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Mit „Falling for Adelaide“ beweist Alexandra Flint für mich eindrucksvoll, wie sehr sie sich erzählerisch weiterentwickelt hat. Bereits der Auftakt der Mont-Lacroix-Reihe konnte mich mit seiner emotionalen Geschichte und dem besonderen Setting rund um das Luxushotel überzeugen. Band zwei geht für mich jedoch noch einen Schritt weiter. Die Geschichte ist nicht unbedingt spektakulärer, aber die emotionalen Themen werden meiner Meinung nach deutlich subtiler und gleichzeitig tiefgründiger erzählt. Im Mittelpunkt stehen dieses Mal Adelaide Lacroix und Jules von Lindenburg, deren Wege sich durch zwei sehr unterschiedliche Konflikte kreuzen. Adelaide sucht verzweifelt nach einem Probanden für ihr sportwissenschaftliches Praxissemester, während Jules unter der Last einer arrangierten Verlobung steht, die weniger von persönlichen Wünschen als von familiären Erwartungen bestimmt wird. Alexandra Flint verbindet diese Ausgangssituation mit einer ruhigen Slow Burn-Romance, die sich Zeit nimmt, ihre Figuren wirklich kennenzulernen. Besonders gefallen hat mir, dass die Liebesgeschichte nie zum alleinigen Mittelpunkt wird. Vielmehr dient sie als Ausgangspunkt, um von zwei Menschen zu erzählen, die beide auf ihre eigene Weise versuchen, Kontrolle über ein Leben zu gewinnen, das sich dieser Kontrolle immer wieder entzieht. Gerade Adelaide hat mich dabei sehr berührt. Hinter ihrem Ehrgeiz und ihrer Begeisterung für Sport verbirgt sich eine permanente Angst vor der Zukunft. Dass der Roman diese Angst nicht ständig ausspricht, sondern sie vor allem über ihr Verhalten, ihren Bewegungsdrang und ihre Entscheidungen erfahrbar macht, hat ihren Charakter für mich besonders glaubwürdig wirken lassen. Auch Jules’ Entwicklung konnte mich überzeugen. Seine Geschichte handelt nicht nur von einer arrangierten Ehe, sondern ebenso von Selbstbestimmung, Verantwortung und der Frage, wie viel man für die eigene Familie aufzugeben bereit ist. Auch stilistisch empfinde ich diesen Band als deutliche Weiterentwicklung. Im Vergleich zum Auftakt vertraut Alexandra Flint wesentlich stärker auf die Wirkung ihrer Szenen. Viele Emotionen entstehen aus kleinen Gesten, Gesprächen oder stillen Momenten, anstatt ausführlich erklärt zu werden. Dadurch wirkten die Figuren auf mich greifbarer und ihre Beziehung entwickelte sich auf eine Weise, die ich als sehr natürlich empfunden habe. Besonders die leisen Momente zwischen Adelaide und Jules sind mir nachhaltig im Gedächtnis geblieben. Hinzu kommt erneut das besondere Setting des Mont Lacroix. Das Hotel ist weit mehr als eine schöne Kulisse. Durch die familiäre Atmosphäre, die vielen wiederkehrenden Nebenfiguren und die alltäglichen Abläufe entsteht ein Ort, an den ich jedes Mal gern zurückgekehrt bin. Der Zusammenhalt innerhalb der Familie Lacroix bildet einen schönen und gelungenen Gegenpol zu Jules’ von Erwartungen geprägtem Elternhaus. Kleine Kritikpunkte gibt es dennoch. Einige Nebenfiguren bleiben hinter der Tiefe der beiden Hauptfiguren zurück und an einzelnen Stellen hätte ich mir gewünscht, dass bestimmte Entwicklungen noch etwas mehr Raum bekommen. Gleichzeitig hatte ich während des Lesens jedoch nie das Gefühl, dass sich die Geschichte zieht. Im Gegenteil: Ich bin förmlich durch die Seiten geflogen und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Für mich ist „Falling for Adelaide“ deshalb nicht nur eine gelungene Fortsetzung, sondern auch eine spürbare erzählerische Weiterentwicklung. Alexandra Flint verbindet eine glaubwürdige Slow Burn-Romance mit Themen wie Identität, Herkunft, Kontrolle und Selbstbestimmung und erzählt dabei eine Geschichte, die emotional berührt, ohne ihre Gefühle zu übererklären. Für mich bisher der stärkste Band der Reihe, weshalb ich nun umso gespannter auf die Geschichte von Dante bin. Vielen Dank an NetGalley und Loewe Intense für das Rezensionsexemplar!
