MUC

MUC

von Anna Mocikat·Buch 1 von 3
Taschenbuch
3.622
UnterweltZukunftRothaarigeFanatismus

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Beschreibung

München, 2120: Hundert Jahre nach dem großen Sterben, dem beinahe die gesamte Menschheit zum Opfer fiel, ist von dem Wohlstand der Stadt wenig übrig. Zerstörte Häuser, Müll und Dreck in den Straßen und Skelette in der U-Bahn, so präsentiert sich MUC, wie die Stadt mittlerweile heißt, der Kletterkünstlerin Pia.
Pia ist auf der Suche – nach ihrem Bruder, der vor Jahren verschollen ist, und nach Antworten. Denn das große Sterben haben nur Rothaarige überlebt, ihre Haare jedoch sind pechschwarz. Aber MUC ist kein Ort des Wissens und der Freiheit mehr, sondern eine gnadenlose Diktatur. Pia muss sich entscheiden, ob
sie auf der Seite der Unterdrücker oder der Unterdrückten stehen will.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Dystopien & Utopien
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
368
Preis
13.40 €

Autorenbeschreibung

Anna Mocikat, geb. 1977, ist Absolventin der Drehbuchwerkstatt München und arbeitete mehr als zehn Jahre lang als Drehbuchautorin und Gamewriterin, ehe sie sich ihren Jugendtraum wahr machte und mit »MUC« ihren ersten Roman veröffentlichte. Seitdem arbeitet sie hauptberuflich als Schriftstellerin. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Hunden in South Carolina, USA.

Beiträge

10
Alle
4

Full Review will follow.

1

Wirklich? Ein seit 100 Jahren Toter soll noch "Überreste von Ohren" haben, in denen noch Kopfhörer stecken? Während alle anderen um ihn herum nur noch Skelette (ohne Ohrreste) sind? Na klar, macht total Sinn.

