Mond aus Glas
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Beschreibung
Buchinformationen
Beiträge
Es hätte der Geschichte gut getan, wenn die Handlung sich über einen längeren Zeitraum erstreckt hätte. Ansonsten aber eine berührende Geschichte.✨
Mir war es etwas zu esoterisch (auf diese Komponente hätte ich komplett verzichten können) und die Verbindung zwischen Luna und Finn ging mir viel zu schnell. Liebe auf den ersten Blick schön und gut, aber grade für zwei Teenager, die angeblich das erste Mal verliebt sind und Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht machen, war der Umgang miteinander vom ersten Moment an viel zu vertraut und erwachsen. Das hätte sich für mich deutlich authentischer angefühlt, wenn die Handlung sich über mehrere Wochen erstreckt und nicht an ein paar Tagen stattgefunden hätte. Ähnlich bei der Entwicklung anderer Figuren. Das Buch hatte aber durchaus schöne, tiefgehende Szenen, greift wichtige, sensible Themen auf und regt zum Nachdenken an.

*Inhalt* Stella, Lunas Zwillingsschwester, starb bei einer Tumoroperation. Seitdem ist jeder mit seiner Trauer überfordert. In der Ehe der Eltern krieselt es und Luna träumt ständig von Stella. Als die Familie Jannick dann umzieht, lernt Luna einen Jungen kennen: Finn Drostenhagen. Dadurch verändert sich ihr Leben von Grund auf - denn auch Finn ist etwas ganz besonderes und mit ihm lernt sie, ihr Leben und ihre Gaben zu verbessern / erkennen... *Erster Satz des Buches* "Luna Jannick hockte in Mantel und Stiefeln auf der Holztreppe im Windfang und schaute ohne Eile zu, wie Tante Evi den Reißverschluss ihres taubenblauen Anoraks einfädelte und dabei Amazing Grace summte, ihr Anziehlied." *Zitate* "Wir haben gelernt, unsere Träume als Potenzial zu sehen. Einige Träume sind wahr geworden, andere sind gestorben. Glück bedeutet nicht, alle seine Träume zu verwirklichen, sondern genug Träume zu haben, um der Realität immer wieder ein Stück vorausfliegen zu können." *Fazit* "Mond aus Glas" ist ein Roman der Autorin Christine Spindler. Aufmerksam geworden bin ich auf diesen Roman dadurch, dass sie mir ein Rezensionsexemplar anbot, das ich gerne annahm, besonders weil mich die Thematik sehr interessierte. Ursprünglich hielt ich dieses Buch eher für ein wenig düster und traurig, gerade weil es um die Trauerphase nach dem Tod eines jungen Mädchens geht. Überraschenderweise taucht man jedoch in eine scheinbar recht "intakte" Familie ein, ein Schein, der sich jedoch nur solange hält, bis man mehr hinter die Fassade blicken kann. Vera Jannick, die Mutter von Luna und Stella, dem verstorbenen Mädchen, verweilt noch tief in ihrer Trauer und versucht sie durch ihre Kunstwerke auszuleben - denn Vera besitzt eine eigene Galerie und malt erfolgreich Bilder. Sie schottet sich oft von ihrem Mann und ihrer Tochter ab, da ihr jede Form der positiven Gefühle ein schlechtes Gewissen bereitet - und sie das Gefühl hat, dass die Trauer nur verdrängt wird. Obwohl Stella's Tod bereits 2 Jahre her ist, kann sie nicht im mindesten loslassen, eine Tatsache, die das Familienleben nachhaltig beeinträchtigt. Mit ihrer besten Freundin Jackie, einer sehr flippigen und stilvollen Frau, spricht sie oft ausführlich über ihre Sorgen und Ängste und diese hilft ihr oft wieder zurück, auf den rechten Weg. In Veras Gefühlswelt konnt ich mich wahnsinnig gut einfinden, auch wenn ich selbst niemals einen derartigen Verlust erleiden musste. Ihre Trauer sitzt tief und die Angst, dass sie ihrer Tochter nicht gerecht wird, wenn sie aufhört zu trauern, ist in ihrem Denken stets verankert, was ihr ihr weiteres Leben nicht unbedingt lebenswerter und einfacher gestaltet. Jackie war mir, trotz ihrer vereinzelten Auftritte, ebenfalls sehr sympathisch, besonders als man sie durch ein Gespräch noch etwas besser kennenlernt und sieht, dass hinter den Menschen oft noch mehr steckt, als uns zu Anfang bewusst ist. Ehemann Urban leidet zwar sehr unter der Trauer seiner Frau, versucht aber trotzdem die Familie zusammenzuhalten und seine Frau wieder ein wenig ins Leben zurückzuholen. Ihre Trauer nimmt er ihr nicht übel, auch wenn er deutlich spürt, dass sie sich von ihm entfernt. Genau aus dieser Tatsache heraus war mir Urban äußerst sympathisch und macht ihn für mich zu einem wunderbaren Menschen. Im Hause der Familie Jannick wohnt auch noch Vera's autistische Schwester Evi, um die sich die ganze Familie kümmert. Evi fand ich