Meeresrand
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Beschreibung
Buchinformationen
Beiträge
"Die Kinder lagen ganz ruhig, ich hörte sie atmen, ich schlief zum ersten Mal bei ihnen, und dieser Atem, den ich hörte, den hatte ich ihnen geschenkt. Ich. Was für eine Schufterei das Leben doch ist, was für eine fürchterliche Schufterei..." "Ich will nur sagen, manchmal haben wir viel Spaß zusammen, wir drei. Richtig schöne Augenblicke. Sie dauern nie lang, ich weiß nicht, wie es dazu kommt, aber ich weiß, es ist schön, die Welt rückt uns dann plötzlich nicht so auf die Pelle, und auf unseren Schultern lastet kein Gewicht." "Wir waren im sechsten Stock angekommen. Hier war die Treppe zu Ende, man konnte sich nicht irren. Da, wo das Ende war, gehörten wir hin. Das wussten wir." Die Geschichte von einer alleinerziehenden, psychisch kranken und überforderten Mutter, die mit ihren beiden Söhnen Stan und Kevin ans Meer fährt. Sie sollen es einmal gesehen haben, nur einmal... Die Verzweiflung und Aussichtslosigkeit ist im ganzen Buch greifbar, ist sprachlich perfekt ausgearbeitet. Das Buch ist von einer tiefen Traurigkeit durchzogen, die mich von Beginn an in ihren Bann gezogen hat. Keine leichte Lektüre, deswegen eine eingeschränkte Leseempfehlung von mir
„Wir waren im sechsten Stock angekommen. Hier war die Treppe zu Ende, man konnte sich nicht irren. Da, wo das Ende war, gehörten wir hin. Das wußten wir.“ Eine alleinerziehende Mutter, psychisch krank und in äußerst prekären Verhältnissen lebend, mit zwei Söhnen, Stan und Kevin, überrascht ihre Kinder mit einem ersten und letzten Urlaub am Meer. Dieser kurze Roman wird sehr direkt aus der Ich-Perspektive erzählt, wobei wir der psychischen Instabilität der Erzählerin, den Schwankungen in ihrer Wahrnehmung irritiert und unmittelbar beiwohnen. Außenperspektiven erhalten wir ausschließlich vermittelt in Erinnerungen der Ich-Erzählerin an die Mitarbeiterin der Sozialbehörde, die regelmäßig zu Kontrollbesuchen erscheint, an LehrerInnen und Erzieherinnen, an Personal in Geschäften etc. Es entsteht dennoch ein differenziertes, ein menschliches Porträt einer jungen Frau unter schwierigsten Lebensumständen, das unsere Sympathie und unser Verständnis für sie weckt und zugleich die Katastrophe erahnen lässt, die bevorsteht. Ein starkes Stück Literatur.
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"Die Kinder lagen ganz ruhig, ich hörte sie atmen, ich schlief zum ersten Mal bei ihnen, und dieser Atem, den ich hörte, den hatte ich ihnen geschenkt. Ich. Was für eine Schufterei das Leben doch ist, was für eine fürchterliche Schufterei..." "Ich will nur sagen, manchmal haben wir viel Spaß zusammen, wir drei. Richtig schöne Augenblicke. Sie dauern nie lang, ich weiß nicht, wie es dazu kommt, aber ich weiß, es ist schön, die Welt rückt uns dann plötzlich nicht so auf die Pelle, und auf unseren Schultern lastet kein Gewicht." "Wir waren im sechsten Stock angekommen. Hier war die Treppe zu Ende, man konnte sich nicht irren. Da, wo das Ende war, gehörten wir hin. Das wussten wir." Die Geschichte von einer alleinerziehenden, psychisch kranken und überforderten Mutter, die mit ihren beiden Söhnen Stan und Kevin ans Meer fährt. Sie sollen es einmal gesehen haben, nur einmal... Die Verzweiflung und Aussichtslosigkeit ist im ganzen Buch greifbar, ist sprachlich perfekt ausgearbeitet. Das Buch ist von einer tiefen Traurigkeit durchzogen, die mich von Beginn an in ihren Bann gezogen hat. Keine leichte Lektüre, deswegen eine eingeschränkte Leseempfehlung von mir
„Wir waren im sechsten Stock angekommen. Hier war die Treppe zu Ende, man konnte sich nicht irren. Da, wo das Ende war, gehörten wir hin. Das wußten wir.“ Eine alleinerziehende Mutter, psychisch krank und in äußerst prekären Verhältnissen lebend, mit zwei Söhnen, Stan und Kevin, überrascht ihre Kinder mit einem ersten und letzten Urlaub am Meer. Dieser kurze Roman wird sehr direkt aus der Ich-Perspektive erzählt, wobei wir der psychischen Instabilität der Erzählerin, den Schwankungen in ihrer Wahrnehmung irritiert und unmittelbar beiwohnen. Außenperspektiven erhalten wir ausschließlich vermittelt in Erinnerungen der Ich-Erzählerin an die Mitarbeiterin der Sozialbehörde, die regelmäßig zu Kontrollbesuchen erscheint, an LehrerInnen und Erzieherinnen, an Personal in Geschäften etc. Es entsteht dennoch ein differenziertes, ein menschliches Porträt einer jungen Frau unter schwierigsten Lebensumständen, das unsere Sympathie und unser Verständnis für sie weckt und zugleich die Katastrophe erahnen lässt, die bevorsteht. Ein starkes Stück Literatur.









