Blick ins Buch

Jugendbücher

Lonely Castle in the Mirror – Roman

4,4(424)
Sprache
Deutsch
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Über das Buch

Der Erfolgsroman aus Japan - endlich auf Deutsch!

Sieben einsame Teenager, die nicht mehr zur Schule gehen wollen, gelangen über ihre Spiegel in ein mysteriöses Schloss. Dort müssen sie den Schlüssel zu einem versteckten Raum finden, in dem allerdings nur einem von ihnen ein Wunsch erfüllt werden kann …

Eine bewegende Geschichte über Einsamkeit, Mobbing und psychische Gesundheit – und wie man gemeinsam Ängste überwindet.

Weitere Informationen:

- Einzelband

Editionen (1)

ISBN9783551624147
VerlagCarlsen
Erscheinungsdatum26.09.23
Seitenzahl464

Merkmale

3 Bewertungen

GlaubwürdigHerzerwärmendSympathischVerstörendNachdenklichEntwickelnd

Rezensionen & Bewertungen

424 Bewertungen

123 Rezensionen

4,4

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  • howi1984
    howi1984

    198 Follower

    4,0

    Berührende Geschichte über Einsamkeit. Hat mir gut gefallen, besonders gut war das Japan Setting und der Safe Place des Spiegelschlosses.

    14. Jan. 2026

  • mateicee
    mateicee

    322 Follower

    4,0

    Lonely Castle in the Mirror ist ein leiser, emotional intensiver Roman über Einsamkeit, Rückzug und die vorsichtige Möglichkeit von Heilung. Im Zentrum stehen sieben Kinder, die aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr zur Schule gehen können und sich in einem geheimnisvollen Schloss wiederfinden – einem Ort außerhalb der Zeit, frei von Regeln, Erwartungen und Leistungsdruck. Die große Stärke des Buches liegt in seiner Atmosphäre. Das Schloss ist kein magischer Lösungsraum, sondern ein Schutzraum: ein Ort, an dem die Kinder erstmals sprechen dürfen, wenn sie bereit sind – oder schweigen, wenn sie es noch nicht können. Besonders Kokoros Perspektive fängt das Gefühl von Mobbing und sozialer Ausgrenzung schmerzhaft genau ein: dieses langsame Abrutschen in die Überzeugung, dass das eigene Verschwinden niemanden interessieren würde. Auch Akis Geschichte berührt zutiefst und ist stellenweise kaum auszuhalten, gerade weil sie so nüchtern und zurückhaltend erzählt wird. Gleichzeitig zeigt sich hier auch die größte Grenze des Romans. Als Jugendbuch entscheidet er sich bewusst für Andeutung statt Ausführung. Die Erfahrungen der Kinder – insbesondere Gewalt und sexueller Missbrauch – werden nicht in ihrer ganzen Konsequenz gezeigt. Das ist verständlich und verantwortungsvoll gegenüber einer jungen Zielgruppe, hinterlässt aber für erwachsene Leser:innen mit eigenen Erfahrungen ein gewisses Unbehagen. Die Grausamkeit der Realität wird spürbar, aber nicht vollständig greifbar – was das Buch zugänglicher, aber auch weniger ehrlich macht. Auch erzählerisch bleiben Leerstellen zurück. Nicht alle Schicksale der Kinder werden ausgearbeitet, manche Figuren verschwinden im Epilog fast vollständig. Besonders Akis Situation nach dem Schloss bleibt schmerzhaft offen, und Kokoros vergleichsweise schnelle Rückkehr in den Schulalltag wirkt psychologisch stark verkürzt. Hier zeigt sich, dass der Roman Heilung eher symbolisch als realistisch erzählt. Sehr gelungen ist hingegen der Umgang mit Erinnerung. Die Kinder vergessen das Schloss, behalten aber Gefühle, Déjà-vus, eine innere Bewegung zurück ins Leben. Hoffnung existiert hier nicht als klare Erinnerung, sondern als leises Wissen: Ich bin nicht allein. Das ist eine der überzeugendsten und wahrhaftigsten Entscheidungen des Buches. Lonely Castle in the Mirror ist kein pädagogisches Buch und keines, das sich leicht empfehlen lässt. Für Mobbingbetroffene kann es Trost oder schmerzhafter Vergleich sein, für Außenstehende bleibt manches zu vage. Es ist ein Buch, das man nicht lesen sollte, weil man „es sollte“, sondern weil man spürt, dass man bereit dafür ist. Trotz seiner Schwächen bleibt es ein emotional ehrlicher Roman, der viel wagt und nicht alles einlösen kann. Die vier Sterne stehen für ein Buch, das berührt, nachhallt und Fragen offenlässt – und genau darin seine Stärke findet.

    11. Jan. 2026

  • 5,0

    Hat mir sehr gut gefallen! Das Ende hat mich sehr berührt!

    22. Apr. 2024

3 von 123 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Mizuki Tsujimura

Geboren 1980, studierte an der Universität Chiba Erziehungswissenschaften. Gewann für ihre Romane schon zahlreiche Preise, unter anderem den renommierten Naoki-Preis. “Lonely Castle in the Mirror” erhielt 2018 den japanischen Buchhändlerpreis. Der Roman wurde nicht nur als Manga umgesetzt, sondern auch als Anime verfilmt und in vielen Sprachen veröffentlicht.

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