

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Zeitgenössische Romane
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
512
Preis
11.40 €

Autorenbeschreibung

Sarah-Jane Stratford ist Autorin und Essayistin und schreibt unter anderem für den Guardian, den Boston Globe, die Los Angeles Review of Books, Slate, Salon und Guernica. Sie ist darüber hinaus Mitglied von WAM! - Women, Action and the Media.

Beiträge

6
Alle
4.5

Die Anfänge des Radios 📻 Historischer Roman ⭐️

Starke Frauen der 20er und 30er Jahre, Frauenrechte, Arbeit bei der BBC, Sexismus, Mut, Pionierinnen, Ideale, Selbstbestimmung und gesellschaftlicher Wandel Der Roman handelt von jungen Frauen aus unterschiedlichen sozialen Schichten, die beim Radio arbeiten. Sie kämpfen in einer Männerdomäne um Anerkennung, Wertschätzung und faire Bezahlung. Ich fand es sehr spannend einen Einblick in die Anfänge des Radios zu erhalten. Der Roman ist unaufgeregt und passt zur damaligen Zeit. Die Frauen müssen sich entscheiden zwischen Anpassung an gesellschaftliche Erwartungen oder einem selbstbestimmten Leben. Wer ein märchenhaftes Ende erwartet, für den ist dieses Buch jedoch nichts. Der Roman zeigt, dass gesellschaftlicher Fortschritt immer auf dem Mut Einzelner beruht. Empfehlung für Fan von historischen Geschichten ⭐️

Die Anfänge des Radios 📻 
Historischer Roman ⭐️
2.5

OMG wie langweilig

4

Im London der 20er und 30er Jahre gewinnt der Neugegründete Radiosender BBC immer mehr an Bedeutung. Revolutionär ist, das Frauen dort Arbeiten dürfen. Das Buch erzählt sowohl spannend die Hintergründe einer Radiosendung und wie das Programm entsteht, als auch die persönliche Entwicklung der jungen Maisie von der armen Schreibkraft, zur gescheiten Vertragsassistentin mit journalistischen Fähigkeiten.

3

"Radio girls" ist ein historischer Roman und handelt von den Anfängen der BBCs in den 20er/30er Jahren. Im Mittelpunkt der Erzählung steht Maisie Musgrave, die dort einen Job als Sekretärin ergattern kann. Schon bald wird sie zur Assistentin der einflussreichen Hilda und durch ihre Scharfsinnigkeit und Neugierde entdeckt sie in dieser Position bald, dass nicht alle der BBC wohlgesonnen sind und dass mit der politischen Umbruchsstimmung nicht nur Gutes einhergeht. Meinung: mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen, vermutlich nicht zuletzt deshalb weil ich sehr gerne historische Romane lese. Ich fand es spannend in die Zeit der 20er/30er Jahre einzutauchen, in der so viel im Umbruch war. Es gefiel mir an dem Buch, dass auch Themen wie das Frauenwahlrecht und das beginnende Naziregime in Deutschland thematisiert wurden. Maisie war eine tolle Protagonistin und man konnte total schön beobachten wie sie sich entwickelte. Den Schreibstil fand ich angemessen, auch wenn er mir zwischendrin etwas langatmig vorkam. Allgemein fand ich, dass sich das Buch an manchen Stellen etwas gezogen hat und ich kam mit den vielen Namen die vorkamen nicht ganz so gut zurecht. Trotzdem schaffte es die Autorin gegen Ende hin nochmal Spannung zu erzeugen und gesamt gesehen finde ich ist "radio girls" ein historischer Roman, mit einer schönen Geschichte, der einem zugleich aber sehr viel geschichtliches, wissenswertes vermittelte.