herzallerliebst, besonders wegen ihrer außergewöhnlichen Art. Für Evi muss alles in geregelten Bahnen verlaufen und für alles braucht Evi ein "Lied", dass sie summen kann. Das gibt ihr Sicherheit beim Ausführen einzelner Tätigkeiten. Ganz anders, als manch einer vielleicht denken würde, halte ich Evi für eine sehr intelligente Frau, auch wenn sie es vielleicht nicht so zum Ausdruck bringen kann, wie manch einer von uns das tun würde. Mit Gefühlen kann sie nur wenig anfangen und trotzdem erscheint sie niemals kalt und gefühllos, sondern findet oftmals trotzdem die richtigen Worte. Luna, die Tochter der Familie und Zwillingsschwester der verstorbenen Stella, wird von anderen wohl als etwas seltsam angesehen, einfach weil sie ihre eigenen Denkweisen und Prinzipien hat und mit Vater Urban liebend gerne über alles philosophiert. Gerade diese Gespräche zwischen den beiden fand ich oft außergewöhnlich interessant, denn genau wie die beiden denke ich auch manchmal über die verschiedensten Dinge zwischen Himmel und Erde nach und freue mich immer, wenn ich für diese Gedanken die ein oder andere Anregung bekomme. Die Familie Drostenhagen, bestehend aus Marianne, Finn und Motte (eigentlich Charlotte), ziehen schließlich in das Örtchen, in dem Familie Jannick wohnt - so lernen sich Finn und Luna schließlich kennen. Marianne Drostenhagen ist ein sehr bemutterndes und klammerndes Wesen von Frau und obwohl sie es eigentlich nur gut meinte, ging sie mir stellenweise doch schon sehr auf die Nerven. Sohn Finn, ein sehr netter junger Mann, leidet an der Bluterkrankheit und wird deswegen von seiner Mutter extrem behütet und beschützt. Finn ist genervt von seiner Mutter, doch bis er sich endlich traut, ihr die Meinung zu sagen, vergeht doch einige Zeit. Wie er mit Luna umgeht, als er sie kennenlernt, ist einfach wunderbar und die beiden ergänzen sich perfekt. Sie zeigen sich gegenseitig neue Welten und durch sie entwickelt Finn ein ungeahntes Selbstbewusstsein. Tochter Motte ist ein engergisches und sehr willensstarkes junges Mädchen, dass mich mehr als einmal zum lachen gebracht hat und von deren Durchsetzungsvermögen sich der ein oder andere eine ganze Scheibe abschneiden könnte. Die Geschichte der Familie Jannick, die sich mal mehr, mal weniger mit der Geschichte der Drostenhagens vermischt bzw. abwechselt, ist eine wunderbar tiefsinnige Geschichte mit ein bisschen Übersinnlichem, viel Alltäglichem und dem Hauch des besonderen. Sie erzählt von Begegnungen, Verlusten, neuen Erkenntnissen und davon, wie sehr manche Ereignisse im Leben einen prägen und dazu führen können, dass sich alles verändert, nichts mehr so bleibt, wie es einmal war. Während des Lesens begegnen uns wunderbare und einzigartige Charaktere, die so toll miteinander harmonieren, wie ich es lange nicht mehr erfahren durfte und deren Persönlichkeiten nicht nur oberflächlich dargestellt werden. Insgesamt kann ich diesen Roman uneingeschränkt empfehlen: Er bringt zum Lachen, manchmal zum Weinen und auf jedenfall zum Nachdenken und begeistert mit seinem flüssigen Schreibstil, der einen nur so über die Seiten hinwegfliegen lässt. Wertung: 5 von 5 Sterne!
Meinung: Christine Spindler hat mit „Mond aus Glas“ einen aufwühlenden Roman über Trauer, erste Liebe, Gefühle und Hoffnung geschrieben. Die Autorin schickt ihre Leser in einer atemlosen Fahrt von himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt und bringt sie mit ihrem berührendern Schreibstil gleichzeitig zum Lachen und Weinen. Ein eBook zum Nachdenken und Staunen, für Jugendliche und Erwachsene! (www.amazon.de) Ich kann die oberen Punkte nicht vollständig nachvollziehen, auch wenn manche Szenen im dem Buch traurig waren, haben sie mich jetzt nicht direkt zum Weinen gebracht. Ich wußte am Anfang erst gar nicht so recht, worum es in dem Buch geht, bis es irgendwann klick gemacht hat. Daher hat Mond aus Glas jetzt zum Schluss auch mehr Pfötchen/Sterne bekommen, als ich eigentlich vorgehabt habe. Der Schreibstil hat mich aber trotzdem leicht berührt und ich konnte auch an der einen oder anderen Stelle ein lächeln nicht verdrücken. Am Anfang fand ich ihn noch etwas stockend, danach legte es sich aber, so dass ich das Buch ziemlich schnell gelesen hatte. Das Cover ist mit dem Mondkind Luna gestaltet, welches durch den großen Mond gut zu erkennen ist. Die Hauptprotagonistin ist die 16 jährige Luna, die nicht immer alleine gewesen war, denn sie hatte bis zur