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30. Nov. 2025
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30. Nov. 2025
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„You know,“ she murmured, „we‘re all heading straight to hell.“ „Yes,“ said Masako, giving her a bleak look. „It‘s like riding downhill with no brakes.“ „You mean, there’s no way to stop?“ „No, you stop alright - when you crash.“
15. Feb. 2025
„You know,“ she murmured, „we‘re all heading straight to hell.“ „Yes,“ said Masako, giving her a bleak look. „It‘s like riding downhill with no brakes.“ „You mean, there’s no way to stop?“ „No, you stop alright - when you crash.“
15. Feb. 2025

73 Follower
Japanische Bücher, ob es nun Thriller oder Gesellschaftsromane sind, haben für mich immer einen Hang zur Verstörtheit. Oft werden Außenseiter porträtiert und/oder eine zutiefst pessimistisches Bild der Gesellschaft gezeichnet. Das ist in diesem Buch nicht anders. Vier Kolleginnen einer Nachtschicht in einer Lunchpaket-Fabrik in Tokio entsorgen auf kleinteilige Weise die Leiche einer der Ehemänner der Vier. Was wir eine makabre Krimikömodie zunächst erscheinen mag, ist aber ein wirklich gut geschriebenes Psychogramm von mittelständigen Ehefrauen, die im Zuge der Anonymisierung in den Ghettos einer Großstadt zunehmend ihre Individualität als Menschen verlieren und nur noch in den vorgegebenen Strukturen in Familie und Beruf zu funktionieren haben. Nach gut zwei Drittel des Buchs habe ich mich gefragt, ob denn der Kriminalfall überhaupt nötig gewesen wäre. Das Buch hätte auch ohne die Ermorderung des Ehemann als Sozialdrama funktioniert. In diesem Zusammenhang eine scharfe Kritik am Goldmann-Verlag, der sowohl mit Titel als auch mt Coverbild eine morbide, erotische Geschichte andeuten will. Das Buch heißt im Englischen "Out", was bestimmt auch dem Originaltitel näher kommt und zeigt ein Frauengesicht mit einer Klinge. Out trifft es viel besser, denn es geht um den Ausbruch aus den beengten Verhältnissen eines Lebens, dass keine Zuversicht und Hoffnung mehr bietet. Dieser Ausbruch der Frauen ist radikal, aber sehr konsequent und endet nicht für alle im Glück. Mich hat vor allem überzeugt, wie die sozialen Fehlentwicklungen in der japanischen Gesellschaft umfassend dargestellt wurden. Die Autorin lässt sich auch viel Zeit bei über 600 Seiten, um die Figuren und ihre Gefühle sehr anschaulich darzustellen. Einzig ihr Hang, manche Szenen im Folgekapital nochmal aus der Sicht einer anderen beteiligten Person zu erzählen, empfand ich als unnötig. Durchaus empfehlenswert, allerdings auch sehr blutig.
29. Dez. 2022
Japanische Bücher, ob es nun Thriller oder Gesellschaftsromane sind, haben für mich immer einen Hang zur Verstörtheit. Oft werden Außenseiter porträtiert und/oder eine zutiefst pessimistisches Bild der Gesellschaft gezeichnet. Das ist in diesem Buch nicht anders. Vier Kolleginnen einer Nachtschicht in einer Lunchpaket-Fabrik in Tokio entsorgen auf kleinteilige Weise die Leiche einer der Ehemänner der Vier. Was wir eine makabre Krimikömodie zunächst erscheinen mag, ist aber ein wirklich gut geschriebenes Psychogramm von mittelständigen Ehefrauen, die im Zuge der Anonymisierung in den Ghettos einer Großstadt zunehmend ihre Individualität als Menschen verlieren und nur noch in den vorgegebenen Strukturen in Familie und Beruf zu funktionieren haben. Nach gut zwei Drittel des Buchs habe ich mich gefragt, ob denn der Kriminalfall überhaupt nötig gewesen wäre. Das Buch hätte auch ohne die Ermorderung des Ehemann als Sozialdrama funktioniert. In diesem Zusammenhang eine scharfe Kritik am Goldmann-Verlag, der sowohl mit Titel als auch mt Coverbild eine morbide, erotische Geschichte andeuten will. Das Buch heißt im Englischen "Out", was bestimmt auch dem Originaltitel näher kommt und zeigt ein Frauengesicht mit einer Klinge. Out trifft es viel besser, denn es geht um den Ausbruch aus den beengten Verhältnissen eines Lebens, dass keine Zuversicht und Hoffnung mehr bietet. Dieser Ausbruch der Frauen ist radikal, aber sehr konsequent und endet nicht für alle im Glück. Mich hat vor allem überzeugt, wie die sozialen Fehlentwicklungen in der japanischen Gesellschaft umfassend dargestellt wurden. Die Autorin lässt sich auch viel Zeit bei über 600 Seiten, um die Figuren und ihre Gefühle sehr anschaulich darzustellen. Einzig ihr Hang, manche Szenen im Folgekapital nochmal aus der Sicht einer anderen beteiligten Person zu erzählen, empfand ich als unnötig. Durchaus empfehlenswert, allerdings auch sehr blutig.
29. Dez. 2022
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