Ours

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Hardcover
4.020

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Beschreibung

"A beautifully written and ambitious epic about the complexity of freedom. Williams crafts an expansive, original world filled with characters who linger long after the final page" Brit Bennett, author of The Vanishing HalfIn the mid-1800s, Saint, an enigmatic and powerful conjure woman, always flanked by a silent companion, travels the South annihilating plantations and liberating the enslaved by means of purposeful violence and powerful magic. She founds a town for those she has freed - and for them alone. They name the town Ours. Surrounded by an impenetrable magical border raised by Saint's powers, Ours is invisible to the outer world and sits blissfully away from prying eyes and violent hands. Saint's mission is to kill slavery - to scourge its damage from the minds of her charges and to keep them safe forever. Under Saint's watchful eye and away from the terrible weight of their enslavement, the townsfolk become neighbours, friends and lovers. They build each other's homes and care for each other's children. They love and grieve together. Then two mysterious strangers, Frances and Joy, appear, inexplicably crossing the invisible border from the outer world. And soon, Saint's lost past and fateful present begin to coalesce in ways that will either prove Ours' salvation or lay it bare to a world that would destroy it.Phillip B. Williams' astonishing debut novel is both a sweeping epic shot through with magic, and an intimate, elemental story about what it means to build a community and to try to build a life in the shadow of, and around the damage wrought by, slavery.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Zeitgenössische Romane
Format
Hardcover
Seitenzahl
592
Preis
24.00 €

Beiträge

4
Alle
5

Hinter den Erfahrungen bist du einfach nur Mensch

Was wäre, wenn es einen Ort gäbe, an dem alle Verfolgte, durch Machtmissbrauch Drangsalierte und Versklavte ungestört leben könnten? Nur Ausgewählte könnten überhaupt nur diesen Ort betreten. Er wäre wohl die wahre Zuflucht, ein Raum des Friedens und der Freiheit. Wir sind im Beginn des 19. Jahrhunders, nördlich von St. Louis. Saint, eine Magierin, bewandert in afrikanischer Spiritualität und Hoodoo erschafft so einen Ort, indem sie die Stadt, „Ours“ gründet, ein Zuhause für ehemalige Versklavte, die sie zum grossen Teil auch selbst befreit hat, indem sie ihre „sogenannten Herren“ tötete. Sie wird zur Gründerin und ist zunächst auch ihre einzige Beschützerin. Ein Paradies auf Erden, in dem man sich einfach nur wohlfühlen kann, fernab jeder Gefahr, an dem man sich frei entfalten kann, für alles nötige ist gesorgt, hier kann man sich entspannen. Die ausnahmslos nur aus Schwarzen bestehenden Personen in diesem Buch sind nun befreit und können erst jetzt anfangen, sich zu entwickeln. Wir erleben das mühsame Erlernen eines selbstbestimmten Lebens mit Höhen in Tiefen und damit zugleich die langsame und oft zögerliche Emanzipation einer afroamerikanischen Gesellschaft. Der Debütroman von Phillip V. Williams macht es uns nicht leicht, hinter die Geschichte zu kommen, die beinahe vordergründig poetische Sprache folgt oft keiner chronologischen Logik und ist zudem durchsetzt mit einer Art magischem Realismus, Visionen und Verschiebungen der Wirklichkeit hin zu den Geistwelten und mystischen Zwischenräumen. Es wird nicht möglich sein, hier weitere Beschreibungen des Inhalts des Buches zusammenzufassen, zu verschlungen und vieldimensional ist es. Mir ging es ganz wunderbar in diesem Buch, mit seinen versteckten Orten und vielschichtigen Menschen. Ich konnte tief eintauchen in mir bisher unbekannten Gepflogenheiten, Geschichten und Zaubereien, hier und jenseits. Die Sprache traf mich direkt ins Herz und liess mich alles Viel unmittelbar fühlen. Dies ist kein Buch des Verstandes, auch wenn es ein eher hohes, poetisches Niveau und einen glasklaren Verstand einfordert. Ein Zitat als Beispiel dieser Sprache: „Ich dachte, wenn ich mit dem Kopf im Damals bleibe, würde ich mich im Jetzt an das Damals erinnern, um es dir zurückzubringen, aber je mehr ich im Damals blieb, desto mehr übernahm das Jetzt die Oberhand, und jetzt kann ich dich nicht retten, weil das Du jetzt etwas von dem Ich damals braucht, das mein Ich jetzt nicht mehr hat. Das Du von damals war der Rettung näher, als ich weiter vom Hier entfernt war, das immer hier ist. Das Hier kam immer wieder, und das Damals-Du verwandelte sich immer wieder in das Jetzt-Du, dein Hier-Jetzt war im Geist leichter zu retten, aber meine Gedanken haben es schwerer, dich in dieser Zeit zu retten.“ (Lass dich bitte nicht abschrecken, dies ist ein Beispiel für eine seltene Verworrenheit, für die ich einiges an Zeit brauchte, bis ich es ungefähr erfassen konnte. ) Für mich ist es sicher ein Lebensbuch, welches ich wohl nie mehr vergessen werde. Es sei von Herzen jedem empfohlen, der den Sinn für Poesie, Mystik und Ausdauer (ja, es ist ein dickes Buch!) mitbringt

