Male
von Sabine Schiffner
Hardcover
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Beschreibung
f l u n d e r n/
und von der plastiktüte aus dem kühlschrank/
wo sie schon lagen 24 stunden oder auch weniger/
wenn man die öffnet kommt ein hauch den/
kann man seele nennen und sie/
hat die form von weißem rauch/
die küche könnt durchdrungen sein vom pochen
wohl der herzchen/
wenn sie zum waschbecken getragen werden/
zuckend das flügelpaar der iris hornhaut die/
kalter ostseeschleim nicht länger mehr bewimpert/
der kiemenschnitt raus kommen schwimmblase
und eier stach/
in die afteröffnung brust vorsichtig hier das messer führen/
die stachelige haut mit einem handschuh nur berühren/
die innereien leber galle herz entfernen zurück bleibt/
einzig und allein das augenpaar das immer noch nicht brach/
das sind die nerven zum pochen nicht braucht/
die flunder ihr herzchen sie ist auch ohne wach/
auch zum schlagen nicht der flossen/
auch nicht zum bäumen zum erschrecken/
auch nicht zu einem letzten atemholen: ach
'In den Gedichten von Sabine Schiffner wird eine romantische
Moderne aufgebaut, die im Stocken gehalten wird
durch Abgeschliffnes, Abgerissenes, angeschwemmte
Sprachflöße, die ineinandergeschoben werden …'
Basler Zeitung
Buchinformationen
Haupt-Genre
Lyrik & Dramen
Sub-Genre
N/A
Format
Hardcover
Seitenzahl
48
Preis
17.50 €
Autorenbeschreibung
Sabine Schiffner, Jahrgang 1965, studierte Theaterwissenschaften, Germanistik und Psychologie und lebt als freie Autorin in Köln. Sie hat zahlreiche Stipendien und Preise bekommen. Im Jahr 2005 erschien ihr Roman-Debut »Kindbettfieber«. Bei zu Klampen veröffentlichte sie »Male« (2006).
Beschreibung
f l u n d e r n/
und von der plastiktüte aus dem kühlschrank/
wo sie schon lagen 24 stunden oder auch weniger/
wenn man die öffnet kommt ein hauch den/
kann man seele nennen und sie/
hat die form von weißem rauch/
die küche könnt durchdrungen sein vom pochen
wohl der herzchen/
wenn sie zum waschbecken getragen werden/
zuckend das flügelpaar der iris hornhaut die/
kalter ostseeschleim nicht länger mehr bewimpert/
der kiemenschnitt raus kommen schwimmblase
und eier stach/
in die afteröffnung brust vorsichtig hier das messer führen/
die stachelige haut mit einem handschuh nur berühren/
die innereien leber galle herz entfernen zurück bleibt/
einzig und allein das augenpaar das immer noch nicht brach/
das sind die nerven zum pochen nicht braucht/
die flunder ihr herzchen sie ist auch ohne wach/
auch zum schlagen nicht der flossen/
auch nicht zum bäumen zum erschrecken/
auch nicht zu einem letzten atemholen: ach
'In den Gedichten von Sabine Schiffner wird eine romantische
Moderne aufgebaut, die im Stocken gehalten wird
durch Abgeschliffnes, Abgerissenes, angeschwemmte
Sprachflöße, die ineinandergeschoben werden …'
Basler Zeitung
Buchinformationen
Haupt-Genre
Lyrik & Dramen
Sub-Genre
N/A
Format
Hardcover
Seitenzahl
48
Preis
17.50 €
Autorenbeschreibung
Sabine Schiffner, Jahrgang 1965, studierte Theaterwissenschaften, Germanistik und Psychologie und lebt als freie Autorin in Köln. Sie hat zahlreiche Stipendien und Preise bekommen. Im Jahr 2005 erschien ihr Roman-Debut »Kindbettfieber«. Bei zu Klampen veröffentlichte sie »Male« (2006).



