Nana

Nana

Taschenbuch
3.024

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Beschreibung

Émile Zolas "Nana" entfaltet in schonungsloser Präzision den Aufstieg einer Pariser Kurtisane zur zerstörerischen Projektionsfläche des Zweiten Kaiserreichs. Als neunter Band des Rougon-Macquart-Zyklus verbindet der Roman naturalistische Beobachtung, soziale Diagnostik und symbolische Verdichtung: Theater, Boudoir und Börse erscheinen als Bühnen einer Gesellschaft, deren Glanz auf Begehren, Spekulation und moralischer Fäulnis beruht. Zolas Stil ist sinnlich, analytisch und unerbittlich zugleich. Zola, 1840 geboren, war der programmatische Kopf des französischen Naturalismus und verstand Literatur als experimentelle Untersuchung von Milieu, Vererbung und gesellschaftlicher Macht. Seine journalistische Erfahrung, seine genaue Kenntnis des Pariser Lebens und sein republikanischer Widerwille gegen die Korruption des Kaiserreichs prägen "Nana". Die Figur wird weniger psychologisch entschuldigt als historisch lesbar gemacht: als Produkt und Symptom einer Ordnung, die sie zugleich begehrt und verdammt. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die große Gesellschaftsromane schätzen und Literatur nicht nur als Erzählung, sondern als Erkenntnisinstrument begreifen. "Nana" ist ein provozierendes, brillant komponiertes Werk über Sexualität, Kapital und Verfall - verstörend aktuell in seiner Analyse öffentlicher Faszination und privater Ausbeutung.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Klassiker
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
196
Preis
13.00 €

Beiträge

3
Alle
4

Ein zeitloser Klassiker.

2

Abbruch bei 40 % Warum hat mir das Buch so gar nicht gefallen, wo doch der Realismus genau mein Geschmack ist? Die Welt des Varieté und der Operette interessieren mich eigentlich nicht, doch das ist noch lange kein Grund, warum ein Buch hierüber nicht nach meinem Geschmack sein kann. Ein Buch kann eigentlich alles möglich zum Thema haben, solange mich Stil und Sprache fesseln. Also gefiel mir der Stil nicht? Was macht den Zola-Stil aus? Da muss einmal lobend erwähnt werden, dass er nichts vorwegnimmt oder erzählt, sondern die Beschreibung eines Charakters einer Person über den Dialog entstehen lassen will. Man könnte jetzt wohlwollend sagen, dass er den Leuten aufs Maul schaut und daher ein sehr authentischer Schriftsteller ist. Die aus einfachen Verhältnissen stammende Nana, eine schlechte Operettensängerin, wird aufgrund ihrer äußerlichen Erscheinungen und ihre Reize von der Männerwelt in Paris verehrt und hofiert. Sie weiß diese Rolle geschickt auszunutzen und kommt so zu Reichtum. Die Verkommenheit der Subjekte im Buch kommt deutlich zum Vorschein durch die Art und Weise seines Erzählstils. Zola war zunächst Journalist und so wirkt auch seine Erzählweise. Und da komme ich zum eigentlichen Problem, das ich beim Lesen hatte. Mich interessiert nicht, was dumme Leute für dumme Sachen sagen, um zu zeigen, wie dumm sie sind. Ich bin privat jemand, der eher still ist. Ein Vier-Augen-Gespräch ziehe ich einer Party. Zola nimmt mich nun ständig mit auf solche Gesellschaften und statt sie humoristisch oder sprachlich geschliffen zu beschreiben, drückt er mir die kompletten Kassetten von irgendwelchen blasierten Franzosen ins Ohr. Im O-Ton. Oh Bitte, wenn dass die einzige Art der Abbildung der Wirklichkeit wäre in der Literatur, dann würde ich die 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts auslassen. Ich fühle mich einfach unwohl, diese Unterhaltungen miterleben zu müssen und mein verschüchtertes Ich will einfach nur schnell da raus, nach Hause, zu einem guten Buch. Ich würde mir nicht anmaßen, zu behaupten, dass dies kein gutes Buch ist, welches es nicht schafft, ein Gesellschaftsbild Frankreichs am Ende des 19. Jahrhunderts zu zeichnen. Aber es ist ein Buch, welches einfach nicht nach meinem Geschmack ist.

2

Nana was in her slut era waaaay before us.

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