Blick ins Buch

Liebesromane

Liebesnähe

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Über das Buch

Welche Sprache spricht die Liebe?

Ein Mann und eine Frau treffen in einem Hotel im Alpenvorland ein. Sie bemerken einander und tauschen von da an geheime Zeichen aus. Kleine Botschaften, Hinweise auf Lektüren und Musikstücke – und ohne dass sie auch nur ein einziges Wort miteinander wechseln, verwickeln sie sich in das Mysterium der Annäherung und einer ungewöhnlichen Liebe, für die nur die Liebe selber zählt.

»Liebesnähe« ist die Geschichte einer Frau und eines Mannes, die sich zufällig in einem einsam gelegenen Hotel treffen. Vom ersten Augenblick dieser Begegnung an erleben beide eine rasch wachsende Anziehung. Sie sind zu vorsichtig, miteinander zu sprechen und verlegen sich stattdessen auf ein virtuoses Spiel von Zeichen und Andeutungen. Im Hintergrund dieser Annäherung zieht die Besitzerin der Hotelbuchhandlung als geheime Mittlerin ihre eigenen Fäden: Sie »füttert« die beiden Liebenden mit Büchern, die – wie der Liebestrank in »Tristan und Isolde« – eine ganz eigene, magische Wirkung entfalten und aus dem Liebesspiel schließlich ein kaum noch durchschaubares Labyrinth aus Erlebtem, Geträumtem und Gelesenem machen.

»Liebesnähe« ist nach den Romanen »Die große Liebe« (2003) und »Das Verlangen nach Liebe« (2007) der dritte Band einer Trilogie von in sich abgeschlossenen Romanen, in denen es um das Geheimnis der Liebesverständigung geht. »Liebesnähe« greift aber auch die Themen von stummer und sprachlicher Kommunikation in Ortheils letztem Roman »Die Erfindung des Lebens« auf: Erst langsam entdecken die Liebenden die jeweils eigene Sprache der Liebe mit all ihrem unverwechselbarem Vokabular.

Editionen (5)

ISBN9783630873039
VerlagLuchterhand
Erscheinungsdatum12.09.11
Seitenzahl400

Rezensionen & Bewertungen

6 Bewertungen

1 Rezensionen

3,8

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  • stacciastella
    stacciastella

    165 Follower

    4,0

    Man kann nicht nicht kommunizieren

    Das sind meine Eindrücke, die ich mir während des Lesens notiert habe. 🖋️ Ein Hauch von Alleinsein mit Leichtigkeit und gleichzeitig Direktheit.
Ohne Wörter Taten vollbringen.
Eine Geschichte, die gleichzeitig mehrere Geschichten erzählt. Es steckt mehr drin, als man liest. Die Gefühle stehen hinter den Zeilen geschrieben.
Einblick in das neue Leben zweier Personen.
Eine neue Erfahrung. 3. Person. Klassisch. 2 Perspektiven.
Fesselnd, ruhig. Super Atmosphäre.
Ich bin eine langsame Leserin, und dennoch habe ich in drei Tagen 180 Seiten gelesen.
Wenn man sich über den Autor informiert, dann hat man auch Verständnis dafür, wie das Buch geschrieben ist. Man versteht die Hingabe zum Schreiben und zu der Kommunikation ohne Worte, dass die Verbindung zweier Menschen nicht durch Worte beschrieben werden muss und das finde ich sehr ausdrucksvoll. 
Alle Sinneswahrnehmungen werden detailliert beschrieben, was auch die Story in die Länge zieht, aber ich finde es nötig, um den Lesern bewusst zu machen, wie es gerade aussieht, zum Beispiel durch Wiederholung von Details, um sich Umgebung möglichst genau vorstellen zu können.
Katarina, die Vertrauensperson, die zu Johannes und zu Jule hält. Es werden mehrere Geschichten parallel erzählt. Es geht um die Entwicklung der Charaktere, sowohl persönlich als auch mit der Arbeit verbunden.
Ein langes Buch, aber kurzes Ende. Kleiner Spoiler ….. 
Sie haben nicht ein Wort miteinander gewechselt und leben jetzt zusammen.

    Man kann nicht nicht kommunizieren

    3. Nov. 2025

Autorin / Autor

Über Hanns-Josef Ortheil

Hanns-Josef Ortheil wurde 1951 in Köln geboren. Er ist Schriftsteller, Pianist und Professor für Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim. Seit vielen Jahren gehört er zu den beliebtesten und meistgelesenen deutschen Autoren der Gegenwart. Sein Werk wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet, darunter dem Villa Massimo-Stipendium in Rom, dem Thomas-Mann-Preis, dem Nicolas-Born-Preis, dem Stefan-Andres-Preis und dem Hannelore-Greve-Literaturpreis. Seine Romane wurden in über zwanzig Sprachen übersetzt. 2025 ist bei Luchterhand sein jüngster Roman „Schwebebahnen“ erschienen.

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