20 Stunden vor
Mit „Falling for Adelaide“ beweist Alexandra Flint für mich eindrucksvoll, wie sehr sie sich erzählerisch weiterentwickelt hat. Bereits der Auftakt der Mont-Lacroix-Reihe konnte mich mit seiner emotionalen Geschichte und dem besonderen Setting rund um das Luxushotel überzeugen. Band zwei geht für mich jedoch noch einen Schritt weiter. Die Geschichte ist nicht unbedingt spektakulärer, aber die emotionalen Themen werden meiner Meinung nach deutlich subtiler und gleichzeitig tiefgründiger erzählt. Im Mittelpunkt stehen dieses Mal Adelaide Lacroix und Jules von Lindenburg, deren Wege sich durch zwei sehr unterschiedliche Konflikte kreuzen. Adelaide sucht verzweifelt nach einem Probanden für ihr sportwissenschaftliches Praxissemester, während Jules unter der Last einer arrangierten Verlobung steht, die weniger von persönlichen Wünschen als von familiären Erwartungen bestimmt wird. Alexandra Flint verbindet diese Ausgangssituation mit einer ruhigen Slow Burn-Romance, die sich Zeit nimmt, ihre Figuren wirklich kennenzulernen. Besonders gefallen hat mir, dass die Liebesgeschichte nie zum alleinigen Mittelpunkt wird. Vielmehr dient sie als Ausgangspunkt, um von zwei Menschen zu erzählen, die beide auf ihre eigene Weise versuchen, Kontrolle über ein Leben zu gewinnen, das sich dieser Kontrolle immer wieder entzieht. Gerade Adelaide hat mich dabei sehr berührt. Hinter ihrem Ehrgeiz und ihrer Begeisterung für Sport verbirgt sich eine permanente Angst vor der Zukunft. Dass der Roman diese Angst nicht ständig ausspricht, sondern sie vor allem über ihr Verhalten, ihren Bewegungsdrang und ihre Entscheidungen erfahrbar macht, hat ihren Charakter für mich besonders glaubwürdig wirken lassen. Auch Jules’ Entwicklung konnte mich überzeugen. Seine Geschichte handelt nicht nur von einer arrangierten Ehe, sondern ebenso von Selbstbestimmung, Verantwortung und der Frage, wie viel man für die eigene Familie aufzugeben bereit ist. Auch stilistisch empfinde ich diesen Band als deutliche Weiterentwicklung. Im Vergleich zum Auftakt vertraut Alexandra Flint wesentlich stärker auf die Wirkung ihrer Szenen. Viele Emotionen entstehen aus kleinen Gesten, Gesprächen oder stillen Momenten, anstatt ausführlich erklärt zu werden. Dadurch wirkten die Figuren auf mich greifbarer und ihre Beziehung entwickelte sich auf eine Weise, die ich als sehr natürlich empfunden habe. Besonders die leisen Momente zwischen Adelaide und Jules sind mir nachhaltig im Gedächtnis geblieben. Hinzu kommt erneut das besondere Setting des Mont Lacroix. Das Hotel ist weit mehr als eine schöne Kulisse. Durch die familiäre Atmosphäre, die vielen wiederkehrenden Nebenfiguren und die alltäglichen Abläufe entsteht ein Ort, an den ich jedes Mal gern zurückgekehrt bin. Der Zusammenhalt innerhalb der Familie Lacroix bildet einen schönen und gelungenen Gegenpol zu Jules’ von Erwartungen geprägtem Elternhaus. Kleine Kritikpunkte gibt es dennoch. Einige Nebenfiguren bleiben hinter der Tiefe der beiden Hauptfiguren zurück und an einzelnen Stellen hätte ich mir gewünscht, dass bestimmte Entwicklungen noch etwas mehr Raum bekommen. Gleichzeitig hatte ich während des Lesens jedoch nie das Gefühl, dass sich die Geschichte zieht. Im Gegenteil: Ich bin förmlich durch die Seiten geflogen und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Für mich ist „Falling for Adelaide“ deshalb nicht nur eine gelungene Fortsetzung, sondern auch eine spürbare erzählerische Weiterentwicklung. Alexandra Flint verbindet eine glaubwürdige Slow Burn-Romance mit Themen wie Identität, Herkunft, Kontrolle und Selbstbestimmung und erzählt dabei eine Geschichte, die emotional berührt, ohne ihre Gefühle zu übererklären. Für mich bisher der stärkste Band der Reihe, weshalb ich nun umso gespannter auf die Geschichte von Dante bin. Vielen Dank an NetGalley und Loewe Intense für das Rezensionsexemplar!
20 Stunden vor









