Nachtwachen von Bonaventura - Freimüthigkeiten

Nachtwachen von Bonaventura - Freimüthigkeiten

Hardcover
4.01

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Beschreibung

Das fabelhafte Grundbuch der Romantik, ediert und kommentiert von Jost Schillemeit. »Nachtwachen. Von Bonaventura« - unter diesem Titel erschien 1804 anonym ein Buch, das im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts wiederentdeckt wurde und seit 1877 in immer neuen Nachdrucken erschien. Als mutmaßlichen Verfasser nahm man unter anderem Schelling, E.T.A. Hoffmann und Brentano an. Erst 1973 gelang Jost Schillemeit die eindeutige Identifizierung des Braunschweiger Literaten und Theaterdirektors August Klingemann als Verfasser. Von Klingemann stammt auch das ebenfalls anonym erschienene kleine satirische Lustspiel »Freimüthigkeiten«, das in Ton, Stil und Stoff deutlich an die »Nachtwachen« erinnert. Beide Texte folgen in Wortlaut, Orthographie und Interpunktion den Erstdrucken und sind mit einem Nachwort und Anmerkungen von Jost Schillemeit versehen. »Wie oft habe ich das geliebte schnurrige Werk gekauft, und immer, wenn ich es wiederlesen wollte, war es weg, hatte es einer mitgehen lassen. Ich sage auch nichts dawider, denn es ist ja begreiflich.« Peter de Mendelssohn, Süddeutsche Zeitung

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
N/A
Format
Hardcover
Seitenzahl
264
Preis
20.50 €

Autorenbeschreibung

Ernst August Friedrich Klingemann (1777-1831) war Dramatiker, Erzähler, Essayist und Theaterleiter in Braunschweig. Ihm ist die erste öffentliche Aufführung von Goethes »Faust« 1829 zu verdanken.

Beiträge

1
Alle
4

“Die Dichter sind ein unschädliches Völkchen, mit ihren Träumen und Entzückungen und dem Himmel voll griechischer Götter, den sie in ihrer Phantasie mit sich umhertragen. Bösartig aber werden sie sobald sie sich erdreisten ihr Ideal an die Wirklichkeit zu halten, und nun in diese, mit der sie gar nichts zu schaffen haben sollten, zornig hineinschlagen.” - Satire, die sich über sowohl Romantik als auch Aufklärung und Pragmatismus lustig macht, aber sich hierbei schon vieler romantischer Verfahren bedient -> zeigt irgendwie auf struktureller Ebene die Zerrissenheit und den Weltschmerz des versagten und desillusionierten Dichters - Metapoetisch mit Capital „M“! Sehr viele Takes zu zeitgenössischer Literatur und dem Theater. Geht so weit, dass die zentrale These des fast schon Nihilismus durch eine theatralische Metapher verdeutlicht wird. Die Falschheit und Leere der Existenz wird veranschaulicht durch immer wiederkehrenden Bezug auf Rollen und Masken. -> Ich mochte den Roman im Großen und Ganzen! Ich fand die vielen Textarten, mit denen hier gespielt wurde, sehr interessant. Ich muss zugeben, dass es nicht der leichteste Text im Nehmen war, ich musste viel googlen und teilweise Latein übersetzen, eben weil der Text sich so sehr auf das Zeitgenössische bezieht. Spricht nicht gegen die Qualität des Romans natürlich, und ich glaube es würde sich lohnen diesen irgendwann nochmal zu lesen um die Leitmotive in den doch sehr fragmentarischen Episoden besser zu analysieren.

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