tötlichen Operation am Hirnturmor noch eine Zwillingsschwester namens Stella. Die Familie war nach diesen Zeitpunkt nicht mehr so, wie sie mal war. Statt gemeinsam zu trauern, trauerte jeder für sich. Vater Urban vertiefte sich in die Arbeit und miemte den Starken. Seine Frau Vera gab sich der Kunst hin und versuchte die Trauer in dieser Richtung zu bewältigen. In dem Haushalt lebte zusätzlich noch die Schwester von Vera. Evi ist geistig behindert hat an der einen oder anderen Stelle doch ihre Eigenschaften. Nachdem die Familie so langsam wieder den richtigen Weg fand, kam ein erneuter Tiefschlag. Dies gab der Geschichte wieder einen pepp nach Vorne und es kam doch etwas Spannung wieder auf. Von Christine Spindler fand ich die Beschreibung des Finns gut, der von seiner Mutter so in Watte eingepackt wurde, dass er überhaupt keinen Spass im Leben hatte. Auch als Bluter sollte man etwas Freude im Leben haben und nicht nur im Mittelpunkt stehen, wenn es noch eine kleine Schwester Motte gibt. Erst nach dem Umzug ins Rundhaus und das Kennenlernen mit Luna, änderte sich einiges. Beide verliebten sich auf anhieb in den Anderen und Finn sagt seiner Mutter die Meinung, dass sie sich mehr um Motte kümmern sollte, als um ihn. Was mich in diesem Buch sehr berührt hat war der Brief an Vera, der für die Zukunft geschrieben wurde. Daher stammt auch dieses wunderbare Zitat: "Glück bedeutet nicht, alle seine Träume zu verwirklichen, sondern genug Träume zu haben, um der Realität immer wieder ein Stück vorausfliegen zu können." (Seite 158) Mißgefallen hat dagegen, dass Luna gleich als Wunderheilerin dargestellt wird, nur weil sie einmal jemanden das Leben gerettet hatte. Klar, sie reinigte auch die Haut von Finn, trotzdem konnte sie ihre Mutter auf anhieb nicht heilen. Trotz allem hat mir das Buch gefallen. Fazit: Ich habe mich sehr gefreut, dass ich dieses Buch lesen durfte. Mein Fazit für den heutigen Tag ist, dass ich es bestimmt nochmal in die Hand nehmen werde und vielleicht sogar dann eine viel bessere Meinung über dieses Buch entwickele. In gewisserweise hatte es doch was magisches Ansich gehabt. Wer es lesen möchte, soll es lesen um dann seine eigene Meinung zu bilden. Von mir bekommt Mond aus Glas 4 Sterne Vielen Dank an Christine Spindler für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!
Luna sagt der Lehrerin gern mal, wie sie sich pädagogisch wertvollen Unterricht vorstellt. Und Finn freut sich über einen Tag, an dem seine Mutter nicht mit Argusaugen über ihn wacht. Beide sind Außenseiter und fühlen sich gleich vom ersten Moment an zueinander hingezogen. Durch Finn lernt Luna endlich sich ihrer eigenen Kraft bewusst zu werden, denn bisher war sie im Schatten ihrer Schwester, die an Krebs starb. Stella war immer der strahlende Stern und Luna der blasse aber beständige Mond, angestrahlt durch Sternenlicht. Finn ist Bluter und seine Mutter macht ihn zum Außenseiter in dem sie alles überwacht was er tut, jeden seiner Tage minutiös durchplant. Durch ihre Liebe können beide wachsen und endlich ihren Platz in der Erwachsenenwelt einnehmen, auch wenn ihre Eltern nicht immer so schnell mithalten können. Der Grund für den Kauf dieses Kindle war der das schöne Cover und ich war auch schon von Beginn an von der Schreibmelodie der Autorin überzeugt. Ich wurde nicht enttäuscht, wie sonst oft bei unbekannten Autoren. Es ist eine feinsinnige Liebesgeschichte von zwei Jugendlichen die jeder vom Schicksal ihr eigene Bürde aufgehuckt bekamen. Meine Lieblingsfigur, war aber nicht Finns Schwester, die ein sturköpfiger Wirbelwind sein kann, auch nicht Lunas Mutter, die sich vor der Lehrerin ihrer Tochter emanzipiert und ihr die Meinung geigt, nein meine Lieblingsfigur ist Lunas Tante, die eine geistige Behinderung hat und dennoch den Weitblick Lunas intellektuellen Ausführungen zu folgen. Sie hat für jede Tätigkeit und Anlass einen Song den sie summt und ich habe sie schon zu Beginn in mein Herz geschlossen. Das Ende war mir dann ein bisschen zu esoterisch, aber das Nachwort der Autorin hat mir gezeigt, dass sie sich durchaus bewusst ist, dass damit nicht alle Leser etwas anfangen können. Offensichtlich gehöre ich wohl dazu. Nichtsdestotrotz war ich natürlich froh, dass es für Finn und Luna gut ausging und die jedem Kapitel vorgestellte Poesie war auch wunderschön. Manchmal entdeckt man hinter einem schönen Cover eine noch schönere Geschichte und das war hier der Fall.