4

Tot oder lebendig?

Dieser Roman ist nicht nur durch seinen Umfang anspruchsvoll, sondern auch sprachlich und inhaltlich eine Herausforderung, die sich jedoch lohnt. Insgesamt bin ich am Ende der Lektüre trotzdem etwas ratlos, denn die Stärken des Textes waren für mein Empfinden auch gleichzeitig die Schwachstellen - und diese Uneindeutigkeit beschreibt den gesamten Roman schon ziemlich gut. Besonders der Ideenreichtum und die Kreativität, mit der Williams das vor den fremden Blicken verborgene „Ours“ ausschmückt, sind meiner Meinung nach einzigartig. Scheinbar werden dort alle Regeln des Erzählens auf den Kopf gestellt, sodass ich wirklich mit nichts rechnen und nichts vorhersehen konnte. Und die Frage, ob die Figuren in Ours jetzt nun tot oder lebendig sind, ist nur eine von vielen, über die sich sicher trefflich diskutieren lässt. In Kombination mit der lyrisch geprägten Sprache wurden die Einzelschicksale der Bewohner der Stadt auf märchenhafte und außergewöhnliche Weise mit afrikanischer Mythologie und den Gräueln der Sklaverei verbunden. Dieses wirklich wilde Durcheinander war aber teilweise auch etwas zu viel des Guten. Ein paar durchschaubare Muster zum Festhalten hätten mir daher sehr geholfen, dieses erzählerische Gesamtkunstwerk noch eindeutiger würdigen zu können.

4

Ein großes buntes, sprachgewaltiges Epos das die Geschichte der amerikanischen Sklaverei aus einer Schwarzen Perspektive neu erzählt

5

Märchenhafte Saga die einen verzaubert

Mit diesem Buch schafft Phillip B Williams eine poetische Saga. Um 1830 erscheint die Voodoo Zauberin Saint um versklavte Afrikaner*innen von den Plantagen der Vereinigten Staaten zu befreien, die sogenannten Herren fallen einfach Tod um. Und führt die Befreiten in die, von ihr neu gegründete Stadt Ours. Mit einem Zauber vor fremden und Eindringlingen geschützt leben die Menschen nun frei in der neuen Gemeinschaft. Und jede*r kämpft mit seinen eigenen Dämonen der Vergangenheit. Williams bedient sich einer wunderschönen epischen Sprache die manchmal wie Gesang anmutet. So beschreibt er Schicksal und persönliche Erlebnisse der einzelnen Bewohner*innen aus den unterschiedlichen Perspektiven, es gibt keine Hauptprotagonisten und dennoch verliert man den Faden nicht. Es geht um tiefe Traumata, Schuld und Vergebung und wie uns das in der Vergangenheit erduldete über Generationen beeinflusst. Ich bin von der ersten Seite in den Bann gezogen und tief ergriffen. Diesen Autor muss man sich merken.

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