Letztes Weihnachten
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Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Mein Name ist Sebastian Pink . Mit 11 Jahren begann ich zu schreiben . Von Kurzgeschichten bis hin zum Drehbuch . Auch im TV hatte ich bereits kleine Auftritte unter anderem bei Bettys Diagnose und Alles was zählt . Die Kurzgeschichte Meine letzte Woche mit Dad wurde auch als Drehbuch verfasst und zur Zeit wird nach einer geeigneten Produktionsfirma gesucht .
Beiträge
Letztes Weihnachten ist ein sehr kurzes Buch mit einer grundsätzlich emotionalen Ausgangsidee: Ein Kind verliert seinen Vater und wünscht sich nichts sehnlicher, als ein letztes gemeinsames Weihnachten noch einmal erleben zu dürfen. Trauer, Erinnerung und ein Hauch Magie bilden dabei den erzählerischen Kern. Leider bleibt das Buch weit hinter dem zurück, was diese Prämisse hätte leisten können. Schon formal hatte ich Schwierigkeiten mit dem Text, da das E-Book auf dem Kindle schlecht formatiert ist und den Lesefluss unnötig erschwert. Bei einer so kurzen Geschichte fällt das besonders ins Gewicht. Inhaltlich wirkt die Handlung unausgereift und in sich widersprüchlich. Der Vater stirbt angeblich im Polizeieinsatz, es gibt eine Beerdigung und einen Friedhof – die Trauer der Familie bildet das emotionale Fundament der Geschichte. Umso unverständlicher ist es, dass später plötzlich behauptet wird, der Vater lebe noch und sei gefangen gehalten worden. Diese Wendung wird weder logisch erklärt noch emotional aufgearbeitet. Die zentrale Frage – wer liegt dann eigentlich auf dem Friedhof? – bleibt unbeantwortet und reißt ein massives Loch in die innere Logik der Geschichte. Auch die Darstellung der Trauer überzeugt mich nicht. John verliert sich fast vollständig in seiner Trauer, was grundsätzlich realistisch sein kann, wirkt hier jedoch überzeichnet und auf Dauer ermüdend. Seine Schwester Jana erscheint dagegen distanziert und pragmatisch, wird vom Text aber eher als kalt denn als anders trauernd gezeichnet. Die Mutter Alissa hält die Familie zusammen, darf ihre eigene Trauer jedoch kaum zeigen und wirkt dadurch ebenfalls merkwürdig kühl – und das nur sechs Wochen nach dem angeblichen Tod ihres Mannes. Die unterschiedlichen Trauerformen hätten eine Stärke der Geschichte sein können, werden aber nicht reflektiert oder vertieft. Besonders enttäuschend ist der Umgang mit dem magischen Element der Zeitreise. Die Idee, dass John durch seine Reise in die Vergangenheit möglicherweise selbst die Ereignisse beeinflusst oder sogar verändert hat, wird angedeutet, aber nie konsequent ausgeführt. Mögliche Folgen, Paradoxien oder emotionale Konsequenzen bleiben unerzählt. Gerade hier hätte das Buch Tiefe gewinnen können. Das Ende konnte mich emotional nicht erreichen. Dafür bleiben zu viele Fragen offen und zu vieles wirkt nachträglich relativiert. Die Geschichte scheut sich davor, klare Entscheidungen zu treffen oder Konsequenzen zu benennen – und nimmt sich damit selbst die Wirkung. Insgesamt ist Letztes Weihnachten eine Geschichte mit einer guten Grundidee, die jedoch an fehlender Konsequenz, logischen Brüchen und einer zu oberflächlichen Ausarbeitung scheitert. Schade, denn mit klareren Regeln für die Magie und einem mutigeren Umgang mit Konsequenzen hätte daraus deutlich mehr werden können
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Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Mein Name ist Sebastian Pink . Mit 11 Jahren begann ich zu schreiben . Von Kurzgeschichten bis hin zum Drehbuch . Auch im TV hatte ich bereits kleine Auftritte unter anderem bei Bettys Diagnose und Alles was zählt . Die Kurzgeschichte Meine letzte Woche mit Dad wurde auch als Drehbuch verfasst und zur Zeit wird nach einer geeigneten Produktionsfirma gesucht .
Beiträge
Letztes Weihnachten ist ein sehr kurzes Buch mit einer grundsätzlich emotionalen Ausgangsidee: Ein Kind verliert seinen Vater und wünscht sich nichts sehnlicher, als ein letztes gemeinsames Weihnachten noch einmal erleben zu dürfen. Trauer, Erinnerung und ein Hauch Magie bilden dabei den erzählerischen Kern. Leider bleibt das Buch weit hinter dem zurück, was diese Prämisse hätte leisten können. Schon formal hatte ich Schwierigkeiten mit dem Text, da das E-Book auf dem Kindle schlecht formatiert ist und den Lesefluss unnötig erschwert. Bei einer so kurzen Geschichte fällt das besonders ins Gewicht. Inhaltlich wirkt die Handlung unausgereift und in sich widersprüchlich. Der Vater stirbt angeblich im Polizeieinsatz, es gibt eine Beerdigung und einen Friedhof – die Trauer der Familie bildet das emotionale Fundament der Geschichte. Umso unverständlicher ist es, dass später plötzlich behauptet wird, der Vater lebe noch und sei gefangen gehalten worden. Diese Wendung wird weder logisch erklärt noch emotional aufgearbeitet. Die zentrale Frage – wer liegt dann eigentlich auf dem Friedhof? – bleibt unbeantwortet und reißt ein massives Loch in die innere Logik der Geschichte. Auch die Darstellung der Trauer überzeugt mich nicht. John verliert sich fast vollständig in seiner Trauer, was grundsätzlich realistisch sein kann, wirkt hier jedoch überzeichnet und auf Dauer ermüdend. Seine Schwester Jana erscheint dagegen distanziert und pragmatisch, wird vom Text aber eher als kalt denn als anders trauernd gezeichnet. Die Mutter Alissa hält die Familie zusammen, darf ihre eigene Trauer jedoch kaum zeigen und wirkt dadurch ebenfalls merkwürdig kühl – und das nur sechs Wochen nach dem angeblichen Tod ihres Mannes. Die unterschiedlichen Trauerformen hätten eine Stärke der Geschichte sein können, werden aber nicht reflektiert oder vertieft. Besonders enttäuschend ist der Umgang mit dem magischen Element der Zeitreise. Die Idee, dass John durch seine Reise in die Vergangenheit möglicherweise selbst die Ereignisse beeinflusst oder sogar verändert hat, wird angedeutet, aber nie konsequent ausgeführt. Mögliche Folgen, Paradoxien oder emotionale Konsequenzen bleiben unerzählt. Gerade hier hätte das Buch Tiefe gewinnen können. Das Ende konnte mich emotional nicht erreichen. Dafür bleiben zu viele Fragen offen und zu vieles wirkt nachträglich relativiert. Die Geschichte scheut sich davor, klare Entscheidungen zu treffen oder Konsequenzen zu benennen – und nimmt sich damit selbst die Wirkung. Insgesamt ist Letztes Weihnachten eine Geschichte mit einer guten Grundidee, die jedoch an fehlender Konsequenz, logischen Brüchen und einer zu oberflächlichen Ausarbeitung scheitert. Schade, denn mit klareren Regeln für die Magie und einem mutigeren Umgang mit Konsequenzen hätte daraus deutlich mehr werden können