Das Cover zeigt eine Landschaft, viel mehr einen strahlend blauen Himmel und einen großen runden Mond. In der linken Ecke sieht man ein Mädchen. Das Cover ist relativ schlicht und dennoch sehr schön. Luna ist eine der Protagonisten. Sie ist ein sehr offener Mensch und sagt immer was sie denkt. Sie wirklich gelegentlich sehr in sich gekehrt. Luna ist nicht auf den Mund gefallen und nebenbei noch ein sehr intelligentes Mädchen. Sie wirkt mit ihren 16 Jahren schon sehr reif. Hier und da merkt man wie sehr sie ihre Zwillingsschwester vermisst. Finn ist das absolut Gegenteil von Luna. Er ist eher schüchtern und zurückhaltend, was nicht nur an der Tatsache liegt, dass er Bluter ist. Er wird schnell rot wenn ihm etwas nur ansatzweise peinlich ist. Höflich und zuvorkommen, so wird Finn des öfteren beschrieben, auch wenn er gelegentlich auch mal seine rebellische Seite zeigt, meistens mit Luna zusammen. Zu den Nebencharakteren gehört so ziemlich Lunas ganze Familie. Das sind ihr Vater Urban, ihre Mutter Vera und ihre Tante Evi. Lunas Zwillingsschwester Stella, lebt leider nicht mehr. Urban ist der "Starke" der Familie, der seit Stellas Tod die Kraft und Ordnung bewahrt, damit nicht die ganze Familie im Chaos versinkt. Er wirkt gelegentlich kühl und man erfährt das er kaum trauert, was aber an der Tatsache liegt, dass er sich um seine Familie kümmern muss. Er hat viel zu tun in seinem Job und ist dementsprechend auch oft gestresst. Vera ist seit dem Tod ihrer Tochter vollkommen überfordert. Alltägliche Situationen bringen sie zu Haufen an ihre Grenzen. Sie kann und will nicht an ihrer Trauer arbeiten, stattdessen lässt sie ihre Gefühle und Gedanken liebe in Bilder strömen. Evi ist Vera behinderte Schwester. Sie denkt eher rational. Evi ist ein sehr geordneter Mensch, und ihre Ordnung darf man nicht durcheinander bringen, denn sonst wird sie schnell nervös. Meistens ist sie sehr lieb und freundlich. Ebenfalls dazu zählt Veras beste Freundin Jackie. Sie ist Veras Halt, ihr Dreh und Angelpunkt. Sie bringt alles auf den Punkt und unterstützt ihre Freundin wo sie nur kann. Auch Finns Familie gehört zu den Nebencharakteren. Da wäre sein Vater Rainer. Er wirkt wie der Arme verlassene Ehemann, doch er hat auch andere Seiten. Doch gegenüber seinen Kindern ist er immer liebend und hört zu. Vor allem seiner Töchter Motte gegenüber. Motte ist ein Kind voller Energie. Sie steckt voller Ideen und hat schon jetzt große Pläne für ihre Zukunft. Sie ist sehr intelligent, oder versucht zumindest immer so zu erscheinen. Sie hat einen großen Mund und wenn ihr etwas nicht passt streikt sie auch einmal. Nur ihr "Papsilein" kann sie dann noch überzeugen. Marienna ist Finns Mutter. Sie lebt ihr eigenes Leben - als Modedesignerin. Gegenüber Motte wird Marienna oft er vernachlässigend, und Finn erdrückt sie fast vor Sorge und Kummer - ihm könnte ja etwas passieren. Christine Spindlers Schreibstil hat mich gepackt. Sie schreibt sehr emotional. Sie erschafft Bilder, beschreibt Landschaften und Figuren und wechselt zwischen den einzelnen Charakteren, so dass wir mal aus der einen mal aus der anderen Sicht die Story weiter erzählt bekommen. Die Story gefiel mir sehr gut - sehr rührend. Zu Beginn war ich gespannt was mich erwartet, denn Tod ist immer ein aktuelles Thema und ich habe mich darauf gefreut zu erfahren, wie die Autorin mir die Gefühle beschreiben wird. Jeder selbst hat bestimmt schon einmal das Gefühl von Trauer erlebt - und falls nicht dann kommt es noch. Es ist schwer zu begreifen und noch viel schwerer zu beschreiben. Desto freulich überraschter war ich, dass Christine Spindler es so wunderbar geschafft hat die einzelnen und so unterschiedlichen Gefühle der einzelnen Charaktere so nahe zu bringen. In bestimmten Phasen, in denen man sich über bestimmte Sachen als Leser wundert lässt sie einen nicht im Stich, sondern erklärt genau was gemeint ist - großes Lob. Die Charaktere sind sehr unterschiedlich - vor allem Finn und Luna. Beide haben ein großes Schicksal - Finn durch seine Krankheit und Luna durch den Tod ihrer Schwester. Es sind so verschiedene Schicksale und dennoch verbindet die beiden etwas. Es hat mir Freude bereitet mit zu erleben, wie die beiden eine Beziehung zu einander aufbauen und wie sich diese auf die eigene Familie auswirkt. Das Thema das Christine Spindler in ihrem Roman bearbeitet ist sehr haarig und schwierig. Doch der Leser muss nicht denken, dass er nur von Trauer, Angst und Hoffnung liest - ganz im Gegenteil. An wichtigen Stellen des Buches hat die Autorin diese schwierigen Themen mit ein wenig Witz, Pepp und Charme aufgepeppelt. "Schau mal Papi, es schneit in der Dusche." Zitat S. 20 Der Roman wird nicht langweilig, egal wie weit man gelesen hat. Irgendetwas spannendes und aufregendes passiert immer, auch das hat mir sehr gut gefallen. Die Gefühle die immer wieder auftauchen werden von den einzelnen Charakteren immer mehr verdeutlicht und erläutert, hinterfragt und auf Lösungen geprüft. Christine Spindler verarbeitet dieses Thema sehr solide und mit viel Gefühl und Fingerspitzengefühl. Auch die Reaktionen die Auf Finns Krankheit folgen kann man sich sehr gut vorstellen, und so beginnt der Leser noch einmal ganz Anders über solche Situationen zu denken. Das Ende ist sehr ruhig, schließt das Buch gut ab und bildet auch ein Ende mit einer "Lösung" zu dem Gefühlschaos. Fazit: Christine Spindlers Roman hat mir wirklich gut gefallen - und das, obwohl es kein Fantasybuch ist. Es behandelt ein sehr schwieriges Thema, dass die Autorin voller Emotionen und mit einem unglaublichen Feingefühl bearbeitet. Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen, denn es regt sehr zum nachdenken an.
