Nachtfähre nach Tanger
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Beschreibung
Es ist später Abend im Hafen von Algeciras. Im dunklen Warteraum des Fährterminals sitzen zwei alternde Iren, langjährige Partner im lukrativen, aber gefährlichen Geschäft des Drogenschmuggels, und erwarten Dilly, die verschollene Tochter des einen. Sie haben gehört, dass sie in dieser Oktobernacht entweder auf einem Boot aus Tanger ankommt oder auf einem Boot in Richtung Tanger abfährt. Diese Nachtwache ist der Auftakt zu einer außergewöhnlichen Reise in die Vergangenheit, ihre gemeinsame Geschichte. Eine Geliebte ist verloren, eine Tochter verschwunden, eine Welt zerbrochen − kann sie wieder zusammengefügt werden?
«Nachtfähre nach Tanger», das Meisterwerk des preisgekrönten Kevin Barry, ist ein Roman voller Sex, Tod und Drogen, jäher Gewalt und alter Magie. Jeder Satz ist Musik, jeder Absatz lüftet ein Geheimnis, vor allem aber geht es um die Mysterien der Liebe. Ein Werk voll melancholischer Schönheit, Komik und lyrischer Brillanz.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Kevin Barry, geboren 1969 in Limerick, ist der Autor dreier Romane, "Dunkle Stadt Bohane", "Nachtfähre nach Tanger" und "Beatlebone" sowie von zwei Bänden mit Kurzgeschichten. Für sein Werk wurde er u.a. mit dem IMPAC-Preis, dem Europäischen Literaturpreis und dem Rooney Prize ausgezeichnet sowie zweimal auf die Shortlist des Irish Book Award gewählt.
Beiträge
Als ich die Beschreibung des Buches sah, das noch dazu von einem irischen Schriftsteller stammt, musste ich sofort musste ich natürlich sofort an Samuel Beckett und Warten auf Godot denken. Bestärkt wurde dies noch durch die doch etwas ungewöhnliche Schriftart und die kurzen Abschnitte des Textes, die teilweise fast an ein Drama erinnern. Die beiden Hauptpersonen Maurice und Charles warten zwar auch auf jemanden, bei ihnen ist dieses Warten jedoch etwas konkreter. Dilly, die Tochter eines der beiden, soll an diesem Abend im Hafen von Algeciras auftauchen, entweder mit der Fähre aus Tanger oder auf dem Weg dorthin. Sie lebt seit drei Jahren in Spanien und hat den Kontakt zu ihrem Vater abgebrochen. Während sie warten unterhalten sich Maurice und Charles. Beide waren selbst jahrelang im Drogengeschäft tätig, mal mehr, mal weniger erfolgreich. Dem Konsum der Drogen waren sie ebenfalls nicht abgeneigt, weshalb einer von ihnen auch nur noch ein funktionierendes Auge hat und sie beide einige Zeit in der Psychiatrie verbrachten. Durch das Gespräch und verschiedene, nicht immer chronologische Rückblenden, erfährt man die Geschichte der beiden und auch die Dillys. Die ganze Geschichte fand ich recht tragisch, gleichzeitig aber auch wunderbar geschrieben. Der Aufbau war sehr gelungen, vor allem, dass der Anfang von allem am Ende steht. Nachtfähre nach Tangier ist sicher nicht ein Buch für jedermann. Von mir gibt es aber definitiv eine Leseempfehlung. Ein Kompliment auch an Thomas Überhoff, den Übersetzer: da im Original ein guter Teil der Dialog irischer Slang sein dürfte, war dies sicher kein leichter Job.
Beschreibung
Es ist später Abend im Hafen von Algeciras. Im dunklen Warteraum des Fährterminals sitzen zwei alternde Iren, langjährige Partner im lukrativen, aber gefährlichen Geschäft des Drogenschmuggels, und erwarten Dilly, die verschollene Tochter des einen. Sie haben gehört, dass sie in dieser Oktobernacht entweder auf einem Boot aus Tanger ankommt oder auf einem Boot in Richtung Tanger abfährt. Diese Nachtwache ist der Auftakt zu einer außergewöhnlichen Reise in die Vergangenheit, ihre gemeinsame Geschichte. Eine Geliebte ist verloren, eine Tochter verschwunden, eine Welt zerbrochen − kann sie wieder zusammengefügt werden?
«Nachtfähre nach Tanger», das Meisterwerk des preisgekrönten Kevin Barry, ist ein Roman voller Sex, Tod und Drogen, jäher Gewalt und alter Magie. Jeder Satz ist Musik, jeder Absatz lüftet ein Geheimnis, vor allem aber geht es um die Mysterien der Liebe. Ein Werk voll melancholischer Schönheit, Komik und lyrischer Brillanz.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Kevin Barry, geboren 1969 in Limerick, ist der Autor dreier Romane, "Dunkle Stadt Bohane", "Nachtfähre nach Tanger" und "Beatlebone" sowie von zwei Bänden mit Kurzgeschichten. Für sein Werk wurde er u.a. mit dem IMPAC-Preis, dem Europäischen Literaturpreis und dem Rooney Prize ausgezeichnet sowie zweimal auf die Shortlist des Irish Book Award gewählt.
Beiträge
Als ich die Beschreibung des Buches sah, das noch dazu von einem irischen Schriftsteller stammt, musste ich sofort musste ich natürlich sofort an Samuel Beckett und Warten auf Godot denken. Bestärkt wurde dies noch durch die doch etwas ungewöhnliche Schriftart und die kurzen Abschnitte des Textes, die teilweise fast an ein Drama erinnern. Die beiden Hauptpersonen Maurice und Charles warten zwar auch auf jemanden, bei ihnen ist dieses Warten jedoch etwas konkreter. Dilly, die Tochter eines der beiden, soll an diesem Abend im Hafen von Algeciras auftauchen, entweder mit der Fähre aus Tanger oder auf dem Weg dorthin. Sie lebt seit drei Jahren in Spanien und hat den Kontakt zu ihrem Vater abgebrochen. Während sie warten unterhalten sich Maurice und Charles. Beide waren selbst jahrelang im Drogengeschäft tätig, mal mehr, mal weniger erfolgreich. Dem Konsum der Drogen waren sie ebenfalls nicht abgeneigt, weshalb einer von ihnen auch nur noch ein funktionierendes Auge hat und sie beide einige Zeit in der Psychiatrie verbrachten. Durch das Gespräch und verschiedene, nicht immer chronologische Rückblenden, erfährt man die Geschichte der beiden und auch die Dillys. Die ganze Geschichte fand ich recht tragisch, gleichzeitig aber auch wunderbar geschrieben. Der Aufbau war sehr gelungen, vor allem, dass der Anfang von allem am Ende steht. Nachtfähre nach Tangier ist sicher nicht ein Buch für jedermann. Von mir gibt es aber definitiv eine Leseempfehlung. Ein Kompliment auch an Thomas Überhoff, den Übersetzer: da im Original ein guter Teil der Dialog irischer Slang sein dürfte, war dies sicher kein leichter Job.





