Blick ins Buch

Romane

Partypeople

3,5(24)
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Über das Buch

FINALE Deutscher Popliteraturpreis 2026 Der Ich-Erzähler im neuen Roman von Stefan Sommer hat alles und nichts: Als erfolgreicher Techno-DJ wird er auf private Partys von Superreichen eingeflogen, lässt sich von Haute-Cuisine-Chefs bekochen, nächtigt in Grand Hotels. Ein luxuriöses Leben zwischen Helikopterflügen, Infinitiy-Pools, Champagner und den immer groteskeren Wünschen eines Superstars, der von sich und der Welt gelangweilt ist. Dazwischen: Loneliness. Designerdrogen und Schmerzmittel helfen nur vorübergehend, und auch Christian, ein verheirateter Mann, ist schnell wieder aus dem Leben des DJs verschwunden. Während seiner gnadenlosen Hetze um die Welt erkennt der Erzähler irgendwann, dass er davonläuft: Vor dem Verlust der Mutter, die Jahre zuvor verstorben ist. Seither trägt er ihre Lieblingsblumen als Tattoo auf der Haut – ein zarter Versuch, der Härte der Erfolgsindustrie etwas entgegenzusetzen. Partypeople blickt mit kalter Komik in die Welt des großen Geldes: erzählt von Rich Kids, Tech-Oligarchen, performativer Männlichkeit und neuem Kapitalismus. Man hofft auf einen Ausweg, und ahnt doch, dass es keinen geben kann. Der Gesellschaftsroman unserer Zeit – im Takt der Social-Media-GenerationRadikal zeitgenössisch: über Selbstdarstellung, Erfolg und Erschöpfung im Zeitalter der permanenten Öffentlichkeit. Zwischen DJ-Pult in Versailles und Luxushotels auf Mykonos – ein sprachmächtiges Feuerwerk voller Provokation und Glamour. Für Leser:innen, die den popkulturellen Gesellschaftsroman der Gen Z suchen.

Editionen (1)

ISBN9783701313426
VerlagOtto Müller Verlag GmbH
Erscheinungsdatum24.02.26
Seitenzahl164

Rezensionen & Bewertungen

24 Bewertungen

10 Rezensionen

3,5

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  • 3,5

    Man muss sich drauf einlassen, aber genau das macht den Reiz aus.

    Das Buch nimmt einen mit in eine rastlose Welt aus Partys, Beziehungen und der Suche nach sich selbst. Im Mittelpunkt stehen Figuren, die sich durch Nächte voller Exzess treiben lassen, dabei immer wieder aufeinandertreffen, sich verlieren und neu orientieren. Die Handlung ist dabei weniger geradlinig erzählt, sondern wirkt wie eine Abfolge intensiver Momentaufnahmen, die zusammen ein Lebensgefühl einfangen – irgendwo zwischen Freiheit, Überforderung und Orientierungslosigkeit. 🌪️ Der Vibe? Passt total. Vor allem die rohe, direkte Sprache trägt die Atmosphäre richtig gut. 🔥
 Aber: Zwischenzeitlich hat mir etwas Tiefe gefehlt – manche Figuren und Entwicklungen bleiben eher an der Oberfläche. Trotzdem: Ich habe es gern gelesen. Man muss sich drauf einlassen, aber genau das macht den Reiz aus. ✨ Danke an den @otto_mueller_verlag für das Rezensionsexemplar! 🫶🏻

    1. Mai 2026

  • herrkarlinger
    herrkarlinger

    52 Follower

    2,5

    •Ich sehe sie, und sie denken, sie sehen mich auch … 🙄

    „Party People“ von Stefan Sommer habe ich abgebrochen, weil mir der Stil schlicht zu schnell, zu grell und zu überladen war. Der Roman wirft einen ohne Vorwarnung in ein Dauerfeuer aus Slang, Anglizismen und Szenejargon, das eher Distanz schafft als Einblick. Besonders irritierend fand ich die Selbstverständlichkeit, mit der der Text voraussetzt, man habe selbstverständlich auch noch ein bisschen Französisch im Repertoire — ein Anspruch, der eher nach elitärem Schulterzucken wirkt als nach literarischem Feinsinn. Eigentlich wollte ich mehr über diese Szene erfahren, aber die grelle Überdrehtheit des Buches hat mir eher gezeigt, warum mich diese Welt nicht interessiert. Am Ende blieb das Gefühl, dass der Roman sehr viel Lärm macht, aber wenig erzählt, das mich wirklich erreicht.

