Maigret in Kur

Maigret in Kur

Hardcover
3.86
HeilwasserPolizeiKlassikerMord

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Beschreibung

Eigentlich wollte Maigret lieber jung sterben, als sich an einen Diätplan zu halten, doch nun ist er auf Kur in Vichy, trinkt Heilwasser, spaziert Arm in Arm mit Madame Maigret durch den Kurgarten. Aus reiner Langeweile beobachtet er die Menschen ringsum, Boulespieler, Patienten und die Dame in Lila - eine exzentrische Frau, die ihn fasziniert und über deren Leben er gerne mehr wüsste. Dann wird sie in ihrer Wohnung aufgefunden - erwürgt. Und Maigret stößt sehr bald auf zahlreiche Ungereimtheiten in ihrem Leben. Maigrets 67. Fall spielt in Vichy.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Krimis
Sub-Genre
N/A
Format
Hardcover
Seitenzahl
224
Preis
18.40 €

Autorenbeschreibung

Georges Simenon, geboren am 13. Februar 1903 im belgischen Liège, ist der »meistgelesene, meistübersetzte, meistverfilmte, mit einem Wort: der erfolgreichste Schriftsteller des 20. Jahrhunderts« (Die Zeit). Seine erstaunliche literarische Produktivität (75 Maigret-Romane, 117 weitere Romane und über 150 Erzählungen), seine Rastlosigkeit und seine Umtriebigkeit bestimmten sein Leben: Um einen Roman zu schreiben, brauchte er selten länger als zehn Tage, er bereiste die halbe Welt, war zweimal verheiratet und unterhielt Verhältnisse mit unzähligen Frauen. 1929 schuf er seine bekannteste Figur, die ihn reich und weltberühmt machte: Kommissar Maigret. Aber Simenon war nicht zufrieden, er sehnte sich nach dem »großen« Roman ohne jedes Verbrechen, der die Leser nur durch psychologische Spannung in seinen Bann ziehen sollte. Seine Romane ohne Maigret erschienen ab 1931. Sie waren zwar weniger erfolgreich als die Krimis mit dem Pfeife rauchenden Kommissar, vergrößerten aber sein literarisches Ansehen. Simenon wurde von Kritiker*innen und Schriftstellerkolleg*innen bewundert und war immer wieder für den Literaturnobelpreis im Gespräch. 1972 brach er bei seinem 193. Roman die Arbeit ab und ließ die Berufsbezeichnung »Schriftsteller« aus seinem Pass streichen. Von Simenons Romanen wurden über 500 Millionen Exemplare verkauft, und sie werden bis heute weltweit gelesen. In seinem Leben wie in seinen Büchern war Simenon immer auf der Suche nach dem, »was bei allen Menschen gleich ist«, was sie in ihrem Innersten ausmacht, und was sich nie ändert. Das macht seine Bücher bis heute so zeitlos.

Beiträge

2
Alle
3.5

Ein Maigret mit ruhigem Anfang und spannendem Abgang 🕵🏻‍♂️

Maigret und dessen bezaubernde Frau werden zu einer Wasserkur beraten und genehmigen sich daraufhin eine Tage Auszeit in Vichy. Ihr Alltag wird repetitiv, monoton und gleichmäßig, weshalb sie sich beide von dem „Besonderen“ angezogen fühlen, in diesem Fall von der Dame in Lila … die kurze Zeit darauf ermordet wird. Nach nun einigen Maigret, die ich bisher gelesen habe, bot dieser einen unfassbar schwierigen Start. Die Atmosphäre wirkte sich unweigerlich auch auf mich als Leser aus, weshalb ich besonders auf den ersten Seiten eine schon nahezu langatmige (Un)Ruhe empfand. Nichtsdestotrotz muss ich hier das letzte große Verhör und die damit einhergehende Auflösung loben: eiskalt und durchaus denkwürdig!

3

Maigret ist alt, gebrechlich. Watschelt seiner Frau hinterher, auf Kur in Vichy. Wasser trinken, Konzerte hören, jeder Tag genau gleich. Kein Wein, kein Schnaps. Das ödet am Anfang an. Simenon macht es dann aber natürlich gut: Die Routine wird durchbrochen, die Routine hilft auch im Lösen des Falls (eine mysteriöse Lady wird erwürgt). Wie auch schon versucht Maigret, sich nicht einzumischen. Aufgrund seiner Prominenz ist das aber ab einem gewissen Punkt gar nicht mehr möglich. Und auch nicht nötig. Maigret muss ermitteln, er kann nicht anders. Er mag die Menschen und durchleuchtet sie – je geschlossener (wie die Lady in Pink), desto besser. Insgesamt wenig Höhen, aber auch wenig Tiefen. Ein guter, aber kein überaus raffinierter Maigret.

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