5

„Radio Girls“ spielt im Zeitraum zwischen dem November 1926 und (inklusive Epilog) 1932. Es geht um den Aufstieg und die Entwicklung der staatlichen britischen Rundfunkgesellschaft BBC - British Broadcasting Cooperation. Gegründet eigentlich als ‚Absatzförderungsinstrument‘ der Radiohersteller, wurde die BBC Ende 1926 in eine Körperschaft des Öffentlichen Rechts umgewandelt. Hier lässt auch Stratford ihren Roman beginnen. Nicht ohne jedoch der/dem Leser*in mit einem kurzen, rasanten Prolog Appetit zu machen und gleichzeitig zu zeigen: Hier geht es nicht nur um die (ggf. faden) Erinnerungen einer Rundfunksekretärin. Bereits mit diesen knapp 1 ½ Seiten hatte mich die Autorin gecatcht. Das ist schon ein Kunststückchen, aber es ging flott weiter und wir begleiten die Heldin des Romans, Maisie Musgrave, mit klopfendem Herzen zu ihrem Vorstellungstermin in die BBC. Maisie Musgrave ist die zentrale Person der „Radio Girls“, ergänzt durch die historische Figur der Programmdirektorin der Vortragsabteilung, Hilda Matheson, quasi als Co-Protagonistin. Daneben bevölkert eine bunte Mischung an fiktiven und historischen Personen den Roman. Und sie tun es in einer grandiosen Lebendigkeit, dass man sie absolut und jederzeit vor sich sieht. Vom Generaldirektor, von allen nur GD genannt über manchmal sympathische, manchmal schleimig-eklige Männergestalten, bis hin zu Rusty, einem der vielen Botenjungen. Nachdem sich das erste Drittel des Romans um den beruflichen Einstieg von Maisie Musgrave dreht, ergänzt durch den Blick auf die Entwicklung der BBC, nimmt diese zweite Perspektive dann deutlich an Fahrt auf. Maisie und die BBC werden mehr und mehr eins und die Figur der Protagonistin bekommt zunehmend Kontur. Tändeleien gibt es natürlich auch und ich muss gestehen, ich habe bei Maisies erstem Date mit einem Kollegen mit gezittert. Ich habe gebetet: Lieber Gott, lass das jetzt nicht in einer Liebesgeschichte enden! Aber man darf sich der erfahrenen Journalistin Sarah-Jane Stratford anvertrauen, die u.a. für The Guardian und The Boston Globe geschrieben hat. Routiniert führt sie die/den Leser*in an jedem rosaroten Fallstrick vorbei (übrigens auch später, wenn wir - liebestechnisch betrachtet - in wesentlich gefährlicheres Fahrwasser kommen). Stratford baut die Liebesgeschichten perfekt in die Gesamtstory ein, genauso wie das Wetter, Zahnschmerzen oder durchgelaufene Schuhe ist die Liebe eben Teil des täglichen Lebens. Nicht mehr und nicht weniger. Und zwar völlig egal, welche Art von Liebe! Als ich dann zur gefürchteten Mitte des Buches kam, gab es wieder so einen kurzen Angstmoment. Würde es jetzt, zwar flott erzählt, aber doch im selben Thema, weitergehen? Aber nein, hier startet die Autorin, fast möchte man sagen, wie ein Art Zusatztriebwerk, eine zweite Handlungsebene, die mich endgültig ans Buch band. Ich will nicht spoilern, deshalb gehe ich nicht weiter auf diese zweite Handlungseben ein. Nur soviel: Es ist rasant und dramatisch! Von der Tatsache abgehen, dass der gebürtigen U.S.-Amerikanerin Sarah-Jane Stratford ein ungemein spannender und im besten Sinne unterhaltsamer Roman gelungen ist, wird uns hier - ganz sanft und fast durch die Hintertür ein Lehrstück der Frauenrechte vorgeführt. Sehr elegant baut die Autorin die, für die britische Demokratie nicht eben schmeichelhaften, Fakten zur Lage der Frau im Vereinigten Königreich ein. Und als wenn das nicht virtuos genug wäre, haben queere Charaktere einen unaufdringlichen aber deutlichen Auftritt. Absolut begeistert (u.a.) war ich von der fein ziselierten Darstellung der historischen Person des Generaldirektors John Reith. Auch hier will ich nicht spoilern. Nur soviel: Es lohnt sich, seinen Aussagen und Handlungen aufmerksam zu folgen, dann kann man vergnügliche Zusammenhänge entdecken. Die Sprache des Buches, der Wortwitz, das Tempo: alles stimmt auf den Punkt. Hier wird, mit einem enormen Kraftaufwand an Recherche, ein Stück Geschichte serviert, das mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert hat. Ich hoffe inständig, dass die Autorin eine Fortsetzung mit Fokus auf die Jahre zwischen 1932 und dem Kriegsanfang schreiben wird. „Radio Girls“ ist eines meiner Lesehighlights 2020 und ich empfehle es mit Nachdruck!

2

This could have been really good, I really enjoyed the beginning of the book and the fact that the author also involved people from real life who helped to form the BBC. However, the main character really wasn't my cup of tea. The narrative was really one-toned and boring, and Maisie always did the same thing over and over again. Her character was also really bland. All I know about her is that she desperately wishes for a husband. There were also random sprinkles inbetween: Hitler, the Nazis, the Suffragette movement, MI5, Bolshevism... what? There were a couple of instances where Maisie broke in and stole information. And it seemed so unrealistic every single time! I disliked this subplot and it felt really out of place in the narrative.

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