Mein Sprung ins kalte Wasser
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Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Bernhard Weßling, Jahrgang 1951, Chemiestudium und 1977 Promotion zum Dr. rer. nat. Forschungen auf dem Gebiet elektrisch leitfähiger Polymere und Entwicklungen neuartiger Technologien im eigenen Unternehmen. Er folgte dem Zug der Elektronik-Industrie Anfang der 2000er Jahre: Viele mittelständische und große Unternehmen der Leiterplattenindustrie gingen nach China. Sein Unternehmen verkaufte er 2009 an einen US-Konzern, als Ein-Mann-Beratungsunternehmen entwickelte er jedoch sein Verfahren weiter zu einer markführenden Position. 2018 kehrte er nach Deutschland zurück. Er ist weiterhin als Grundlagenforscher experimentell und theoretisch tätig, hat über 150 wissenschaftliche und technische Publikationen veröffentlicht und dreißig internationale Patente angemeldet.
Beiträge
Bernhard Weßling berichtet in seinem neuen Buch Mein Sprung ins kalte Wasser über sein Leben und seine Arbeit in China. Als promovierter Chemiker verbachte er dort mehr als 13 Jahre, um seinem deutschen Unternehmen einen Platz am Weltmarkt der Leiterplatten zu sichern. Das Buch kann durchaus als Autobiographie beschrieben werden und besteht aus Weßlings Erfahrungen im Land der Mitte, die häufig im Gegensatz zu Aussagen anderer Autor:innen stehen (z.B.„Chinesische [Handwerker] machen alles nur halb passend, niemals perfekt, chinesische Handwerker denken immer, irgendwie passt es schon.“ S.379). Anstatt, wie es unter Ausländern üblich ist, sich untereinander zu treffen, geht Weßling ihnen erst recht aus dem Weg und widmet sich denselben Aktivitäten wie Shenzhens Einheimische. Jede Woche Fußball spielen und Kontakte zu den Einwohnern der Straße halten, dabei lernt er das Land von innen kennen. Jedoch muss auch betont werden, dass Bernhard Weßling sich schon seit 1999 regelmäßig in China aufhielt und sich in diesem Zeitraum von mehr als 20 Jahren einiges getan hat, wie auch durch die Erläuterungen der E-Busse in Shenzhen klar wurde und der immer weiter fortschreitende Handelskrieg zwischen den USA und dem Land der Mitte beweist. Der Unternehmer selbst ist von der Vielseitigkeit des Landes so fasziniert und begeistert, dass er nach seiner 13-jährigen Karriere in China mit seiner Lebensgefährtin das kulturell vielschichtige Land bereist und natürlich fotographisch dokumentiert. Immer wieder tauchen Bilder in dem Buch auf, die das Leben in dem fernen Land eindrücklich schildern und Weßlings Interesse und Teilhabe an der Gesellschaft und Kultur verdeutlichen. (Die schwarz-weiß Abdrucke findet man auch auf Weßlings Website in Farbe.) Auf den 400 Seiten sieht man nicht nur den Erfolg des deutschen Geschäftsmanns in China, sondern liest auch über seine eigenen Fehler, die er selbstkritisch betrachtet und zur Vorsicht warnen. Obwohl der Großteil sich um die eigenen Erfahrungen und Erlebnisse drehen und der Autor eine recht neutrale Meinung hat, kommt am Ende des Buches noch scharfe Kritik an anderen Autor:innen auf, die voller Vorurteile über „die Chinesen“ und „das China“ geschrieben haben, die es jedoch nicht gibt, da jede Provinz, Stadt, sogar jeder Bezirk sich anders verhalten kann und „die Chinesen“ das Gegenteil eines einheitlichen Volks sind. Hier würde man sich ein ausführliches Quellenverzeichnis wünschen, um die kontroversen Zitate zuordnen zu können. Mein Sprung ins kalte Wasser bringt definitiv eine andere Sichtweise auf das Land der Mitte, vor allem für diejenigen, die Erfahrungen der Theorie vorziehen.
Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Bernhard Weßling, Jahrgang 1951, Chemiestudium und 1977 Promotion zum Dr. rer. nat. Forschungen auf dem Gebiet elektrisch leitfähiger Polymere und Entwicklungen neuartiger Technologien im eigenen Unternehmen. Er folgte dem Zug der Elektronik-Industrie Anfang der 2000er Jahre: Viele mittelständische und große Unternehmen der Leiterplattenindustrie gingen nach China. Sein Unternehmen verkaufte er 2009 an einen US-Konzern, als Ein-Mann-Beratungsunternehmen entwickelte er jedoch sein Verfahren weiter zu einer markführenden Position. 2018 kehrte er nach Deutschland zurück. Er ist weiterhin als Grundlagenforscher experimentell und theoretisch tätig, hat über 150 wissenschaftliche und technische Publikationen veröffentlicht und dreißig internationale Patente angemeldet.
Beiträge
Bernhard Weßling berichtet in seinem neuen Buch Mein Sprung ins kalte Wasser über sein Leben und seine Arbeit in China. Als promovierter Chemiker verbachte er dort mehr als 13 Jahre, um seinem deutschen Unternehmen einen Platz am Weltmarkt der Leiterplatten zu sichern. Das Buch kann durchaus als Autobiographie beschrieben werden und besteht aus Weßlings Erfahrungen im Land der Mitte, die häufig im Gegensatz zu Aussagen anderer Autor:innen stehen (z.B.„Chinesische [Handwerker] machen alles nur halb passend, niemals perfekt, chinesische Handwerker denken immer, irgendwie passt es schon.“ S.379). Anstatt, wie es unter Ausländern üblich ist, sich untereinander zu treffen, geht Weßling ihnen erst recht aus dem Weg und widmet sich denselben Aktivitäten wie Shenzhens Einheimische. Jede Woche Fußball spielen und Kontakte zu den Einwohnern der Straße halten, dabei lernt er das Land von innen kennen. Jedoch muss auch betont werden, dass Bernhard Weßling sich schon seit 1999 regelmäßig in China aufhielt und sich in diesem Zeitraum von mehr als 20 Jahren einiges getan hat, wie auch durch die Erläuterungen der E-Busse in Shenzhen klar wurde und der immer weiter fortschreitende Handelskrieg zwischen den USA und dem Land der Mitte beweist. Der Unternehmer selbst ist von der Vielseitigkeit des Landes so fasziniert und begeistert, dass er nach seiner 13-jährigen Karriere in China mit seiner Lebensgefährtin das kulturell vielschichtige Land bereist und natürlich fotographisch dokumentiert. Immer wieder tauchen Bilder in dem Buch auf, die das Leben in dem fernen Land eindrücklich schildern und Weßlings Interesse und Teilhabe an der Gesellschaft und Kultur verdeutlichen. (Die schwarz-weiß Abdrucke findet man auch auf Weßlings Website in Farbe.) Auf den 400 Seiten sieht man nicht nur den Erfolg des deutschen Geschäftsmanns in China, sondern liest auch über seine eigenen Fehler, die er selbstkritisch betrachtet und zur Vorsicht warnen. Obwohl der Großteil sich um die eigenen Erfahrungen und Erlebnisse drehen und der Autor eine recht neutrale Meinung hat, kommt am Ende des Buches noch scharfe Kritik an anderen Autor:innen auf, die voller Vorurteile über „die Chinesen“ und „das China“ geschrieben haben, die es jedoch nicht gibt, da jede Provinz, Stadt, sogar jeder Bezirk sich anders verhalten kann und „die Chinesen“ das Gegenteil eines einheitlichen Volks sind. Hier würde man sich ein ausführliches Quellenverzeichnis wünschen, um die kontroversen Zitate zuordnen zu können. Mein Sprung ins kalte Wasser bringt definitiv eine andere Sichtweise auf das Land der Mitte, vor allem für diejenigen, die Erfahrungen der Theorie vorziehen.




