Moralischer Fortschritt in dunklen Zeiten
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Beschreibung
Dieses Buch ist ein philosophisches Handbuch, das einen Entwurf der Aufklärung gegen den Wertenihilismus unserer Zeit bietet. Markus Gabriel gibt uns eine neue Antwort auf die Hauptfrage der Philosophie: „Was ist der Mensch?“
Die Krise der liberalen Demokratie und die Ausbreitung des Populismus folgen dem Muster einer Selbstabschaffung des Menschen. Der Diskurs über Künstliche Intelligenz und die hemmungslose Digitalisierung verstärken diese fatale Entwicklung noch. Doch trotz aller gegenwärtigen Rückschläge: Die Menschheit ist zu moralischem Fortschritt fähig. In seinem engagierten Buch zeigt Markus Gabriel, Deutschlands weltweit bekanntester Gegenwartsphilosoph, warum es nicht verhandelbare, universale Grundwerte gibt, die für alle Menschen gelten. Er zeigt: Wir bedürfen dringend eines innovativen Konzepts der Kooperation von Wissenschaft, Politik, Wirtschaft, um ein Gesellschaftssystem zu entwerfen, das auf moralischen Fortschritt zielt.
"Einer der wichtigsten deutschen Philosophen der Gegenwart" Süddeutsche Zeitung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Markus Gabriel, geboren 1980, studierte in Bonn, Heidelberg, Lissabon und New York. Seit 2009 hat er den Lehrstuhl für Erkenntnistheorie, Philosophie der Neuzeit und der Gegenwart an der Universität Bonn inne. Dort ist er Direktor des Internationalen Zentrums für Philosophie sowie des interdisziplinären Center for Science and Thought. Er ist einer der Gründungsdirektoren des Institute for Philosophy and the New Humanities an New School for Social Research in New York City. Seit 2024 ist er außerdem Senior Global Advisor am Kyoto Institute of Philosophy.
Beiträge
Markus Gabriel's "Moralischer Fortschritt in dunklen Zeiten" aus 2021 ist eine hochinteressante weil hochaktuelle philosophische Abhandlung. Es wurde geschrieben mitten in der Corona-Krise und könnte ein Wegweiser sein, wie die Menscheit aus dem Modus der globalen Selbstausrottung (Ausbeutung von Mensch und Natur durch Umweltzerstörung, Globalisierung der Produktionsketten, Massentierhaltung, Massentourismus usw.) herausfinden könnte. Gabriels zentrale These ist, dass es universale, für alle Menschen geltende und auch für alle Menschen erkennbare moralische Tatsachen gibt, darüber, was wir tun sollen und was wir nicht tun sollen. Er tritt entschieden und überzeugend auf gegen einen Wertepluralismus (nach dem Motto "andere Länder, andere Sitten") sowie gegen einen Werterelativismus (etwa "es gibt kein Gut und Böse an sich") und gegen einen Wertenihilismus ("Werte sind nur Ausreden, mit denen sich Gruppen gegen Konkurrenten durchsetzen wollen"). Nach Gabriel geht Moral vor Mehrheit, d.h. nur weil eine Mehrheit etwas beschließt, ist es dadurch noch lange nicht legitim. Moral ist nicht territorial oder zeitlich gebunden. Sie gilt überall, immer und für jeden. Gabriel: "Wenn in Brasilien Regenwald für den deutschen Fleischkonsum abgeholzt wird, sind wir eben daran mitschuld." Gabriel plädiert für mehr Philosophie ("Wir sind fähig, das moralisch Richtige zu tun."). Weitere Thesen: Die großen Probleme der Menschheit können nur durch Kooperation gelöst werden. Konkurrenz und Märkte werden es nicht richten, ebenso nicht allein technologischer Fortschritt. Die Menscheit ist eine Schicksalsgemeinschaft. Ich fand die Lektüre teilweise etwas anstrengend, weil der Autor zu Bandwurmsätzen mit vielen Nebensätzen neigt, so dass ich manche Passagen zweimal lesen musste. Aber was er aussagt, finde ich total treffend und wichtig. Es wird einem auch klar dass Philosophie nicht irgendein "Gedöns" ist, sondern gleichberechtigt neben allen anderen Wissenschaften stehen muss. Die Anstrengung, dieses Buch zuende zu lesen, hat sich wirklich gelohnt.