Beschreibung
Buchinformationen
Beiträge
Es hätte der Geschichte gut getan, wenn die Handlung sich über einen längeren Zeitraum erstreckt hätte. Ansonsten aber eine berührende Geschichte.✨
Mir war es etwas zu esoterisch (auf diese Komponente hätte ich komplett verzichten können) und die Verbindung zwischen Luna und Finn ging mir viel zu schnell. Liebe auf den ersten Blick schön und gut, aber grade für zwei Teenager, die angeblich das erste Mal verliebt sind und Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht machen, war der Umgang miteinander vom ersten Moment an viel zu vertraut und erwachsen. Das hätte sich für mich deutlich authentischer angefühlt, wenn die Handlung sich über mehrere Wochen erstreckt und nicht an ein paar Tagen stattgefunden hätte. Ähnlich bei der Entwicklung anderer Figuren. Das Buch hatte aber durchaus schöne, tiefgehende Szenen, greift wichtige, sensible Themen auf und regt zum Nachdenken an.

*Inhalt* Stella, Lunas Zwillingsschwester, starb bei einer Tumoroperation. Seitdem ist jeder mit seiner Trauer überfordert. In der Ehe der Eltern krieselt es und Luna träumt ständig von Stella. Als die Familie Jannick dann umzieht, lernt Luna einen Jungen kennen: Finn Drostenhagen. Dadurch verändert sich ihr Leben von Grund auf - denn auch Finn ist etwas ganz besonderes und mit ihm lernt sie, ihr Leben und ihre Gaben zu verbessern / erkennen... *Erster Satz des Buches* "Luna Jannick hockte in Mantel und Stiefeln auf der Holztreppe im Windfang und schaute ohne Eile zu, wie Tante Evi den Reißverschluss ihres taubenblauen Anoraks einfädelte und dabei Amazing Grace summte, ihr Anziehlied." *Zitate* "Wir haben gelernt, unsere Träume als Potenzial zu sehen. Einige Träume sind wahr geworden, andere sind gestorben. Glück bedeutet nicht, alle seine Träume zu verwirklichen, sondern genug Träume zu haben, um der Realität immer wieder ein Stück vorausfliegen zu können." *Fazit* "Mond aus Glas" ist ein Roman der Autorin Christine Spindler. Aufmerksam geworden bin ich auf diesen Roman dadurch, dass sie mir ein Rezensionsexemplar anbot, das ich gerne annahm, besonders weil mich die Thematik sehr interessierte. Ursprünglich hielt ich dieses Buch eher für ein wenig düster und traurig, gerade weil es um die Trauerphase nach dem Tod eines jungen Mädchens geht. Überraschenderweise taucht man jedoch in eine scheinbar recht "intakte" Familie ein, ein Schein, der sich jedoch nur solange hält, bis man mehr hinter die Fassade blicken kann. Vera Jannick, die Mutter von Luna und Stella, dem verstorbenen Mädchen, verweilt noch tief in ihrer Trauer und versucht sie durch ihre Kunstwerke auszuleben - denn Vera besitzt eine eigene Galerie und malt erfolgreich Bilder. Sie schottet sich oft von ihrem Mann und ihrer Tochter ab, da ihr jede Form der positiven Gefühle ein schlechtes Gewissen bereitet - und sie das Gefühl hat, dass die Trauer nur verdrängt wird. Obwohl Stella's Tod bereits 2 Jahre her ist, kann sie nicht im mindesten loslassen, eine Tatsache, die das Familienleben nachhaltig beeinträchtigt. Mit ihrer besten Freundin Jackie, einer sehr flippigen und stilvollen Frau, spricht sie oft ausführlich über ihre Sorgen und Ängste und diese hilft ihr oft wieder zurück, auf den rechten Weg. In Veras Gefühlswelt konnt ich mich wahnsinnig gut einfinden, auch wenn ich selbst niemals einen derartigen Verlust erleiden musste. Ihre Trauer sitzt tief und die Angst, dass sie ihrer Tochter nicht gerecht wird, wenn sie aufhört zu trauern, ist in ihrem Denken stets verankert, was ihr ihr weiteres Leben nicht unbedingt lebenswerter und einfacher gestaltet. Jackie war mir, trotz ihrer vereinzelten Auftritte, ebenfalls sehr sympathisch, besonders als man sie durch ein Gespräch noch etwas besser kennenlernt und sieht, dass hinter den Menschen oft noch mehr steckt, als uns zu Anfang bewusst ist. Ehemann Urban leidet zwar sehr unter der Trauer seiner Frau, versucht aber trotzdem die Familie zusammenzuhalten und seine Frau wieder ein wenig ins Leben zurückzuholen. Ihre Trauer nimmt er ihr nicht übel, auch wenn er deutlich spürt, dass sie sich von ihm entfernt. Genau aus dieser Tatsache heraus war mir Urban äußerst sympathisch und macht ihn für mich zu einem wunderbaren Menschen. Im Hause der Familie Jannick wohnt auch noch Vera's autistische Schwester Evi, um die sich die ganze Familie kümmert. Evi fand ich herzallerliebst, besonders wegen ihrer außergewöhnlichen