Odysseus' Hund
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Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Maxi Obexer, aufgewachsen in Brixen, Südtirol / Italien, schreibt Theaterstücke, Prosa, Essays und Hörspiele. Ihre Arbeiten wurden vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Robert-Geisendörfer-Preis 2016, dem Potsdamer-Theaterpreis 2017 und zuletzt mit dem Alice-Salomon-Poetik-Preis 2023. Ihr Hörspiel »Im Auge des Sturms« wurde u. a. für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik 2024 nominiert. Sie war Gastprofessorin an verschiedenen US-amerikanischen Universitäten und unterrichtete an der Universität der Künste in Berlin und am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Ihr Debütroman »Wenn gefährliche Hunde lachen« erschien 2011. Mit einem Auszug aus ihrem zweiten Roman »Europas längster Sommer« (2018) war Maxi Obexer für den Bachmannpreis nominiert. Zuletzt erschien ihr Roman »Unter Tieren« bei Weissbooks (2023). Sie lebt und arbeitet in Berlin.
Beiträge
"Weil es neben den Menschen auch die Tiere gab, die auf die Welt kamen und die ich aufwachsen sah, begriff ich die Welt und das Dasein aller Lebewesen einschließlich der menschlichen als etwas Besonderes. Und so ist es mit der Schönheit: Weil ich Tieren zusehen konnte, wie sie sich in der Welt bewegen, begriff ich, wie schön die Welt ist. Und so ist es mit der Zartheit und mit der Zärtlichkeit: Weil ich sie bei den Tieren sah, begriff ich, dass zart zu sein und zärtlich, den Lebewesen eigen ist. Und so ist es mit der Sanftmut und mit der Hingabe und mit der Geduld: Ich sah sie bei den Tieren." Nachdem mich "Unter Tieren" begeistert hat, war klar, dass ich auch diese kleine Sammlung an Erzählungen lesen muss. Jede Geschichte behandelt die Beziehung zwischen Mensch und Tier, was Tiere für Menschen darstellen und bedeuten, ob als Haustier oder Nutztier. "Pirat" der geliebte und treue Hund, die Kälber auf der Alm und auch die Sau, die so oft Trost gespendet hat begegnen uns erneut. Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen, empfand aber "Unter Tieren" noch ergreifender und intensiver. Trotzdem gibt es eine Leseempfehlung von mir ⭐
"Tiere sind oft die Ersten, und oft sind sie die Letzten, die sich an uns erinnern, die uns daran erinnern, was uns verbindet." Maxi Obexer hält uns den Spiegel vor und was wir sehen ist nicht immer schön, aber wir müssen das aushalten. In diesem schmalen Buch gibt sie in Erzählungen mal historische Geschichten, mal Momentaufnahmen zu lesen, alle vereint, dass sie uns emotional sehr mitnehmen. Nach den ersten zwei Geschichten brauchte ich erstmal eine Pause. Dann wieder sind es sehr zärtliche Storys, die so viel Liebe enthalten, sogar wenn es um den Laboraffen Hakuri geht. Alle eint: "Was Tiere sind, was sie bedeuten und auch was sie uns sagen, ist noch lange nicht in Worte gefasst." Auch was die Verbindung Mensch und Tier ausmacht wird in den Geschichten sehr deutlich. Wie hat beide die Domestizierung verändert? "Wildtiere werden durch Domestikation zu Haustieren, Wildpflanzen zu Kulturpflanzen." Sind wir deswegen kultivierter? Sind wir in unserer Entwicklung höher anzusiedeln? Fragen, die sich mir beim Lesen aufgetan haben. "Sie (die Tiere) gelten als "Naturwesen", Menschen gelten als "Kulturwesen"." Das Wiedersehen mit Pirat, dem Hund aus "Unter Tieren", und den Kälbern auf der Alm hat mich besonders berührt. Aber auch die liebevollen und den Tieren wirklich zugetanen Bauern haben mich ein bisschen getröstet. Gut gefallen haben mir auch die Literaturerwähnungen z. B. von Marlen Haushofers "Die Wand" und "An das Wilde glauben" von Nastassja Martin, beides Bücher die ich sehr gerne mag und empfehlen kann. Große Leseempfehlung für die, die auch das brutale Vorgehen von Menschen aushalten können.
Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Maxi Obexer, aufgewachsen in Brixen, Südtirol / Italien, schreibt Theaterstücke, Prosa, Essays und Hörspiele. Ihre Arbeiten wurden vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Robert-Geisendörfer-Preis 2016, dem Potsdamer-Theaterpreis 2017 und zuletzt mit dem Alice-Salomon-Poetik-Preis 2023. Ihr Hörspiel »Im Auge des Sturms« wurde u. a. für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik 2024 nominiert. Sie war Gastprofessorin an verschiedenen US-amerikanischen Universitäten und unterrichtete an der Universität der Künste in Berlin und am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Ihr Debütroman »Wenn gefährliche Hunde lachen« erschien 2011. Mit einem Auszug aus ihrem zweiten Roman »Europas längster Sommer« (2018) war Maxi Obexer für den Bachmannpreis nominiert. Zuletzt erschien ihr Roman »Unter Tieren« bei Weissbooks (2023). Sie lebt und arbeitet in Berlin.
Beiträge
"Weil es neben den Menschen auch die Tiere gab, die auf die Welt kamen und die ich aufwachsen sah, begriff ich die Welt und das Dasein aller Lebewesen einschließlich der menschlichen als etwas Besonderes. Und so ist es mit der Schönheit: Weil ich Tieren zusehen konnte, wie sie sich in der Welt bewegen, begriff ich, wie schön die Welt ist. Und so ist es mit der Zartheit und mit der Zärtlichkeit: Weil ich sie bei den Tieren sah, begriff ich, dass zart zu sein und zärtlich, den Lebewesen eigen ist. Und so ist es mit der Sanftmut und mit der Hingabe und mit der Geduld: Ich sah sie bei den Tieren." Nachdem mich "Unter Tieren" begeistert hat, war klar, dass ich auch diese kleine Sammlung an Erzählungen lesen muss. Jede Geschichte behandelt die Beziehung zwischen Mensch und Tier, was Tiere für Menschen darstellen und bedeuten, ob als Haustier oder Nutztier. "Pirat" der geliebte und treue Hund, die Kälber auf der Alm und auch die Sau, die so oft Trost gespendet hat begegnen uns erneut. Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen, empfand aber "Unter Tieren" noch ergreifender und intensiver. Trotzdem gibt es eine Leseempfehlung von mir ⭐
"Tiere sind oft die Ersten, und oft sind sie die Letzten, die sich an uns erinnern, die uns daran erinnern, was uns verbindet." Maxi Obexer hält uns den Spiegel vor und was wir sehen ist nicht immer schön, aber wir müssen das aushalten. In diesem schmalen Buch gibt sie in Erzählungen mal historische Geschichten, mal Momentaufnahmen zu lesen, alle vereint, dass sie uns emotional sehr mitnehmen. Nach den ersten zwei Geschichten brauchte ich erstmal eine Pause. Dann wieder sind es sehr zärtliche Storys, die so viel Liebe enthalten, sogar wenn es um den Laboraffen Hakuri geht. Alle eint: "Was Tiere sind, was sie bedeuten und auch was sie uns sagen, ist noch lange nicht in Worte gefasst." Auch was die Verbindung Mensch und Tier ausmacht wird in den Geschichten sehr deutlich. Wie hat beide die Domestizierung verändert? "Wildtiere werden durch Domestikation zu Haustieren, Wildpflanzen zu Kulturpflanzen." Sind wir deswegen kultivierter? Sind wir in unserer Entwicklung höher anzusiedeln? Fragen, die sich mir beim Lesen aufgetan haben. "Sie (die Tiere) gelten als "Naturwesen", Menschen gelten als "Kulturwesen"." Das Wiedersehen mit Pirat, dem Hund aus "Unter Tieren", und den Kälbern auf der Alm hat mich besonders berührt. Aber auch die liebevollen und den Tieren wirklich zugetanen Bauern haben mich ein bisschen getröstet. Gut gefallen haben mir auch die Literaturerwähnungen z. B. von Marlen Haushofers "Die Wand" und "An das Wilde glauben" von Nastassja Martin, beides Bücher die ich sehr gerne mag und empfehlen kann. Große Leseempfehlung für die, die auch das brutale Vorgehen von Menschen aushalten können.





