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Starke Idee
Ein Serienmörder auf dem Sterbebett. Eine Ex-Frau, die seine letzten Geheimnisse entschlüsseln muss. Klingt nach einem Thriller-Highlight, oder? Edward sitzt im Gefängnis, wird sterben und möchte vor seinem Tod weitere Morde an Frauen gestehen, allerdings nur seiner Ex-Frau Maggie. Allein dieser Gedanke hat mich sofort neugierig gemacht. Ich habe einen atmosphärischen Psychothriller voller Spannung und raffinierter Wortgefechte erwartet. Leider brauchte die Geschichte für meinen Geschmack viel zu lange, um wirklich in Fahrt zu kommen. Die ersten rund 100 Seiten drehen sich überwiegend um Maggies Alltag und ihre Söhne. Das nahm dem eigentlichen Handlungsstrang viel Tempo. Hinzu kam, dass Maggie für mich stets auf Distanz blieb. Ich konnte keine echte Verbindung zu ihr aufbauen, wodurch mich vieles emotional kaum erreicht hat. Am spannendsten waren für mich die Besuche bei Edward im Gefängnis. Er spielt mit Maggie ein undurchsichtiges Spiel. Anstatt wie versprochen über die Morde zu sprechen, drehen sich seine Gespräche häufig um die gemeinsame Ehe, ihre Söhne und die Familienurlaube. Obwohl man spürt, dass hinter seinen Erinnerungen mehr steckt, fehlte mir in den Dialogen die psychologische Tiefe und die unterschwellige Bedrohung, die ich mir von diesem Setting erhofft hatte. Nach und nach werden einige Fundorte weiterer Opfer bekannt, während Edward über eine andere Tat beharrlich schweigt. Stattdessen drängt er Maggie zu weiteren Erinnerungen, lenkt ihre Aufmerksamkeit zu einer besonderen Reise. Als Maggie schließlich zu verstehen beginnt, worauf er hinauswill, entsteht endlich ein bisschen mehr Spannung. Leider kam dieser Moment für mich zu spät. Insgesamt wollte sich das Thriller-Gefühl nie richtig einstellen. Für mich war es eher ein ruhiger Krimi mit psychologischen Ansätzen, die jedoch an der Oberfläche blieben. Die Geschichte hätte so viel Potenzial gehabt, wenn die Figuren mehr Tiefe bekommen und die Spannung konsequenter aufgebaut worden wäre. Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich flüssig lesen, auch wenn einige Passagen etwas langatmig wirken. Das Ende konnte mich ebenfalls nicht vollständig überzeugen. Es war weder besonders aufregend noch hinterließ es den nachhaltigen Eindruck, den ich mir nach dieser vielversprechenden Ausgangslage gewünscht hätte. Eine starke Idee, die mich sofort gecatcht hat, deren Umsetzung für mich aber leider nicht das gehalten hat, was sie versprochen hat.

11. Juli 2026
Starke Idee
Ein Serienmörder auf dem Sterbebett. Eine Ex-Frau, die seine letzten Geheimnisse entschlüsseln muss. Klingt nach einem Thriller-Highlight, oder? Edward sitzt im Gefängnis, wird sterben und möchte vor seinem Tod weitere Morde an Frauen gestehen, allerdings nur seiner Ex-Frau Maggie. Allein dieser Gedanke hat mich sofort neugierig gemacht. Ich habe einen atmosphärischen Psychothriller voller Spannung und raffinierter Wortgefechte erwartet. Leider brauchte die Geschichte für meinen Geschmack viel zu lange, um wirklich in Fahrt zu kommen. Die ersten rund 100 Seiten drehen sich überwiegend um Maggies Alltag und ihre Söhne. Das nahm dem eigentlichen Handlungsstrang viel Tempo. Hinzu kam, dass Maggie für mich stets auf Distanz blieb. Ich konnte keine echte Verbindung zu ihr aufbauen, wodurch mich vieles emotional kaum erreicht hat. Am spannendsten waren für mich die Besuche bei Edward im Gefängnis. Er spielt mit Maggie ein undurchsichtiges Spiel. Anstatt wie versprochen über die Morde zu sprechen, drehen sich seine Gespräche häufig um die gemeinsame Ehe, ihre Söhne und die Familienurlaube. Obwohl man spürt, dass hinter seinen Erinnerungen mehr steckt, fehlte mir in den Dialogen die psychologische Tiefe und die unterschwellige Bedrohung, die ich mir von diesem Setting erhofft hatte. Nach und nach werden einige Fundorte weiterer Opfer bekannt, während Edward über eine andere Tat beharrlich schweigt. Stattdessen drängt er Maggie zu weiteren Erinnerungen, lenkt ihre Aufmerksamkeit zu einer besonderen Reise. Als Maggie schließlich zu verstehen beginnt, worauf er hinauswill, entsteht endlich ein bisschen mehr Spannung. Leider kam dieser Moment für mich zu spät. Insgesamt wollte sich das Thriller-Gefühl nie richtig einstellen. Für mich war es eher ein ruhiger Krimi mit psychologischen Ansätzen, die jedoch an der Oberfläche blieben. Die Geschichte hätte so viel Potenzial gehabt, wenn die Figuren mehr Tiefe bekommen und die Spannung konsequenter aufgebaut worden wäre. Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich flüssig lesen, auch wenn einige Passagen etwas langatmig wirken. Das Ende konnte mich ebenfalls nicht vollständig überzeugen. Es war weder besonders aufregend noch hinterließ es den nachhaltigen Eindruck, den ich mir nach dieser vielversprechenden Ausgangslage gewünscht hätte. Eine starke Idee, die mich sofort gecatcht hat, deren Umsetzung für mich aber leider nicht das gehalten hat, was sie versprochen hat.
11. Juli 2026










