Mova

Mova

Hardcover
5.01
DrogenDystopieBelarusRausch

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Beschreibung

Minsk im Jahr 4741 chinesischer Zeitrechnung, eine Provinzmetropole im Nordwesten des chinesisch-russischen Unionsstaates. Trotz drakonischer Strafen gelangt immer wieder eine Droge ins Land: Mova. Wer die Mova-Briefchen liest, versteht kaum ein Wort, erlebt aber beglückende Rauschzustände. Chinesische Triaden, belarussische Untergrundkämpfer und die staatliche Suchtmittelkontrolle sind in den Drogenkrieg verstrickt. Oder geht es eigentlich um etwas ganz anderes?

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
N/A
Format
Hardcover
Seitenzahl
400
Preis
25.70 €

Autorenbeschreibung

Viktor Martinowitsch, 1977 in Belarus geboren, studierte Journalistik in Minsk und lehrt heute Politikwissenschaft an der Europäischen Humanistischen Universität in Vilnius. Martinowitsch wurde bekannt mit dem Roman »Paranoia«, der in Belarus nach Erscheinen inoffiziell verboten wurde. Die deutsche Übersetzung erschien 2014 bei Voland & Quist und wurde von der Literaturkritik gefeiert. Von Dezember 2016 bis Mai 2017 war Martinowitsch Gast des Literaturhauses Zürich.

Beiträge

1
Alle
5

"Warschau ist um einiges attraktiver geworden, seit sie Gras legalisiert und Döner verboten haben."

Ein Glanzstück! Konsum wird dringend empfohlen. Die Handlung spielt 4741 chinesischer Zeitrechnung im Bündnisstaat China-Russland, genauer gesagt in Minsk. Die eigentliche Droge "MOVA", der Dreh- und Angelpunkt des Romans gilt als sog. Nichtsubstanzielle Psychotropika, dessen Besitz mit 10 Jahren bis hin zur Todesstrafe bestraft wird. "Wenn jemand im Jahr 2014 erklärt hätte, jetzt wäre das Jahr 4711, hätte man ihn einfach in die Klapse gesteckt. Jetzt leben wir in dieser Klapse." Alleine diese Prämisse, dieses Science-Fiction Szenario finde ich sowohl faszinierend, wie auch erschreckend (Besonders im Hinblick auf die weiteren Wege die Martinowitsch hier noch geht im 2. Teil des Buches). Denn was hier passiert ist hochinteressant und ich habe es so in der Form absolut nicht erwartet.! Auch werden viele uns vertraute Konzepte in dieser Welt über den Haufen geworfen. So gilt z.B die "Familie westlicher Prägung" als ein allzu überholtes Konstrukt. Das Konzept "Liebe", gilt vielen als moralisch überkommen. Erzählt wird aus 2 Perspektiven. Der eines Dealers und der eines Konsumenten. Was dazu führt, dass auch die Perspektiven auf diese Welt und ihre Besonderheiten auf so spannende Art beleuchtet und gegenüber gestellt wurden, dass ich auch hier über den Ideenreichtum und die Kreativität von Martinowitsch wieder nachhaltig verblüfft bin. Wieder geschrieben in einem wunderbaren Stil, bitterböse, immer wieder auch Lustig (dieser Mann beherrscht den Sarkasmus meisterhaft) und doch feinsinnig. In diesem Buch stecken so viele Einfälle, dass ich sie gar nicht alle aufzählen kann. All dies klingt vielleicht absurd und doch empfand ich es als ein Wahnsinniges Buch! Im allerbesten Sinn.

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