Art. Für Evi muss alles in geregelten Bahnen verlaufen und für alles braucht Evi ein "Lied", dass sie summen kann. Das gibt ihr Sicherheit beim Ausführen einzelner Tätigkeiten. Ganz anders, als manch einer vielleicht denken würde, halte ich Evi für eine sehr intelligente Frau, auch wenn sie es vielleicht nicht so zum Ausdruck bringen kann, wie manch einer von uns das tun würde. Mit Gefühlen kann sie nur wenig anfangen und trotzdem erscheint sie niemals kalt und gefühllos, sondern findet oftmals trotzdem die richtigen Worte. Luna, die Tochter der Familie und Zwillingsschwester der verstorbenen Stella, wird von anderen wohl als etwas seltsam angesehen, einfach weil sie ihre eigenen Denkweisen und Prinzipien hat und mit Vater Urban liebend gerne über alles philosophiert. Gerade diese Gespräche zwischen den beiden fand ich oft außergewöhnlich interessant, denn genau wie die beiden denke ich auch manchmal über die verschiedensten Dinge zwischen Himmel und Erde nach und freue mich immer, wenn ich für diese Gedanken die ein oder andere Anregung bekomme. Die Familie Drostenhagen, bestehend aus Marianne, Finn und Motte (eigentlich Charlotte), ziehen schließlich in das Örtchen, in dem Familie Jannick wohnt - so lernen sich Finn und Luna schließlich kennen. Marianne Drostenhagen ist ein sehr bemutterndes und klammerndes Wesen von Frau und obwohl sie es eigentlich nur gut meinte, ging sie mir stellenweise doch schon sehr auf die Nerven. Sohn Finn, ein sehr netter junger Mann, leidet an der Bluterkrankheit und wird deswegen von seiner Mutter extrem behütet und beschützt. Finn ist genervt von seiner Mutter, doch bis er sich endlich traut, ihr die Meinung zu sagen, vergeht doch einige Zeit. Wie er mit Luna umgeht, als er sie kennenlernt, ist einfach wunderbar und die beiden ergänzen sich perfekt. Sie zeigen sich gegenseitig neue Welten und durch sie entwickelt Finn ein ungeahntes Selbstbewusstsein. Tochter Motte ist ein engergisches und sehr willensstarkes junges Mädchen, dass mich mehr als einmal zum lachen gebracht hat und von deren Durchsetzungsvermögen sich der ein oder andere eine ganze Scheibe abschneiden könnte. Die Geschichte der Familie Jannick, die sich mal mehr, mal weniger mit der Geschichte der Drostenhagens vermischt bzw. abwechselt, ist eine wunderbar tiefsinnige Geschichte mit ein bisschen Übersinnlichem, viel Alltäglichem und dem Hauch des besonderen. Sie erzählt von Begegnungen, Verlusten, neuen Erkenntnissen und davon, wie sehr manche Ereignisse im Leben einen prägen und dazu führen können, dass sich alles verändert, nichts mehr so bleibt, wie es einmal war. Während des Lesens begegnen uns wunderbare und einzigartige Charaktere, die so toll miteinander harmonieren, wie ich es lange nicht mehr erfahren durfte und deren Persönlichkeiten nicht nur oberflächlich dargestellt werden. Insgesamt kann ich diesen Roman uneingeschränkt empfehlen: Er bringt zum Lachen, manchmal zum Weinen und auf jedenfall zum Nachdenken und begeistert mit seinem flüssigen Schreibstil, der einen nur so über die Seiten hinwegfliegen lässt. Wertung: 5 von 5 Sterne!
Meinung: Christine Spindler hat mit „Mond aus Glas“ einen aufwühlenden Roman über Trauer, erste Liebe, Gefühle und Hoffnung geschrieben. Die Autorin schickt ihre Leser in einer atemlosen Fahrt von himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt und bringt sie mit ihrem berührendern Schreibstil gleichzeitig zum Lachen und Weinen. Ein eBook zum Nachdenken und Staunen, für Jugendliche und Erwachsene! (www.amazon.de) Ich kann die oberen Punkte nicht vollständig nachvollziehen, auch wenn manche Szenen im dem Buch traurig waren, haben sie mich jetzt nicht direkt zum Weinen gebracht. Ich wußte am Anfang erst gar nicht so recht, worum es in dem Buch geht, bis es irgendwann klick gemacht hat. Daher hat Mond aus Glas jetzt zum Schluss auch mehr Pfötchen/Sterne bekommen, als ich eigentlich vorgehabt habe. Der Schreibstil hat mich aber trotzdem leicht berührt und ich konnte auch an der einen oder anderen Stelle ein lächeln nicht verdrücken. Am Anfang fand ich ihn noch etwas stockend, danach legte es sich aber, so dass ich das Buch ziemlich schnell gelesen hatte. Das Cover ist mit dem Mondkind Luna gestaltet, welches durch den großen Mond gut zu erkennen ist. Die Hauptprotagonistin ist die 16 jährige Luna, die nicht immer alleine gewesen war, denn sie hatte bis zur tötlichen Operation am