4

Fast konnte man den Eindruck gewinnen, die Menschen wären nicht mehr willkommen in der Natur. Vielleicht stimmte es ja, was man sich über das große Sterben erzählte? Dass es eine Strafe war, die dazu gedient hatte, die Welt von Menschen zu säubern. Aber nicht Gott hatte sie geschickt, sondern die Natur selbst, die es satthatte, jemandes Untertan zu sein... [S. 41] Erster Satz: Pia wandte den Kopf, um hinabzublicken. Inhalt: "Das große Sterben" hat die Welt leer gefegt, nur ein kleiner Teil der Menschheit hat überlebt. Ausschließlich Rothaarige bewohnen kleine Dörfer, denn nur sie haben durchgehalten - und Pia. Pia ist anders als alle Anderen und dafür wird sie von den Bewohnern in ihrem Heimatdorf verabscheut, denn Pia hat schwarze Haare. Aus diesem Grund ist das junge Mädchen die meiste Zeit auf sich gestellt, denn keiner will mit ihr reden, geschweige denn mit ihr befreundet sein. Als Pia mit einem deutlich älteren Mann in ihrem Bergdorf zwangsverheiratet werden soll, flieht sie. Ihr Ziel: Die sagenumwobene Stadt MUC - eine der letzten großen Städte. Dort erhofft sich Pia nicht nur eine neue Zukunft, sondern zusätzlich ihren geliebten Bruder wiederzufinden, der vor Jahren nach MUC aufbrach und nie wiederkehrte. Doch der Weg nach MUC ist lang und voller Gefahren, besonders für ein Mädchen mit schwarzen Haaren. Wird Pia in MUC ankommen? Wird sie ihren Bruder lebend wiedersehen? Und was hat es eigentlich mit Pias Haarfarbe auf sich? Alle Antworten findet ihr in MUC! Idee/Umsetzung: Die Natur stellt ihr Gleichgewicht wieder her. Das hat sie schon immer getan. Man könnte es als Rebellion gegen die Menschheit bezeichnen, als Säuberung. Ein faszinierendes, beängstigendes und zu gleich erschreckendes Thema, das in der Literatur nicht zum ersten Mal aufgegriffen wurde. Auch MUC setzt sich mit dieser Thematik auseinander - wie das oben gewählte Zitat zeigt, beschreibt Pia, die Protagonistin der Geschichte dies genau so - und zeigt auf erschreckende Art und Weise, wie eine Welt aussehen könnte, die einer höheren Gewalt unterliegt. Das Besondere an diesem Buch ist nicht unbedingt seine Idee, denn wie gerade erwähnt, haben sich bereits zahlreiche Musiker, Autoren und Künstler mit dieser Materie beschäftigt. Das Besondere an MUC ist die Umsetzung von Anna Mocikat und die Auflösung der Geschichte - zu welcher ich natürlich nicht mehr verraten werde. Bei "MUC" handelt es sich um Frau Mocikats Debütroman, doch dies bemerkt der Leser, wenn er immer und immer tiefer zwischen den Seiten versinkt, nicht. Fast kommt es einem so vor, als hätte die junge Autorin bisher nichts anderes getan, als Buchwelten zu erschaffen, die einen mit Haut und Haaren verschlingen. Besonders erfreulich ist zusätzlich, dass diese Dystopie aus deutscher Feder stammt. Kurz und knapp: Idee und Umsetzung konnten mich auf ganzer Linie überzeugen, ich bin angefixt und bin gedanklich schon wieder auf dem Weg nach MUC! Schreibstil: Anna Mocikat hat einen sehr angenehmen Schreibstil, welcher seine Leser sofort umschlingt und somit den sicheren Weg in die Geschichte erleichtert. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund, sieht von größeren, unnötigen Beschreibungen ab und konzentriert sich auf den wesentlichen Teil ihres Abenteuers. Für mich eine sehr angenehmer Schreibstil, der mir als Leser hilft, mit der Geschicht zu verschmelzen. Charaktere: Schon während ich MUC gelesen habe, habe ich mich auf diesen Charaktere-Teil der Rezension gefreut. Meiner Meinung nach, bilden die Figuren aus dieser Geschichte das Herzstück dieses Abenteuers. Selten konnte mich eine Protagonistin so faszinieren und für sich einnehmen. Pia ist eine wunderbare Heldin: Stark, mutig, voller Träume und Wünsche. Sie kämpft mit Herzblut für ein Wiedersehen mit ihrem Bruder und setzt für ein besseres Leben alles aufs Spiel. Zudem ist sie eine ausgezeichnete Fassadenkletterin. Wenn die Autorin in einzelnen Kapiteln beschreibt, wie Pia klettert, welches Körpergefühl sie hat und was sie auf dem Dach eines Gebäudes empfindet, bekommt man das Gefühl, dass mit Pia als Hauptcharakter alles möglich ist. Man will ihre Hand nehmen und über die verrotteten Dächer der Städte schreien: "Wir schaffen alles!" Mit Pia fühlt man sich als Leser unbesiegbar. Deshalb war ich auch so überrascht, als ihr Charakter ganz plötzlich, einen ganz naiven und leichtglübigen Zug bekam. Dies ist für mich auch der größte Minuspunkt an MUC. Ich konnte ihre unerwartete Veränderung nicht nachvollziehen. Ich verstehe einfach nicht, warum die meisten Protagonistinnen in Büchern immer so extrem naiv dargestellt werden müssen. Warum die Frauen sich immer den Männern hingeben, ohne nachzudenken. Männlichen Figuren werden diese Eigenschaften eigentlich kaum bis nie zugesprochen. Gerade in Pias Fall hat mich das sehr enttäuscht, gerade weil sie am Anfang ein so starker Charakter war. Trotz allem sind die Personen allesamt, den meisten Teil der Geschichte interessant. Nicht nur die Guten, auch die Bösen Charaktere, runden durch eigene Facetten diesen Debütroman ab. Cover/Innengestaltung: Das Cover vermittelt genau die Atmosphäre, welche auch in der Geschichte wiederzufinden ist: dunkel und geheimnisvoll. Da es sonst sehr shlicht ist, genau wie die Innengestaltung bleibt an dieser Stelle nicht mehr viel zu sagen. Fazit: In einer Welt wie MUC, wäre ich eine Außenseiterin und stetig in größter Gefahr. Ich habe braun/blonde Haare und eigentlich dürfte ich das große Sterben gar nicht überlebt haben. Auch Pia schwebt in Gefahr und wird von den Überlebenden nicht akzeptiert. Doch die junge Protagonistin will sich ihrem Schicksal nicht fügen und kämpft mutig für ihre Träume und Wünsche. Die Charaktere in dieser Geschichte bilden das absolute Herzstück und reißen den Leser mit sich. Doch auch die Grundidee und Anna Mocikats Umsetzung stehen dem in keinem Punkt nach. Frau Mocikat hat hier eine wunderbare, spannende, geheimnisvolle und dunkle Dystopie erschaffen, die zwar auch Schwächen aufweist, aber im Großen und Gannzen vor Energie nur so strotzt. Ich bin begeistert und überzeugt davon, dass mich auch die zwei noch folgenden Werke dieser Trilogie mitreißen werden.

