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Am Grund des Meeres schläft ein Drache
Seit Jahrzehnten wird Minas Heimat von Stürmen und Naturkatastrophen heimgesucht, weil die Menschen beim Meeresgott, dem mächtigsten aller Götter, in Ungnade gefallen sind. Deshalb wird jedes Jahr ein Mädchen zu ihm in die Fluten geschickt, in der Hoffnung, dass sie würdig ist, seine Braut zu werden. Dieses Mal jedoch wagt es Minas Bruder, in das uralte Ritual einzugreifen, weil er die Braut vor ihrem Schicksal bewahren will. Um ihn vor dem Zorn des Gottes zu bewahren, wirft sie sich selbst in die Wellen und erreicht die Geisterwelt, in der die Götter wohnen. Doch da beginnen die Probleme gerade erst, denn vorlaute Fabelwesen stehlen ihre Seele und der Meeresgott selbst ist verflucht… Die Geschichte der jungen Mina, die in den Wellen versank, mutet an wie ein asiatisches, genauer gesagt koreanisches Märchen. Genau so hat die Autorin die Geschichte auch gesponnen: in einem Königreich, das verflucht wurde, mit einer uralten Sage und einer herzerwärmenden Liebesgeschichte. Dazu schenkt sie ihrer Geschichte eine absolut liebenswerte Heldin. Mina ist keine Kämpferin, sie ist nicht besonders stark oder sonst irgendwie außergewöhnlich. Was sie auszeichnet, ist viel mehr ihr Herz. Sie liebt mit voller Hingabe und nimmt jeden Preis in Kauf, um ihre Familie zu beschützen. Sogar, sich dem Meeresgott als Opfer anzubieten, um ihren Bruder zu verschonen. Doch es geht noch weiter. Selbst in der Stadt der Geister kämpft sie selbstlos für Gerechtigkeit, auch wenn dieser Ort ihr diese von sich aus nicht entgegenbringt. Aus Pflichtgefühl ist sie bereit, ihre Seele einem Gott zu schenken, um ihre Welt vor der wilden Natur zu retten und unterstützt ihre unverhofften Verbündeten bei dem Vorhaben, die Götter von ihrem Fluch zu befreien. Dabei läuft sie auch Gefahr, ihr großes Herz zu verlieren, an jemanden, dem es wirklich nicht gehören sollte. Wie ebenfalls im Märchen üblich, gibt es nicht allzu viel Worldbuilding, doch das stört an der Stelle gar nicht, man vermisst es tatsächlich auch kaum. Vermutlich auch, weil man viel zu beschäftigt damit ist, dem traumhaft malerischen, leichten und eben märchenhaften Schreibstil der Autorin zu lauschen und an Minas Seite die mystische, geheimnisvolle Geisterwelt zu erkunden. Nicht alles an der Geschichte war letztendlich komplett überraschend, vor allem nicht die Liebesgeschichte, auch wenn deren zarte, langsame Entwicklung sehr berührend sein kann. Dennoch wird das Buch bis zum Schluss kaum langweilig, denn die Weise, wie die Geschichte letztendlich aufgelöst wird, ist durchaus kreativ. Mina überzeugt mit ihrem klugen Kopf, ihrer raschen Auffassungsgabe und ihrem großen Herzen und erstaunt immer wieder mit ihrem Durchhaltevermögen, bis sie sich, ganz zum Schluss, schließlich auch ihr eigenes Happy End verdient hat und selbst zu einer Legende wird. „Das Mädchen, das in den Wellen verschwand“ ist eine jugendliche, aber anheimelnde Geschichte für all jene, die eine kurzweilige, märchenhafte Pause von der Realität brauchen, sich gern ein bisschen bezaubern lassen und eine andere Welt bereisen wollen, ein bisschen Abenteuer und Liebe einbegriffen. Außerdem gibt es einen Meeresdrachen…