Hirnturmor noch eine Zwillingsschwester namens Stella. Die Familie war nach diesen Zeitpunkt nicht mehr so, wie sie mal war. Statt gemeinsam zu trauern, trauerte jeder für sich. Vater Urban vertiefte sich in die Arbeit und miemte den Starken. Seine Frau Vera gab sich der Kunst hin und versuchte die Trauer in dieser Richtung zu bewältigen. In dem Haushalt lebte zusätzlich noch die Schwester von Vera. Evi ist geistig behindert hat an der einen oder anderen Stelle doch ihre Eigenschaften. Nachdem die Familie so langsam wieder den richtigen Weg fand, kam ein erneuter Tiefschlag. Dies gab der Geschichte wieder einen pepp nach Vorne und es kam doch etwas Spannung wieder auf. Von Christine Spindler fand ich die Beschreibung des Finns gut, der von seiner Mutter so in Watte eingepackt wurde, dass er überhaupt keinen Spass im Leben hatte. Auch als Bluter sollte man etwas Freude im Leben haben und nicht nur im Mittelpunkt stehen, wenn es noch eine kleine Schwester Motte gibt. Erst nach dem Umzug ins Rundhaus und das Kennenlernen mit Luna, änderte sich einiges. Beide verliebten sich auf anhieb in den Anderen und Finn sagt seiner Mutter die Meinung, dass sie sich mehr um Motte kümmern sollte, als um ihn. Was mich in diesem Buch sehr berührt hat war der Brief an Vera, der für die Zukunft geschrieben wurde. Daher stammt auch dieses wunderbare Zitat: "Glück bedeutet nicht, alle seine Träume zu verwirklichen, sondern genug Träume zu haben, um der Realität immer wieder ein Stück vorausfliegen zu können." (Seite 158) Mißgefallen hat dagegen, dass Luna gleich als Wunderheilerin dargestellt wird, nur weil sie einmal jemanden das Leben gerettet hatte. Klar, sie reinigte auch die Haut von Finn, trotzdem konnte sie ihre Mutter auf anhieb nicht heilen. Trotz allem hat mir das Buch gefallen. Fazit: Ich habe mich sehr gefreut, dass ich dieses Buch lesen durfte. Mein Fazit für den heutigen Tag ist, dass ich es bestimmt nochmal in die Hand nehmen werde und vielleicht sogar dann eine viel bessere Meinung über dieses Buch entwickele. In gewisserweise hatte es doch was magisches Ansich gehabt. Wer es lesen möchte, soll es lesen um dann seine eigene Meinung zu bilden. Von mir bekommt Mond aus Glas 4 Sterne Vielen Dank an Christine Spindler für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!
Luna sagt der Lehrerin gern mal, wie sie sich pädagogisch wertvollen Unterricht vorstellt. Und Finn freut sich über einen Tag, an dem seine Mutter nicht mit Argusaugen über ihn wacht. Beide sind Außenseiter und fühlen sich gleich vom ersten Moment an zueinander hingezogen. Durch Finn lernt Luna endlich sich ihrer eigenen Kraft bewusst zu werden, denn bisher war sie im Schatten ihrer Schwester, die an Krebs starb. Stella war immer der strahlende Stern und Luna der blasse aber beständige Mond, angestrahlt durch Sternenlicht. Finn ist Bluter und seine Mutter macht ihn zum Außenseiter in dem sie alles überwacht was er tut, jeden seiner Tage minutiös durchplant. Durch ihre Liebe können beide wachsen und endlich ihren Platz in der Erwachsenenwelt einnehmen, auch wenn ihre Eltern nicht immer so schnell mithalten können. Der Grund für den Kauf dieses Kindle war der das schöne Cover und ich war auch schon von Beginn an von der Schreibmelodie der Autorin überzeugt. Ich wurde nicht enttäuscht, wie sonst oft bei unbekannten Autoren. Es ist eine feinsinnige Liebesgeschichte von zwei Jugendlichen die jeder vom Schicksal ihr eigene Bürde aufgehuckt bekamen. Meine Lieblingsfigur, war aber nicht Finns Schwester, die ein sturköpfiger Wirbelwind sein kann, auch nicht Lunas Mutter, die sich vor der Lehrerin ihrer Tochter emanzipiert und ihr die Meinung geigt, nein meine Lieblingsfigur ist Lunas Tante, die eine geistige Behinderung hat und dennoch den Weitblick Lunas intellektuellen Ausführungen zu folgen. Sie hat für jede Tätigkeit und Anlass einen Song den sie summt und ich habe sie schon zu Beginn in mein Herz geschlossen. Das Ende war mir dann ein bisschen zu esoterisch, aber das Nachwort der Autorin hat mir gezeigt, dass sie sich durchaus bewusst ist, dass damit nicht alle Leser etwas anfangen können. Offensichtlich gehöre ich wohl dazu. Nichtsdestotrotz war ich natürlich froh, dass es für Finn und Luna gut ausging und die jedem Kapitel vorgestellte Poesie war auch wunderschön. Manchmal entdeckt man hinter einem schönen Cover eine noch schönere Geschichte und das war hier der Fall.