1

Wirklich? Ein seit 100 Jahren Toter soll noch "Überreste von Ohren" haben, in denen noch Kopfhörer stecken? Während alle anderen um ihn herum nur noch Skelette (ohne Ohrreste) sind? Na klar, macht total Sinn.

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„Postakolyptischen Heimatroman“ nennt Anna Mocikat ihr Werk. Als leidenschaftliche Dystopieleserin ist diese Beschreibung doch ein wenig abschreckend, da der Heimatroman ein eigenes Genre bildet – das sich eher mit Dörfern und deren trivialen Geschichten befasst. Bei Heimatromanen muss ich immer an Heidi denken. Die Autorin meint hier aber vermutlich etwas ganz anderes: Der Roman spielt von den Alpen bis München. Damit ist er zwar kein Heimatroman, aber eine Dystopie mit interessantem Setting – wer ärgert sich nicht darüber, dass Dystopien fast immer nur in Amerika spielen und die anderen Kontinente gänzlich ausklammern? Ganz anders in diesem Buch. Der Roman ist nicht offiziell als Jugendroman ausgezeichnet, trotzdem würde ich ihn in diese Sparte einordnen. Es geht um die jugendliche Protagonistin Pia, die ihrem Dorfleben entfliehen und sich auf die Suche nach ihrem Bruder machen möchte, der vor einigen Jahren gegangen ist, um MUC zu finden – und nicht zurückkam. Obwohl die Handlung anfangs etwas stagniert und der Verlauf sich recht offensichtlich abzeichnet, ist es trotzdem eine interessante Geschichte, die mögliche Schrecken der Zukunft aufzeigt. Das Setting ist auf jeden Fall ein großer Pluspunkt des Romans und es wird immer intensiv eingebunden. Im ortskundigen Leser kommt da schon die Frage auf, bei welcher Stadt es sich zum Beispiel um „Vogelstadt“ handelt. Auch die Idee hinter der Geschichte ist gut, wenn vielleicht auch ein bisschen extrem umgesetzt. Das nimmt dem Roman gleichzeitig etwas von seiner Glaubwürdigkeit, aber ist auch umso eindringlicher. Generell gibt es auch ein paar unlogische Stellen, bei denen nicht alle Puzzleteile sauber zusammenpassen, aber darüber kann man hinwegsehen. Schlimmer waren die manchmal unrealistischen Dialoge und Szenen. Ein bisschen erinnert das Buch an einen karikativen Film. Da Mocikat beruflich Drehbuchautorin ist, könnte das durchaus intendiert sein. Außerdem hat die Autorin eine Neigung dazu, bestimmte Gegebenheiten immer wieder zu betonen, so dass sie einem auf keinen Fall entgehen. Der gravierendste Punkt ist allerdings, dass die Hintergrundgeschichte wirklich nur grob geschildert wird und an Raffinesse vermissen lässt. Der Roman ist an vielen Ecken und Kanten nicht rund, aber gleichzeitig ist das nicht unbedingt wichtig. Die Handlung trägt einen trotzdem, auch wenn es sich hierbei um keine komplexe und überraschende Geschichte handelt und sie sich in eine Richtung entwickelt, die mir persönlich nicht so gut gefallen hat. Die Protagonistin Pia ist allerdings ein Charakter, mit dem man sich erst einmal anfreunden muss. Pia ist in einem abgelegenen Bergdorf aufgewachsen, mit nichts als den Geschichten ihres Großvaters und dem dummen Geschwätz der Dorfbewohner. Es ist also nicht überraschend, dass Naivität eines ihrer extremsten Merkmale ist. Sie ist genau genommen so naiv, dass man ihr manchmal am liebsten ein Brett vor den Kopf schlagen möchte. Aber abgesehen davon, dass sie naiv und nicht die Hellste ist, ist sie sogar überraschend umgänglich. Generell schließt man die Charaktere schnell ins Herz, weil sie nicht distanziert charakterisiert werden – durchschaubar und eindimensional sind sie deshalb aber trotzdem. Der Charakter, der meiner Meinung nach viel zu kurz kommt, ist Pias Bruder Paul. Dafür, dass sie ihn sucht, denkt sie so gut wie nie an ihn und wenn dann nur in Grundzügen. Man weiß einfach gar nichts über ihn und das ist schade, da es die Motivation der Protagonistin weniger glaubwürdig erscheinen lässt. Mocikats Schreibstil ist recht simpel, aber dafür umso flüssiger zu lesen. Es ist ganz amüsant wie sie für uns gebräuchliche Wörter einbaut, die Pia zunächst nicht versteht. Zum Beispiel tauchen immer wieder Wörter wie „cool“ oder „abgefuckt“ auf. Anfangs fällt es ein bisschen schwer ins Buch zu finden, da hier noch viele Landschaftsbeschreibungen zu finden sind und Pias Ereignisse nur über sie selbst reflektiert werden, aber das bessert sich schnell. MUC ist eine Mischung aus enttäuschendem Unterhaltungsroman und interessanter Dystopie. Das Buch hat viel Potenzial, verschenkt es aber leider auch. Trotz allem kann man sich leicht in die Lektüre vertiefen und mitfiebern. Eine detaillierte Hintergrundgeschichte und komplexe Handlung sollte man nicht erwarten, aber trotzdem weiß der Roman zu unterhalten und eine neue Art von Zukunft zu zeichnen, die gar nicht mal so unrealistisch wirkt, wenn man ein Auge zudrückt. Ich persönlich hatte trotzdem Spaß beim Lesen, aber es hat einfach überall ein bisschen gefehlt. Fazit: „MUC“ könnte viel mehr sein, bleibt aber leider vor allem ein Unterhaltungsroman mit dystopischen Charakter. Der Roman erzählt von einer Schreckensvision der Zukunft Münchens und besticht dabei mit sympathischen Charakteren, bei denen man allerdings mit Stereotypie rechnen muss. Wer eine komplexe Dystopie sucht, ist hier an der falschen Stelle, aber für zwischendurch ist der Roman durchaus ein Schmankerl. Inhalt: 3/5 Charaktere: 4/5 Lesespaß: 4/5 Schreibstil: 3/5

3

3 Sterne. Es gab zum Ende hin doch noch ein wenig Action, sodass ich da doch schneller durch die Seiten gekommen bin. Zwischendurch hatte mich die Leselust aber fast verlassen, weshalb ich doch zu Sternenabzug komme.

