Blick ins Buch

Romane

Marlène

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Über das Buch

Marlène ist etwas weltfremd, aber immer im Auge des Orkans, den sie selbst verursacht. Seit sie da ist, ist das Leben von Dan und Richard noch komplizierter. Die beiden Freunde müssen sich seit ihrer Rückkehr aus dem Krieg im zivilen Alltag zurechtfinden. Nun brechen alte Traumata auf, und die Gefühle spielen verrückt.

Editionen (2)

ISBN9783257245301
VerlagDiogenes
Erscheinungsdatum24.02.21
Seitenzahl288

Rezensionen & Bewertungen

19 Bewertungen

6 Rezensionen

2,9

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  • ingeheydeck
    ingeheydeck

    147 Follower

    4,5

    Keine leichte Kost, aber Dranbleiben zahlt sich aus !

    Zu Beginn habe ich tatsächlich daran gedacht, das Buch abzubrechen. Der nüchterne Stil, die ungewöhnliche Syntax (z.B. keine wörtliche Rede), die Perspektiv- und Ortswechsel haben mir den Zugang zu dieser ungewöhnlichen, düsteren/tristen Geschichte nicht gerade leicht gemacht. Es geht um Kriegstraumata, Betrug, Lüge, Freundschaft, Eifersucht und Liebe. Die düstere Kleinstadt, in der jeder unglücklich zu sein scheint, spiegelt die innere Zerrissenheit und Melancholie der einzelnen Charaktere wider. Ab dem zweiten Drittel nimmt die Geschichte Fahrt auf und hat mich völlig gepackt Die verletzliche, 'tolpatschige' Marlène, die man (m.E.) zu Unrecht für das Chaos und Unheil verantwortlich macht, hat mich 'mitten ins Herz getroffen'. Eine Kritikerin vergleicht die Stimmung des Romans mit der auf den Gemälden Edward Hoppers und das empfinde ich tatsächlich auch . Mein Fazit : absolute Leseempfehlung, auch wenn mein Einstieg holprig war. Definitiv werde ich Betty Blue auch lesen

    Keine leichte Kost, aber Dranbleiben zahlt sich aus !

    15. Juli 2025

  • fraumarsupilami
    fraumarsupilami

    187 Follower

    1,0

    Lakonisch, sperrig, unlesbar 📖😵‍💫🚫

    Der Klappentext klang eigentlich vielversprechend: Zwei Kriegsveteranen, die mit ihren Traumata ringen, sich an der Normalität des Lebens nach der Kriegsrückkehr die Zähne ausbeißen und sich schließlich auch noch wegen einer Frau entzweien. Klingt nach einem packenden Drama, nach tiefen Charakterstudien und psychologischer Spannung. Aber dann kam der Schreibstil – und mit ihm der Frust. Djian wählt eine hochgradig minimalistische Erzählweise: extrem kurze Sätze, stockend, ohne jegliche wörtliche Rede. Dialoge werden nur indirekt wiedergegeben, Namen tauchen über weite Strecken gar nicht erst auf. Wer spricht hier eigentlich mit wem? Keine Ahnung. Die Figuren? Blass wie eine Wand. Selbst nach etlichen Seiten hat man das Gefühl, nur an der Oberfläche herumzudümpeln, ohne irgendeinen Zugang zur Geschichte zu finden. Ich musste ständig Passagen mehrfach lesen, um überhaupt zu verstehen, was gerade passiert. Und es hat sich nicht gelohnt. Vielleicht liegt es an der Übersetzung, vielleicht soll es einfach „künstlerisch“ sein. Für mich war es einfach nur anstrengend. Wenn man mehr Zeit damit verbringt, sich in die Satzstruktur zu kämpfen, als in die Handlung einzutauchen, läuft irgendwas schief. Nach 50 Seiten hatte ich genug. Ist mir zu sperrig, zu kryptisch, zu prätentiös. Absolut nicht meins. ⭐️

    15. März 2025

  • 4,0

    Gut wie immer. Typischer Djian.

    3. Sept. 2024

3 von 6 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Philippe Djian

Philippe Djian, geboren 1949 in Paris, ist viel herumgekommen. Er lebte in New York, Florenz, Bordeaux und Lausanne und wohnt heute in Biarritz und Paris. Auf einer Autobahnmautstelle, bei einem seiner Gelegenheitsjobs, tippte Philippe Djian sein erstes Manuskript. Sein dritter Roman, ›Betty Blue‹, wurde zum Kultbuch. ›Oh …‹ erhielt 2012 den Prix Interallié und wurde mit Isabelle Huppert unter dem Titel ›Elle‹ verfilmt.

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