Das Cover zeigt eine Landschaft, viel mehr einen strahlend blauen Himmel und einen großen runden Mond. In der linken Ecke sieht man ein Mädchen. Das Cover ist relativ schlicht und dennoch sehr schön. Luna ist eine der Protagonisten. Sie ist ein sehr offener Mensch und sagt immer was sie denkt. Sie wirklich gelegentlich sehr in sich gekehrt. Luna ist nicht auf den Mund gefallen und nebenbei noch ein sehr intelligentes Mädchen. Sie wirkt mit ihren 16 Jahren schon sehr reif. Hier und da merkt man wie sehr sie ihre Zwillingsschwester vermisst. Finn ist das absolut Gegenteil von Luna. Er ist eher schüchtern und zurückhaltend, was nicht nur an der Tatsache liegt, dass er Bluter ist. Er wird schnell rot wenn ihm etwas nur ansatzweise peinlich ist. Höflich und zuvorkommen, so wird Finn des öfteren beschrieben, auch wenn er gelegentlich auch mal seine rebellische Seite zeigt, meistens mit Luna zusammen. Zu den Nebencharakteren gehört so ziemlich Lunas ganze Familie. Das sind ihr Vater Urban, ihre Mutter Vera und ihre Tante Evi. Lunas Zwillingsschwester Stella, lebt leider nicht mehr. Urban ist der "Starke" der Familie, der seit Stellas Tod die Kraft und Ordnung bewahrt, damit nicht die ganze Familie im Chaos versinkt. Er wirkt gelegentlich kühl und man erfährt das er kaum trauert, was aber an der Tatsache liegt, dass er sich um seine Familie kümmern muss. Er hat viel zu tun in seinem Job und ist dementsprechend auch oft gestresst. Vera ist seit dem Tod ihrer Tochter vollkommen überfordert. Alltägliche Situationen bringen sie zu Haufen an ihre Grenzen. Sie kann und will nicht an ihrer Trauer arbeiten, stattdessen lässt sie ihre Gefühle und Gedanken liebe in Bilder strömen. Evi ist Vera behinderte Schwester. Sie denkt eher rational. Evi ist ein sehr geordneter Mensch, und ihre Ordnung darf man nicht durcheinander bringen, denn sonst wird sie schnell nervös. Meistens ist sie sehr lieb und freundlich. Ebenfalls dazu zählt Veras beste Freundin Jackie. Sie ist Veras Halt, ihr Dreh und Angelpunkt. Sie bringt alles auf den Punkt und unterstützt ihre Freundin wo sie nur kann. Auch Finns Familie gehört zu den Nebencharakteren. Da wäre sein Vater Rainer. Er wirkt wie der Arme verlassene Ehemann, doch er hat auch andere Seiten. Doch gegenüber seinen Kindern ist er immer liebend und hört zu. Vor allem seiner Töchter Motte gegenüber. Motte ist ein Kind voller Energie. Sie steckt voller Ideen und hat schon jetzt große Pläne für ihre Zukunft. Sie ist sehr intelligent, oder versucht zumindest immer so zu erscheinen. Sie hat einen großen Mund und wenn ihr etwas nicht passt streikt sie auch einmal. Nur ihr "Papsilein" kann sie dann noch überzeugen. Marienna ist Finns Mutter. Sie lebt ihr eigenes Leben - als Modedesignerin. Gegenüber Motte wird Marienna oft er vernachlässigend, und Finn erdrückt sie fast vor Sorge und Kummer - ihm könnte ja etwas passieren. Christine Spindlers Schreibstil hat mich gepackt. Sie schreibt sehr emotional. Sie erschafft Bilder, beschreibt Landschaften und Figuren und wechselt zwischen den einzelnen Charakteren, so dass wir mal aus der einen mal aus der anderen Sicht die Story weiter erzählt bekommen. Die Story gefiel mir sehr gut - sehr rührend. Zu Beginn war ich gespannt was mich erwartet, denn Tod ist immer ein aktuelles Thema und ich habe mich darauf gefreut zu erfahren, wie die Autorin mir die Gefühle beschreiben wird. Jeder selbst hat bestimmt schon einmal das Gefühl von Trauer erlebt - und falls nicht dann kommt es noch. Es ist schwer zu begreifen und noch viel schwerer zu beschreiben. Desto freulich überraschter war ich, dass Christine Spindler es so wunderbar geschafft hat die einzelnen und so unterschiedlichen Gefühle der einzelnen Charaktere so nahe zu bringen. In bestimmten Phasen, in denen man sich über bestimmte Sachen als Leser wundert lässt sie einen nicht im Stich, sondern erklärt genau was gemeint ist - großes Lob. Die Charaktere sind sehr unterschiedlich - vor allem Finn und Luna. Beide haben ein großes Schicksal - Finn durch seine Krankheit und Luna durch den Tod ihrer Schwester. Es sind so verschiedene Schicksale und dennoch verbindet die beiden etwas. Es hat mir Freude bereitet mit zu erleben, wie die beiden eine Beziehung zu einander aufbauen und wie sich diese auf die eigene Familie auswirkt. Das Thema das Christine Spindler in ihrem Roman bearbeitet ist sehr haarig und schwierig. Doch der Leser muss nicht denken, dass er nur von Trauer, Angst und Hoffnung liest - ganz im Gegenteil. An wichtigen Stellen des Buches hat die Autorin diese schwierigen Themen mit ein wenig Witz, Pepp und Charme aufgepeppelt. "Schau mal Papi, es schneit in der Dusche." Zitat S. 20 Der Roman wird nicht langweilig, egal wie weit man gelesen hat. Irgendetwas spannendes und aufregendes passiert immer, auch das hat mir sehr gut gefallen. Die Gefühle die immer wieder auftauchen werden von den einzelnen Charakteren immer mehr verdeutlicht und erläutert, hinterfragt und auf Lösungen geprüft. Christine Spindler verarbeitet dieses Thema sehr solide und mit viel Gefühl und Fingerspitzengefühl. Auch die Reaktionen die Auf Finns Krankheit folgen kann man sich sehr gut vorstellen, und so beginnt der Leser noch einmal ganz Anders über solche Situationen zu denken. Das Ende ist sehr ruhig, schließt das Buch gut ab und bildet auch ein Ende mit einer "Lösung" zu dem Gefühlschaos. Fazit: Christine Spindlers Roman hat mir wirklich gut gefallen - und das, obwohl es kein Fantasybuch ist. Es behandelt ein sehr schwieriges Thema, dass die Autorin voller Emotionen und mit einem unglaublichen Feingefühl bearbeitet. Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen, denn es regt sehr zum nachdenken an.