4

Das Cover ist wirklich passend un lässt München - aka MUC deutlich erkennen. Die Charaktere fand ich sehr ausdrucksstark. Vor allem Pia, unsere Protagonistin, die eine sehr mutige, kämpferische, draufgängerische, junge Frau ist. Auch wenn sie gelegentlich mit blaue Augen durch die Welt läuft ist sie dem Leser sehr sympathisch. Unter den Fittichen von Aela, die mehr als nur etwas taff und mutig und auch etwas angst einflößend ist, kann sie nur prima gedeihen. Umso besser das Robin, ein wirklich süßer Kerl und Sam, ein Schrank von Kerl, auch zu ihrer Truppe gehören. Elias, der wie ein Chameur scheint, vernebelt ihr etwas die Sinne doch die Anführerin Ilja bringt sie stehts wieder auf den rechten Pfad. Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Zunächst erschien er mir etwas holprig, wurde aber von mal zu mal flüssiger. Anna Mocikat trumpft vor allem mit ihren bildhaften Beschreibungen auf, so dass sich auch ein nicht Münchener super zurecht findet in ihrer neuen Welt. Die Story war in diesem Sinne wirklich etwas neues. Pia, die in den Bergen in einem kleinen Dorf lebt, ist anders als alle anderen. Sie hat dunkle, fast schwarze Haare und will sich nicht in die Rolle der Frau fügen. Umso besser, dass sie sowieso ihren Bruder suchen will und sich hierfür auf den Weg nach MUC macht. Schnell stellt sie fest, dass es gar nicht so einfach ist in der weiten Welt alleine zu überleben. Gott sei dank wird sie von einer Gruppe aufgegriffen, die sie mit nach MUC nehmen wollen. Ab hier beginnt ihre abenteuerliche Reise und ein noch viel abenteuerlicheres neues Leben. Der Einstieg des Buches war etwas holprig. Hier folgte vor allem eine Gefahr der Nächsten, so dass es schon etwas zu viel des Guten war. Jedoch gewinnt das Werk im Laufe der Story an Tiefgründigkeit und Überlegtheit und wird flüssiger. Im Anbetracht dessen, dass es ein Debütroman ist würde ich sagen - aller Anfang ist schwer. Die Idee hinter dem Buch fand ich auch sehr spannend, denn das nur Rothaarige beim großen Sterben überleben ist sehr einzigartig, noch einzigartiger ist jedoch, dass Pia dunkle Haare hat. Hiermit hat die Autorin bereits einen Spannungspunkt geschaffen. Immer wieder musste ich schmunzeln, da so viele Alltäglichkeiten unseres jetzigen Lebens vor kommen, die nun absolut unnütz sind - wie zum Beispiel ein iPhone. Gelegentliche Zeitsprünge von Kapitel zu Kapitel und kleinere Logikfehler verwirren den Leser leicht, mindern den Lesespaß aber nicht großartig. Von Seite zu Seite hatte ich mehr und mehr das Gefühl, dass die Spannung steigt. Die Suche nach Pias Bruder Paul, die ja eigentlich Dreh- und Angelpunkt ihrer Reise nach MUC sind, kam meines Erachtens nach etwas zu kurz. Hauptsächlich wird ihre Reise/Flucht und ihr neues Leben in den Vordergrund gestellt. Die Suche wird kaum beschrieben - und auf einmal ist er gefunden. Das war etwas sehr rasch. Die Charaktere lernen wir kennen und schließen sie ins Herz, hier ist vor allem Pia mit aller liebe zum Detail "entworfen" worden, so dass der Leser wirklich Spaß an ihr hat. Gegen Ende ist die Spannung dann noch einmal extrem gestiegen, natürlich inklusive einer Überraschung. Das Ende schließt das Buch wirklich gut ab. Wenn man an diesem Punkt natürlich nicht weiß, dass eine Fortsetzung folgt (und es wird eine geben), so kann die Kritik aufkommen das etwas fehlt. Ich hingegen bin schon wirklich gespannt und freue mich auf weitere Abenteuer mit Pia. Fazit: "MUC" ist ein wirklich wundervolles Debüt. Der Anfang ist etwas holprig, wird aber schnell viel besser und auch kleinere Fehler sind enthalten, doch aller Anfang ist schwer. Das Buch steigert sich von Seite zu Seite und hinterlässt zu guter Letzt reine Freude auf weitere Abenteuer mit der liebevollen Protagonistin.