    •Ich sehe sie, und sie denken, sie sehen mich auch … 🙄

    11. März 2026

  • marielle_liest
    marielle_liest

    149 Follower

    5,0

    Eine spannende Reise in die Welt eines berühmten DJ, der vieles ausprobiert und über Grenzen geht, um Einsamkeit, Trauer und Selbstzweifeln zu entfliehen.

    Beim Lesen liebe ich es, Ausflüge zu machen. Ausflüge in Sphären, die mir ferner nicht sein könnten. Besonders gern mache ich diese Ausflüge mit Autor*innen meines Vertrauens - damit ich sicher sein kann, nicht auf Abwege zu geraten. 🪩 Also habe ich mich einfach fallen lassen beim Lesen - in die Seiten und Kapitel. Kopfüber. Gemeinsam mit dem Ich-Erzähler, der sehr berühmter Techno-DJ ist, bin ich einmal um die Welt gereist. Habe Clubs besucht, Luxushotels mit Infinity-Pools und teure Yachten, habe obskure Longevity-Trends probiert und habe mit äußerst merkwürdigen Menschen zu Abend gegessen. So richtig viel gesehen haben wir eigentlich nicht von den Orten, klar wegen den Drogen, den Schmerzmitteln und dem Alkohol. Irgendwie muss man das Jetset-Leben ja durchhalten und vor allem das unerträgliche Gerede der Leute, die nur unser Bestes wollen. Einmal sind wir am Flughafen in Paris gestrandet und haben Christian kennengelernt, der ein Doppelleben führt (was wir aber erst später checken), der vorgibt hetero zu sein und irgendwie super schlimme Probleme mit seinem richtigen Ich hat. Stay tuned. Später dann sind die Schmerzen und Zusammenbrüche immer krasser geworden. Ich bin sicher, das kommt von dem unfassbar kranken Lebensstil, aber der DJ will das nicht wahrhaben. Es ist unfassbar weird, mal in diese Welt eintauchen zu können. Ich hab mich irgendwie selbst gefühlt wie im Rausch. Aber ich war auch traurig, richtig lost, andauernd eigentlich. Weil Maman so fehlt. Das ist vom DJ so auf mich übergeschwappt. Und irgendwie ist das mit Christian ne richtig toxische Angelegenheit. Wie kräftezehrend und aushöhlend die ganze Beziehung ist, nimmt mich richtig mit. Hart, intim und viel deeper als ich dachte, war mein Ausflug in die Welt der Partypeople. Aber Leute, ich sag’s euch, echt nur als Leserin. Never im real Life. Bin super froh, dass mich Stefan Sommer sprachlich so exzellent durchgelotst hat. Lest das mal! Große Empfehlung! 🪩

    Eine spannende Reise in die Welt eines berühmten DJ, der vieles ausprobiert und über Grenzen geht, um Einsamkeit, Trauer und Selbstzweifeln zu entfliehen.

    28. März 2026

3 von 10 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 3823%
tom.blabal
tom.blabal2. Apr. 2026

Also...wie anstrengend kann man schreiben 😅 und was sollen die 100 pariser Straßennamen, und französischen Begriffe...das machts jetz auch nicht grad zu peosie.

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1 Kommentar verdeckt

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1 Kommentar verdeckt

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Autorin / Autor

Über Stefan Sommer

1989 geboren, wuchs in einer kleinen schwäbischen Gemeinde auf. Sein Großvater prophezeite ihm schon als Kleinkind, aus ihm könne später wohl nur ein Pfarrer oder ein Schauspieler werden. Es kam ähnlich, aber anders. Der Autor lebt heute in München und arbeitet für die Süddeutsche Zeitung und den Bayerischen Rundfunk. Er schreibt Reportagen und Essays über Popmusik, Gesellschaft, Körperpolitik, Harry Styles, Klimaaktivismus und Datingportale für Impfgegner:innen. Ausgezeichnet mit dem „International Music Journalism Award“ 2020 in der Kategorie „Beste musikjournalistische Arbeit unter 30“, dem „Ernst Schneider Preis“ für Wirtschaftsjournalismus 2021 und einem Literaturstipendium „Junge Kunst und neue Wege“ 2021 durch den Freistaat Bayern.

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