Lügen über meinen Vater

Lügen über meinen Vater

von John Burnside·Buch 1 von 2
Hardcover
4.17
HassDas Literarische QuartettVater-Sohn-BeziehungSucht

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Beschreibung

Eine Geschichte von alttestamentarischer Wucht – John Burnsides großer Text über seinen Hass auf den Vater Am Ende wünscht John Burnside seinem Vater nur noch den Tod. Er hat für den Mann, der über Jahre die Familie terrorisiert, der lügt und säuft, einzig Hass übrig. Doch er verbirgt seine Gefühle und schweigt. Bis die Begegnung mit einem Fremden ihn zwingt, sich seinen Erinnerungen zu stellen und diese Geschichte von alttestamentarischer Wucht zu erzählen.Der Vater war ein Nichts. Als Säugling auf einer Türschwelle abgelegt. Zeitlebens erfindet er sich in unzähligen Lügen eine Herkunft, will Anerkennung und Bedeutung. Er ist brutal, ein Großmaul, ein schwerer Trinker, ein Tyrann. Seine Verachtung zerstört alles, die Mutter, die Familie, John. Dieser hat als junger Mann massivste Suchtprobleme, landet in der Psychiatrie und erkennt in den eigenen Exzessen den Vater. Erst die Entdeckung der Welt der Literatur eröffnet ihm eine Perspektive. Nur einem Autor vom Kaliber John Burnsides kann es gelingen, eine solche, auch noch autobiographische Geschichte in Literatur zu überführen. So ist dieses Buch ein radikal wahrer Blick in die menschlichen Abgründe und zugleich eine Feier der Sprache.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Zeitgenössische Romane
Format
Hardcover
Seitenzahl
384
Preis
20.60 €

Autorenbeschreibung

John Burnside gehört zu den bedeutendsten zeitgenössischen Autoren Großbritanniens. Für sein Werk aus Lyrik und Prosa erhielt er zahlreiche Preise. „Lügen über meinen Vater“ war in Großbritannien ein Bestseller. Im Knaus Verlag erschienen bisher seine beiden Romane „Die Spur des Teufels“ und „Glister“. Sie wurden von der Kritik mit höchstem Lob bedacht.

Beiträge

2
Alle
4

Wieder mal eine Scheiß-Kindheit und massive Beziehungsprobleme zwischen Vater-Sohn. Ob fiktional oder autobiografisch: ein solches Werk lässt mich beim Lesen an unzählige andere Bücher zu dem Thema Toxische Familien erinnern und vergleichen. Für mich war es das erste Buch des schottischen Autors. Die Kinderzeit zu Beginn des Buchs fesselte mich nicht besonders, wenn knausgardartig jede kleine Begebenheit im Hause Burnside beschreiben wird. Das ändert sich aber im Verlauf der autobiografischen Erzählung, wenn John Burnside dann langsam in die Berichterstattung seiner Pubertät einsteigt und die Konfrontationen und Ähnlichkeiten zwischen Vater und Sohn offensichtlicher werden. Ganz besonders eindrücklich wird es dann, wenn Burnside mit seinem Vater bricht, auszieht und der gleichen Suchtproblematik verfällt wie sein Vater. Das Buch hebt sich für mich in erster Linie durch die kraftvolle Sprache des Autors von vergleichbaren Werken ab. Allerdings wirken seine Erzählsprünge etwas unstrukturiert auf mich. Da hat mich z.B. Andreas Altmanns Autobiografie [b:Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und meine eigene Scheißjugend|12559528|Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und meine eigene Scheißjugend|Andreas Altmann|https://i.gr-assets.com/images/S/compressed.photo.goodreads.com/books/1341423558l/12559528._SY75_.jpg|17563411] hinsichtlich des Vater-Sohn-Konflikts wesentlich mehr berührt oder bin ich mit Thomas Melle in [b:Die Welt im Rücken|31616298|Die Welt im Rücken|Thomas Melle|https://i.gr-assets.com/images/S/compressed.photo.goodreads.com/books/1471940522l/31616298._SY75_.jpg|52294672] noch intensiver durch die Höllen einer medikamentös behandelten psychischen Erkrankung gegangen. Auf jeden Fall ein sehr lesenswertes und bewegendes Buch.

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Wieder mal eine Scheiß-Kindheit und massive Beziehungsprobleme zwischen Vater-Sohn. Ob fiktional oder autobiografisch: ein solches Werk lässt mich beim Lesen an unzählige andere Bücher zu dem Thema Toxische Familien erinnern und vergleichen. Für mich war es das erste Buch des schottischen Autors. Die Kinderzeit zu Beginn des Buchs fesselte mich nicht besonders, wenn knausgardartig jede kleine Begebenheit im Hause Burnside beschreiben wird. Das ändert sich aber im Verlauf der autobiografischen Erzählung, wenn John Burnside dann langsam in die Berichterstattung seiner Pubertät einsteigt und die Konfrontationen und Ähnlichkeiten zwischen Vater und Sohn offensichtlicher werden. Ganz besonders eindrücklich wird es dann, wenn Burnside mit seinem Vater bricht, auszieht und der gleichen Suchtproblematik verfällt wie sein Vater. Das Buch hebt sich für mich in erster Linie durch die kraftvolle Sprache des Autors von vergleichbaren Werken ab. Allerdings wirken seine Erzählsprünge etwas unstrukturiert auf mich. Da hat mich z.B. Andreas Altmanns Autobiografie [b:Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und meine eigene Scheißjugend|12559528|Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und meine eigene Scheißjugend|Andreas Altmann|https://i.gr-assets.com/images/S/compressed.photo.goodreads.com/books/1341423558l/12559528._SY75_.jpg|17563411] hinsichtlich des Vater-Sohn-Konflikts wesentlich mehr berührt oder bin ich mit Thomas Melle in [b:Die Welt im Rücken|31616298|Die Welt im Rücken|Thomas Melle|https://i.gr-assets.com/images/S/compressed.photo.goodreads.com/books/1471940522l/31616298._SY75_.jpg|52294672] noch intensiver durch die Höllen einer medikamentös behandelten psychischen Erkrankung gegangen. Auf jeden Fall ein sehr lesenswertes und bewegendes Buch.

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