5

Dieses Buch stand schon ewig auf meiner Wunschliste, ich war derart gespannt darauf das könnt ihr euch nicht vorstellen. Natürlich waren meine Erwartungen ziemlich hoch! Ich begann mit dem lesen und lernte Pia kennen, sie war gerade dabei einen Berg hinabzuklettern. Langsam erfuhr ich was sie dazu getrieben hat ihre sichere Heimat zu verlassen und sich auf den Weg nach der sagenumwobenen Stadt MUC zu machen. Die Welt so wie wir sie kennen existiert nicht mehr, das große Sterben hat Millionen von Menschen leben gekostet. Pia die in ihren Dorf fast wie eine ausgestoßene lebte, ertrug es nicht länger und flieht auch in der Hoffnung ihren Bruder wiederzufinden der sich ebenfalls auf den Weg nach MUC gemacht hat. Der Schreibstil der Autorin ist etwas ganz besonderes, ich habe ihn regelrecht inhaliert. Ihr Stil ist locker und flüssig, dadurch habe ich dieses Buch verschlungen. Erzählt wird die Story aus der Sicht von Pia. Die Charaktere sind authentisch und realistisch beschrieben. Pia habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Durch ihre offene und ehrlich Art war sie mir unglaublich sympatisch. Im Verlauf der Geschichte macht sie eine unglaubliche Wandlung durch, zu beginn wirkte sie noch leichtgläubig und teilweise auch ein wenig naiv, zum Ende der Geschichte ist von dieser Frau nichts mehr übrig Zum Ende der Geschichte ist aus Pia eine Kämpferin geworden die sich von nichts und niemanden unterkriegen lässt. Die Handlung ist unglaublich spannend und fesselnd. Diese Welt die die Autorin erschaffen hat war derart realistisch beschrieben, so das ich teilweise dachte ich wäre selbst Teil der Geschichte. Gerade auch weil ich mir das ganze Szenario sehr gut vorstellen konnte. Zusammenfassend gesagt ist MUC für mich ein kleines Highlight. Dieses Buch hat mich bestens unterhalten und schon jetzt freue ich mich riesig auf den zweiten Band der Reihe. Klare Empfehlung für jeden Dystopie Fan!!! Fazit: Mit MUC ist der Autorin eine realistische und überaus fesselnde und spannungsgeladene Dystopie gelungen die mich völlig begeistern konnte. Dieses Buch bekommt von mir die volle Punktzahl.

4

Ich muss sagen, dass ich bisher Dystopien eher skeptisch gegenüberstand und immer dachte, dass dieses absolut gehypte Genre so gar nichts für mich ist, weil es mir Angst machen würde wegen dem Endzeitszenario. Aber nachdem ich erst vor kurzem den Auftakt zu einer anderen Dystopie gelesen habe, wollte ich doch mehr von diesem Genre lesen und zögerte daher nicht, als mich der Knaur-Verlag fragte, ob ich MUC lesen und natürlich rezensieren möchte. Allerdings kam ich anfangs schwer in die Geschichte rein, weil man direkt in eine Szene hineingeworfen wurde und ich gar nicht wirklich wahrnehmen konnte, wo ich war und mit wem ich es zu tun hatte. Das legte sich jedoch einige Zeit später zum Glück. Das Buch wurde immer besser und auch immer spannender, bis ich es gar nicht mehr aus der Hand legen konnte, weil ich wissen wollte, wie es weitergeht. Mir ist leider aufgefallen, dass in dem Buch viele Wiederholungen vorkamen. Einige Sätze oder Redewendungen gibt es immer wieder. Auch fand ich, dass einige Dinge, die Pia bewältigen musste, ihr ziemlich einfach gelangen, also etwas geradlinig waren und es somit an diesen Stellen keine wirklichen Schwierigkeiten gab. Das fand ich etwas schade. Was mir dafür aber sehr positiv aufgefallen ist, sind die einzelnen Charaktere, die allesamt wirklich sehr gut ausgearbeitet sind. Man kann sich jeden einzelnen sehr gut vorstellen und jeder hat so seine Eigenarten. Die meisten konnte ich direkt ins Herz schließen. Auch gibt es im Buch immer wieder überraschende Wendungen, mit denen man als Leser so gar nicht rechnet und die einem die Kinnlade unterklappen lassen. Im Großen und Ganzen fand ich das Buch also richtig gut und ich freue mich sehr, dass ich es lesen durfte. Ich freue mich schon wahnsinnig auf die nächsten Bände - vor allem natürlich erst einmal auf die eBooks, die vor dem eigentlichen zweiten Band als »AddOns«, wie die Autorin sie nennt, erscheinen werden.

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