2. Juli 2026
Am Grund des Meeres schläft ein Drache
Seit Jahrzehnten wird Minas Heimat von Stürmen und Naturkatastrophen heimgesucht, weil die Menschen beim Meeresgott, dem mächtigsten aller Götter, in Ungnade gefallen sind. Deshalb wird jedes Jahr ein Mädchen zu ihm in die Fluten geschickt, in der Hoffnung, dass sie würdig ist, seine Braut zu werden. Dieses Mal jedoch wagt es Minas Bruder, in das uralte Ritual einzugreifen, weil er die Braut vor ihrem Schicksal bewahren will. Um ihn vor dem Zorn des Gottes zu bewahren, wirft sie sich selbst in die Wellen und erreicht die Geisterwelt, in der die Götter wohnen. Doch da beginnen die Probleme gerade erst, denn vorlaute Fabelwesen stehlen ihre Seele und der Meeresgott selbst ist verflucht… Die Geschichte der jungen Mina, die in den Wellen versank, mutet an wie ein asiatisches, genauer gesagt koreanisches Märchen. Genau so hat die Autorin die Geschichte auch gesponnen: in einem Königreich, das verflucht wurde, mit einer uralten Sage und einer herzerwärmenden Liebesgeschichte. Dazu schenkt sie ihrer Geschichte eine absolut liebenswerte Heldin. Mina ist keine Kämpferin, sie ist nicht besonders stark oder sonst irgendwie außergewöhnlich. Was sie auszeichnet, ist viel mehr ihr Herz. Sie liebt mit voller Hingabe und nimmt jeden Preis in Kauf, um ihre Familie zu beschützen. Sogar, sich dem Meeresgott als Opfer anzubieten, um ihren Bruder zu verschonen. Doch es geht noch weiter. Selbst in der Stadt der Geister kämpft sie selbstlos für Gerechtigkeit, auch wenn dieser Ort ihr diese von sich aus nicht entgegenbringt. Aus Pflichtgefühl ist sie bereit, ihre Seele einem Gott zu schenken, um ihre Welt vor der wilden Natur zu retten und unterstützt ihre unverhofften Verbündeten bei dem Vorhaben, die Götter von ihrem Fluch zu befreien. Dabei läuft sie auch Gefahr, ihr großes Herz zu verlieren, an jemanden, dem es wirklich nicht gehören sollte. Wie ebenfalls im Märchen üblich, gibt es nicht allzu viel Worldbuilding, doch das stört an der Stelle gar nicht, man vermisst es tatsächlich auch kaum. Vermutlich auch, weil man viel zu beschäftigt damit ist, dem traumhaft malerischen, leichten und eben märchenhaften Schreibstil der Autorin zu lauschen und an Minas Seite die mystische, geheimnisvolle Geisterwelt zu erkunden. Nicht alles an der Geschichte war letztendlich komplett überraschend, vor allem nicht die Liebesgeschichte, auch wenn deren zarte, langsame Entwicklung sehr berührend sein kann. Dennoch wird das Buch bis zum Schluss kaum langweilig, denn die Weise, wie die Geschichte letztendlich aufgelöst wird, ist durchaus kreativ. Mina überzeugt mit ihrem klugen Kopf, ihrer raschen Auffassungsgabe und ihrem großen Herzen und erstaunt immer wieder mit ihrem Durchhaltevermögen, bis sie sich, ganz zum Schluss, schließlich auch ihr eigenes Happy End verdient hat und selbst zu einer Legende wird. „Das Mädchen, das in den Wellen verschwand“ ist eine jugendliche, aber anheimelnde Geschichte für all jene, die eine kurzweilige, märchenhafte Pause von der Realität brauchen, sich gern ein bisschen bezaubern lassen und eine andere Welt bereisen wollen, ein bisschen Abenteuer und Liebe einbegriffen. Außerdem gibt es einen Meeresdrachen…
2. Juli 2026