Beschreibung
Dieses Buch ist ein philosophisches Handbuch, das einen Entwurf der Aufklärung gegen den Wertenihilismus unserer Zeit bietet. Markus Gabriel gibt uns eine neue Antwort auf die Hauptfrage der Philosophie: „Was ist der Mensch?“
Die Krise der liberalen Demokratie und die Ausbreitung des Populismus folgen dem Muster einer Selbstabschaffung des Menschen. Der Diskurs über Künstliche Intelligenz und die hemmungslose Digitalisierung verstärken diese fatale Entwicklung noch. Doch trotz aller gegenwärtigen Rückschläge: Die Menschheit ist zu moralischem Fortschritt fähig. In seinem engagierten Buch zeigt Markus Gabriel, Deutschlands weltweit bekanntester Gegenwartsphilosoph, warum es nicht verhandelbare, universale Grundwerte gibt, die für alle Menschen gelten. Er zeigt: Wir bedürfen dringend eines innovativen Konzepts der Kooperation von Wissenschaft, Politik, Wirtschaft, um ein Gesellschaftssystem zu entwerfen, das auf moralischen Fortschritt zielt.
"Einer der wichtigsten deutschen Philosophen der Gegenwart" Süddeutsche Zeitung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Markus Gabriel, geboren 1980, studierte in Bonn, Heidelberg, Lissabon und New York. Seit 2009 hat er den Lehrstuhl für Erkenntnistheorie, Philosophie der Neuzeit und der Gegenwart an der Universität Bonn inne. Dort ist er Direktor des Internationalen Zentrums für Philosophie sowie des interdisziplinären Center for Science and Thought. Er ist einer der Gründungsdirektoren des Institute for Philosophy and the New Humanities an New School for Social Research in New York City. Seit 2024 ist er außerdem Senior Global Advisor am Kyoto Institute of Philosophy.
Beiträge
Markus Gabriel's "Moralischer Fortschritt in dunklen Zeiten" aus 2021 ist eine hochinteressante weil hochaktuelle philosophische Abhandlung. Es wurde geschrieben mitten in der Corona-Krise und könnte ein Wegweiser sein, wie die Menscheit aus dem Modus der globalen Selbstausrottung (Ausbeutung von Mensch und Natur durch Umweltzerstörung, Globalisierung der Produktionsketten, Massentierhaltung, Massentourismus usw.) herausfinden könnte. Gabriels zentrale These ist, dass es universale, für alle Menschen geltende und auch für alle Menschen erkennbare moralische Tatsachen gibt, darüber, was wir tun sollen und was wir nicht tun sollen. Er tritt entschieden und überzeugend auf gegen einen Wertepluralismus (nach dem Motto "andere Länder, andere Sitten") sowie gegen einen Werterelativismus (etwa "es gibt kein Gut und Böse an sich") und gegen einen Wertenihilismus ("Werte sind nur Ausreden, mit denen sich Gruppen gegen Konkurrenten durchsetzen wollen"). Nach Gabriel geht Moral vor Mehrheit, d.h. nur weil eine Mehrheit etwas beschließt, ist es dadurch noch lange nicht legitim. Moral ist nicht territorial oder zeitlich gebunden. Sie gilt überall, immer und für jeden. Gabriel: "Wenn in Brasilien Regenwald für den deutschen Fleischkonsum abgeholzt wird, sind wir eben daran mitschuld." Gabriel plädiert für mehr Philosophie ("Wir sind fähig, das moralisch Richtige zu tun."). Weitere Thesen: Die großen Probleme der Menschheit können nur durch Kooperation gelöst werden. Konkurrenz und Märkte werden es nicht richten, ebenso nicht allein technologischer Fortschritt. Die Menscheit ist eine Schicksalsgemeinschaft. Ich fand die Lektüre teilweise etwas anstrengend, weil der Autor zu Bandwurmsätzen mit vielen Nebensätzen neigt, so dass ich manche Passagen zweimal lesen musste. Aber was er aussagt, finde ich total treffend und wichtig. Es wird einem auch klar dass Philosophie nicht irgendein "Gedöns" ist, sondern gleichberechtigt neben allen anderen Wissenschaften stehen muss. Die Anstrengung, dieses Buch zuende zu lesen, hat sich wirklich gelohnt.




